{"id":81670,"date":"2026-04-03T09:54:06","date_gmt":"2026-04-03T09:54:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/81670\/"},"modified":"2026-04-03T09:54:06","modified_gmt":"2026-04-03T09:54:06","slug":"wenn-sich-klimaschutz-lohnt-wie-europas-top-unternehmen-nachhaltigkeit-in-milliarden-umsetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/81670\/","title":{"rendered":"Wenn sich Klimaschutz lohnt: Wie Europas Top-Unternehmen Nachhaltigkeit in Milliarden umsetzen"},"content":{"rendered":"<p>Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass die Stimmung in Bezug auf Klimaschutz und Naturzerst\u00f6rung derzeit etwas zwiesp\u00e4ltig ist, vor allem angesichts des turbulenten geopolitischen und wirtschaftlichen Hintergrunds. <\/p>\n<p>Auf einer k\u00fcrzlich in Paris abgehaltenen Veranstaltung anl\u00e4sslich des 25-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums des CDP, der weltweit gr\u00f6\u00dften Plattform f\u00fcr die Offenlegung von Umweltdaten, zeichneten einige der gr\u00f6\u00dften europ\u00e4ischen Unternehmen jedoch ein wesentlich positiveres Bild. Ein Bild, das zeigt, dass europ\u00e4ische Unternehmen, die sich f\u00fcr Nachhaltigkeit und Umwelttransparenz entscheiden, erhebliche finanzielle Gewinne erzielen.<\/p>\n<p>Transparenz in eine Chance verwandeln<\/p>\n<p>Mehr als 22.000 Unternehmen &#8211; und \u00fcber 1.000 St\u00e4dte weltweit &#8211; melden inzwischen ihre Umweltauswirkungen \u00fcber das CDP, eine NRO, die gegr\u00fcndet wurde, um die Datenl\u00fccke im Bereich Klima und Natur zu schlie\u00dfen. Die j\u00fcngste Studie, die im j\u00e4hrlichen Corporate Health Check ver\u00f6ffentlicht wurde, zeigt, dass Unternehmen, die ihre Umweltambitionen in die Tat umsetzen, einen echten Wettbewerbsvorteil erlangen.<\/p>\n<p>Die Spitzenreiter &#8211; die Unternehmen, die die h\u00f6chste Punktzahl der globalen Non-Profit-Organisation erreicht haben &#8211; haben ihre Emissionen in den letzten 12 Monaten um 60 % schneller reduziert als ihre Mitbewerber, wodurch ihnen Finanzchancen in H\u00f6he von 67 Milliarden Euro er\u00f6ffnet wurden. <\/p>\n<p>Esther Finidori, Chief Sustainability Officer bei Schneider Electric, sagt, dass die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens und die Offenlegung gegen\u00fcber dem CDP dazu beigetragen haben, das Unternehmen zu ver\u00e4ndern. <\/p>\n<p>\u201eRahmenwerke f\u00fcr die Offenlegung von Daten wie das CDP sind in der Tat von gro\u00dfem Wert f\u00fcr die Wirtschaft. So k\u00f6nnen Sie besser einsch\u00e4tzen, wo Sie stehen. Jedes Jahr helfen uns neue Fragen, unsere Ambitionen weiter voranzutreiben, uns herauszufordern und uns zu verbessern.\u201c<\/p>\n<p>Krishna Manda von der Lenzing Gruppe schlie\u00dft sich dieser Meinung an und weist darauf hin, dass eine bessere Offenlegung mehr Kunden und Investoren anlockt und dazu beitr\u00e4gt, neue M\u00e4rkte zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>\u201eWarum legen Unternehmen ihre Daten offen?\u201c, fragt CDP-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Sherry Madera und f\u00fcgt hinzu: \u201eUnternehmen legen Daten nicht aus Interesse an Informationen offen, sondern um ihre Kunden zu \u00fcberzeugen, dass sie die richtigen Unternehmen f\u00fcr eine Zusammenarbeit sind, und um so im investierbaren Universum der Kunden zu bleiben. Es handelt sich also nicht um eine Belastung. Es ist ein Vorteil, und diese Vorgehensweise ist absolut wichtig, um Gesch\u00e4fte zu machen.\u201c <\/p>\n<p>Europa steht an der Spitze<\/p>\n<p>Der j\u00fcngste Corporate Health Check des CDP sieht Europa an der Spitze der Weltrangliste. 16 % der Unternehmen erreichten beim Klima die F\u00fchrungsebene, knapp vor den Unternehmen im asiatisch-pazifischen Raum mit 15 % und deutlich vor Lateinamerika und Nordamerika mit 6 % bzw. 5 %. <\/p>\n<p>\u201eIn Europa stellen wir fest, dass immer mehr Pensionsfonds zunehmend anspruchsvoll werden. Sie fordern uns auf, die Unternehmen effizienter zu \u00fcberwachen und sie f\u00fcr ihre Klimastrategien zur Rechenschaft zu ziehen. Und das ist eine positive Entwicklung,\u201c sagt St\u00e9phane Cadieu, Vorstandsvorsitzender von Ark\u00e9a Asset Management. <\/p>\n<p>Die Unterschiede im Blick behalten<\/p>\n<p>Die Untersuchungen des CDP zeigen aber auch, dass die Unterschiede in der Umweltleistung in Europa immer gr\u00f6\u00dfer werden.<\/p>\n<p>Unter den bewerteten L\u00e4ndern erzielten Spanien (25 %) und Frankreich (24 %) den h\u00f6chsten Anteil an Unternehmen auf Leadership-Level im Klimaschutz, gefolgt von Irland (22 %), dem Vereinigten K\u00f6nigreich (17 %), Italien (17 %), den Niederlanden (17 %) und Deutschland (10 %).<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des CDP zeigen, dass Europas f\u00fchrende Unternehmen mehrere Eigenschaften gemeinsam haben, darunter eine starke Unternehmensf\u00fchrung, eine glaubw\u00fcrdige, auf 1,5\u00ba\u00b0C ausgerichtete \u00dcbergangsplanung und die direkte Verkn\u00fcpfung der Verg\u00fctung von F\u00fchrungskr\u00e4ften mit Umweltergebnissen. <\/p>\n<p>\u201eDer Klimawandel und der Verlust der Natur ver\u00e4ndern die Kostenstrukturen und Lieferketten in allen Sektoren. Unternehmen, die fr\u00fchzeitig handeln, in nachhaltige Strategien investieren und trotz Unklarheiten beharrlich bleiben, werden die n\u00e4chste Phase der wirtschaftlichen Widerstandsf\u00e4higkeit und des Wachstums in Europa bestimmen,\u201c erkl\u00e4rt Ariane Coulombe, CDP-Marktdirektorin f\u00fcr EMEA. <\/p>\n<p>Risiko der Unt\u00e4tigkeit<\/p>\n<p>Viele der in Paris versammelten Unternehmen machten deutlich, dass sie der Meinung sind, dass der Klimawandel und der Verlust der Natur die Art und Weise, wie Unternehmen arbeiten, rapide ver\u00e4ndern werden. <\/p>\n<p>\u201eJedes bestehende Unternehmen ist in der einen oder anderen Form von der Natur abh\u00e4ngig. Es ist auf Wasser, frische und saubere Luft, gesunde B\u00f6den und festen Untergrund angewiesen,\u201c sagt David Craig, Ko-Vorsitzender der Taskforce on Nature-related Financial Disclosures (TNFD). <\/p>\n<p>F\u00fcr viele Unternehmen, so Craig, beginnt der Weg zur Nachhaltigkeit oft mit einer einfachen Frage: Wovon sind wir eigentlich abh\u00e4ngig? <\/p>\n<p>Eine genauere Pr\u00fcfung der Nachhaltigkeit f\u00fchrt auch zu einem sch\u00e4rferen Blick auf potenzielle finanzielle und operative Risiken f\u00fcr ein Unternehmen, betont Cadieu. Allein dies zwinge viele Unternehmen dazu, ihre Strategien zu \u00fcberdenken. <\/p>\n<p>Belohnung f\u00fcr Europas f\u00fchrende Unternehmen<\/p>\n<p>Mehr als ein Vierteljahrhundert sp\u00e4ter spielt das CDP nach wie vor eine Schl\u00fcsselrolle bei der F\u00f6rderung von Fortschritten auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Zukunft, und das 25-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um war auch eine Gelegenheit, die transparentesten Unternehmen des Kontinents im Rahmen der j\u00e4hrlichen Europe Awards auszuzeichnen. <\/p>\n<p>Sherry Madera, CEO des CDP, fasst gegen\u00fcber Euronews zusammen: \u201eWenn wir 25 Jahre zur\u00fcckdenken, gab es damals \u00fcberhaupt noch keine Offenlegung von Klimadaten. In den letzten 25 Jahren hat das CDP also nicht nur mit denjenigen zusammengearbeitet, die zum \u00d6kosystem Umwelt geh\u00f6ren, sondern auch mit denjenigen, die zum \u00d6kosystem Finanzen, zum \u00d6kosystem Wirtschaft und zum \u00d6kosystem der Politik geh\u00f6ren. Ich denke, wir k\u00f6nnen darauf stolz sein.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass die Stimmung in Bezug auf Klimaschutz und Naturzerst\u00f6rung derzeit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":81671,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[31148,76,75,74,9292,13458,93,255],"class_list":{"0":"post-81670","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-auszeichnungen","9":"tag-eu","10":"tag-europa","11":"tag-europe","12":"tag-nachhaltige-entwicklung","13":"tag-treibhauseffekt","14":"tag-unternehmen","15":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116340173303733610","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/81670","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=81670"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/81670\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/81671"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=81670"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=81670"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=81670"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}