{"id":82063,"date":"2026-04-03T13:43:07","date_gmt":"2026-04-03T13:43:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/82063\/"},"modified":"2026-04-03T13:43:07","modified_gmt":"2026-04-03T13:43:07","slug":"europas-wege-aus-der-spritpreis-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/82063\/","title":{"rendered":"Europas Wege aus der Spritpreis-Krise"},"content":{"rendered":"<p>Mit Anfang April greift in \u00d6sterreich eine neue Regelung, die das Tanken etwas g\u00fcnstiger machen soll. Doch w\u00e4hrend hierzulande in den Markt eingegriffen wird, gehen andere EU-Staaten ganz unterschiedliche Wege. Ein Blick \u00fcber die Grenzen zeigt, wie vielf\u00e4ltig die Strategien gegen hohe Spritpreise sind.<\/p>\n<p>Seit 2. April ist die Spritpreisbremse in \u00d6sterreich nun in Kraft und soll die Treibstoffpreise an den Zapfs\u00e4ulen um zehn Cent pro Liter dr\u00fccken. Anderen EU-Staaten zeigen auch andere Wege, mit den hohen Spritkosten umzugehen:<\/p>\n<p>In Deutschland etwa hatte der Dieselpreis zuletzt Rekordwerte von \u00fcber 2,40 Euro pro Liter erreicht. Dort gilt nun ebenfalls ein Modell nach \u00f6sterreichischem Vorbild: Tankstellen d\u00fcrfen ihre Tarife nur noch einmal t\u00e4glich anheben, Senkungen sind hingegen jederzeit erlaubt.<\/p>\n<p>Freier Markt mit Nebenwirkungen<\/p>\n<p>Die Niederlande z\u00e4hlen regelm\u00e4\u00dfig zu den teuersten L\u00e4ndern Europas, mit Preisen zeitweise \u00fcber 2,40 Euro pro Liter Diesel und \u00fcber 2,30 Euro f\u00fcr Benzin. Mit konkreten, dauerhaften Entlastungsma\u00dfnahmen ist man dort bislang eher zur\u00fcckhaltend. Der Markt ist liberal organisiert, die Tankstellen legen ihre Preise eigenst\u00e4ndig fest.<\/p>\n<p>D\u00e4nemark bewegt sich ebenfalls in der oberen Preisliga. Zwar herrscht auch hier ein freier Sektor, die Politik setzt aber bewusst auf hohe Abgaben: Mineral\u00f6lsteuer, CO2-Bepreisung und eine Mehrwertsteuer von 25 Prozent sorgen daf\u00fcr, dass fossile Energie teuer bleibt. So sollen Emissionen reduziert und der Umstieg auf klimafreundliche Alternativen gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p>Mit Eingriffen und Entlastungen<\/p>\n<p>Einen anderen Weg gehen L\u00e4nder wie Malta oder Belgien. Dort greift der Staat direkt ein und legt H\u00f6chstpreise fest. Anbieter d\u00fcrfen diese zwar unterbieten, aber nicht \u00fcberschreiten \u2013 entsprechend niedrig bleibt das Preisniveau im Vergleich zu vielen anderen EU-Staaten.<\/p>\n<p>Polen setzt auf steuerliche Entlastung. Die Mehrwertsteuer auf Benzin und Diesel wurde von 23 auf acht Prozent gesenkt, zus\u00e4tzlich legt das Energieministerium t\u00e4glich einen H\u00f6chstpreis f\u00fcr die Kraftstoffe fest. So wird mit einem R\u00fcckgang von umgerechnet rund 28 Cent pro Liter gerechnet.<\/p>\n<p>Auch Italien hat reagiert und die Abgaben auf Treibstoffe reduziert. Das senkt die Kosten um etwa 25 Cent pro Liter \u2013 vorerst befristet bis Anfang Mai.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit Anfang April greift in \u00d6sterreich eine neue Regelung, die das Tanken etwas g\u00fcnstiger machen soll. 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