{"id":83600,"date":"2026-04-04T10:40:09","date_gmt":"2026-04-04T10:40:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/83600\/"},"modified":"2026-04-04T10:40:09","modified_gmt":"2026-04-04T10:40:09","slug":"mercedes-baut-fertigung-in-den-usa-aus-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/83600\/","title":{"rendered":"Mercedes baut Fertigung in den USA aus \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Mercedes hat schon ein wenig fr\u00fcher als seine europ\u00e4ischen Mitbewerber erkannt, wie wichtig der US-amerikanische Markt f\u00fcr einen Autohersteller ist. Konkret: Vor 138 Jahren.<\/p>\n<p>1888 hat Gottlieb Daimler gemeinsam mit William Steinway (ja, dem Klavierhersteller) in Long Island in New York eine Motorenfabrik gegr\u00fcndet, die Antriebe f\u00fcr Boote und Lkw herstellte. 1905 wurde der erste Mercedes, der Simplex 45 mit einem Vierzylindermotor mit 6,8 Liter Hubraum, als \u201eAmerican Mercedes\u201c in New York gefertigt.<\/p>\n<p>Heute steht in den USA das gr\u00f6\u00dfte Mercedes-Werk au\u00dferhalb Deutschlands. In Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama werden seit 1997 die SUV-Modelle der Marke gefertigt. Angefangen hat es mit der M-Klasse (bekannt aus dem ersten Film \u201eJurassic Park\u201c), \u00fcber die Jahre wurde st\u00e4ndig ausgebaut. Heute sind es sechs verschiedene Verbrenner- und Elektroversionen des GLE und GLS, die in der Fabrik gefertigt werden. Mehr als die H\u00e4lfte der Modelle (60 Prozent) geht in den weltweiten Export.<\/p>\n<p>Und das war noch nicht das Ende. Mercedes investiert bis 2030 in den USA sieben Milliarden Dollar, allein vier Mrd. Dollar flie\u00dfen in den Ausbau des Werks in Tuscaloosa. Als neues Modell wird ab kommendem Jahr die US-Version des Kompakt-SUV GLC in Tuscaloosa gebaut. Verk\u00fcndet wurde das bei einer Feier in Alabama anl\u00e4sslich des f\u00fcnfmillionsten Fahrzeugs, das dort vom Band lief (ein Mercedes GLE), und der Weltpremiere der neuen SUV-Modelle GLE und GLS.<\/p>\n<p>Welche Bedeutung Mercedes f\u00fcr einen der \u00e4rmsten Bundesstaaten der USA hat, konnte man an den G\u00e4sten erahnen, die zur Feier angereist waren. US-Verkehrsminister Sean Duffy, die beiden Senatoren Katie Britt und Tommy Tuberville, mehrere Vertreter der bundesstaatlichen Regierung und fast der gesamte Konzernvorstand der Mercedes-Benz Group AG.<\/p>\n<p>Knapp 6000 Personen besch\u00e4ftigt Mercedes in dem riesigen SUV-Werk, weitere 1700 arbeiten in einem kleineren Werk in Charleston im Bundesstaat South Carolina, wo der Sprinter und der eSprinter f\u00fcr den US-Markt gebaut werden. Insgesamt sind in den USA etwa 10.000 Personen f\u00fcr den deutschen Premiumhersteller t\u00e4tig.<\/p>\n<p>\u201eEs r\u00fchrt einen zu Tr\u00e4nen, wenn man sieht, was Mercedes f\u00fcr diesen Bundesstaat getan hat\u201c, meinte Senator Tuberville, der in nicht weniger theatralischer Weise Gottes Segen f\u00fcr die Mercedes-Angestellten, \u201eunseren gro\u00dfartigen Pr\u00e4sidenten Donald Trump\u201c und die US-Soldaten anrief. Die Mercedes-Fabrik bezeichnete er als \u201eeine Ikone Alabamas\u201c. Tuberville ist, wenig \u00fcberraschend, Republikaner, ebenso wie seine Kollegin Britt, die von Mercedes als einem Teil einer \u201egro\u00dfen Familie\u201c sprach.<\/p>\n<p>Es blieb Verkehrsminister Duffy vorbehalten, das heikle Thema der Z\u00f6lle anzusprechen. \u201eViele Fabriken wurden nach China und nach Mexiko verlagert.\u201c US-Pr\u00e4sident Trump habe die Produktion zur\u00fcckgeholt und insgesamt \u201eeinen wunderbaren Job gemacht.\u201c An dieser Stelle hielt Duffy in seiner Rede kurz inne, offenbar in Erwartung von Applaus. Den gab es von den etwa 250 G\u00e4sten aber nicht.<\/p>\n<p>Wie wichtig die Fertigung von Mercedes nicht nur f\u00fcr Alabama, sondern f\u00fcr die gesamte US-Wirtschaft ist, sieht man an den Exportzahlen. Mercedes ist der zweitgr\u00f6\u00dfte Autoexporteur der USA \u2013 \u00fcbrigens nach einem anderen deutschen Autohersteller, nach BMW, das seine X-Modelle (SUVs) seit Jahren in Spartanburg im Bundesstaat South Carolina fertigt. Das f\u00fchrte zur skurrilen Situation, dass die deutschen Autobauer Einfuhrz\u00f6lle in der EU bezahlen mussten, aber ihre SUV in den USA zollfrei verkaufen konnten.<\/p>\n<p>Mercedes-Chef Ola K\u00e4llenius hob die lange Geschichte der Fertigung in den USA hervor. \u201eVor 140 Jahren haben wir das Automobil erfunden. Und nur zwei Jahre sp\u00e4ter haben wir in den USA Fu\u00df gefasst.\u201c Die Fertigung in Alabama sei \u201eein klares Bekenntnis\u201c zu dem Bundesstaat und den USA. Die Strategie von heute entspreche im Wesentlichen der der fr\u00fchen Pioniere aus dem Jahr 1888.<\/p>\n<p>F\u00fcr K\u00e4llenius hat Tuscaloosa und Alabama auch pers\u00f6nlich eine spezielle Bedeutung. Er arbeitete fr\u00fcher unter anderem als Werkschef in dem US-Bundesstaat und hat hier seine Frau geheiratet. Auch zwei seiner S\u00f6hne wurden in Alabama geboren.<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr lieferte Mercedes in den USA 303.200 Fahrzeuge an Kunden aus. Das war ein Plus von einem Prozent im Vergleich zu 2024. Beim Verkauf (Mercedes misst den Verkauf von Fahrzeugen vom Konzern an die H\u00e4ndler) gab es dagegen einen R\u00fcckgang von zw\u00f6lf Prozent auf 285.000 Fahrzeuge.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mercedes hat schon ein wenig fr\u00fcher als seine europ\u00e4ischen Mitbewerber erkannt, wie wichtig der US-amerikanische Markt f\u00fcr einen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":83601,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[46,42,13687,95,90,89,91,94,44,93,92],"class_list":{"0":"post-83600","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-autoindustrie","11":"tag-business","12":"tag-companies","13":"tag-companies-markets","14":"tag-markets","15":"tag-maerkte","16":"tag-oesterreich","17":"tag-unternehmen","18":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116346016655423524","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83600","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=83600"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83600\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/83601"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=83600"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=83600"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=83600"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}