{"id":85982,"date":"2026-04-05T21:28:21","date_gmt":"2026-04-05T21:28:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/85982\/"},"modified":"2026-04-05T21:28:21","modified_gmt":"2026-04-05T21:28:21","slug":"europa-startet-offensive-gegen-microsoft-und-google-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/85982\/","title":{"rendered":"Europa startet Offensive gegen Microsoft und Google"},"content":{"rendered":"<p>Ein europ\u00e4isches Konsortium um IONOS und Nextcloud stellt mit Euro-Office eine souver\u00e4ne B\u00fcrosoftware vor. Die Tech-Preview ist verf\u00fcgbar und zielt auf die Marktf\u00fchrerschaft von Microsoft 365 und Google Workspace.<\/p>\n<p>Europas Tech-Riesen IONOS und Nextcloud stellen mit Partnern eine souver\u00e4ne B\u00fcrosoftware-Alternative vor. Die Tech-Preview ist ab sofort verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>In Berlin wurde am 27. M\u00e4rz 2026 ein entscheidender Schritt f\u00fcr Europas digitale Unabh\u00e4ngigkeit pr\u00e4sentiert: Euro-Office. Das neue, souver\u00e4ne B\u00fcrosoftware-Paket soll die Dominanz von Microsoft 365 und Google Workspace brechen. Ein Konsortium aus \u00fcber einem Dutzend europ\u00e4ischen Technologieunternehmen und Community-Organisationen steht hinter der Initiative. Seit dem 4. April 2026 k\u00f6nnen Beh\u00f6rden und Unternehmen eine erste Version auf GitHub testen. Das Ziel ist klar: eine sichere, unter europ\u00e4ischer Kontrolle stehende Alternative zu etablierten US-Plattformen zu schaffen.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Warum Millionen Deutsche kein Geld mehr f\u00fcr Microsoft Office ausgeben \u2014 diese kostenlose Alternative kann fast alles und bietet eine vollwertige Suite f\u00fcr Ihre t\u00e4gliche Arbeit. <a href=\"https:\/\/www.info.computerwissen-online.com\/open-source\/openoffice2\/?af=KOOP_CW_OS_DNV_YES_OPENOFFICE-STARTPAKET_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD1of2-EAID-818983\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Gratis OpenOffice Startpaket jetzt herunterladen<\/a><\/p>\n<p>Ein geb\u00fcndelter Angriff auf die Tech-Giganten<\/p>\n<p>Bisher war Europas Open-Source-Landschaft zersplittert. Euro-Office will das \u00e4ndern. Das Paket vereint Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Pr\u00e4sentationssoftware und einen PDF-Editor unter einem gemeinsamen Dach. Diese B\u00fcndelung soll endlich eine professionelle, geschlossene L\u00f6sung bieten. Entscheidend ist die Governance: Die Software bleibt unter europ\u00e4ischer Aufsicht. Das sch\u00fctzt vor dem Zugriff durch au\u00dfereurop\u00e4ische Gesetze wie den US CLOUD Act.<\/p>\n<p>\u201eDie technischen Bausteine gab es schon lange. Es fehlte der gemeinsame Wille, sie zu einem marktreifen Produkt zu formen\u201c, so die Initiatoren. Neben den Leitunternehmen IONOS und Nextcloud sind Partner wie OpenProject, XWiki und Open-Xchange beteiligt. Auch Eurostack, Soverin und Abilian unterst\u00fctzen das Projekt mit Ressourcen f\u00fcr Entwicklung und langfristigen Betrieb.<\/p>\n<p>Technik mit Fokus auf Kompatibilit\u00e4t<\/p>\n<p>Die technische Basis von Euro-Office ist ein Fork von OnlyOffice. Das Konsortium entschied sich f\u00fcr diesen Schritt, um einen transparenteren, gemeinschaftlich gesteuerten Entwicklungsprozess zu gew\u00e4hrleisten. Die gesamte Codebasis steht unter der GNU Affero General Public License (AGPL). Das erm\u00f6glicht tiefgehende Code-Inspektionen \u2013 eine Grundvoraussetzung f\u00fcr Hochsicherheitsbereiche wie Verteidigung oder Luft- und Raumfahrt.<\/p>\n<p>Ein Hauptaugenmerk liegt auf der nahtlosen Kompatibilit\u00e4t mit Microsoft-Formaten wie DOCX, XLSX und PPTX. Gleichzeitig werden Open Document Formats (ODF) voll unterst\u00fctzt. Die Benutzeroberfl\u00e4che ist bewusst an bekannte Office-Suiten angelehnt. So sollen Schulungsaufwand und Migrationsh\u00fcrden f\u00fcr Gro\u00dfkunden minimiert werden. In der aktuellen Tech-Preview werden vor allem mobile Anwendungen und die Dokumentendarstellung optimiert.<\/p>\n<p>R\u00fcckenwind durch den \u00f6ffentlichen Sektor<\/p>\n<p>Die Markteinf\u00fchrung kommt zu einem g\u00fcnstigen Zeitpunkt. Souver\u00e4ne Digital-L\u00f6sungen boomen in Europa. Nextcloud allein meldete 2025 \u00fcber zwei Millionen neue professionelle Nutzer. Die Buchungen f\u00fcr solche Dienste stiegen um mehr als 50 Prozent. Treiber sind Gro\u00dfprojekte im \u00f6ffentlichen Sektor.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Wer unabh\u00e4ngig von US-Softwaregiganten arbeiten m\u00f6chte, findet in bew\u00e4hrten Open-Source-L\u00f6sungen eine leistungsstarke und kostenlose Basis f\u00fcr den digitalen Alltag. <a href=\"https:\/\/www.info.computerwissen-online.com\/open-source\/openoffice2\/?af=KOOP_CW_OS_DNV_YES_OPENOFFICE-STARTPAKET_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD2of2-EAID-818983\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Kostenlose Office-Alternative ohne Lizenzkosten sichern<\/a><\/p>\n<p>Das franz\u00f6sische Bildungsministerium hat bereits 400.000 Mitarbeiter auf souver\u00e4ne Tools migriert. Das Ziel sind 1,2 Millionen Nutzer. In den Niederlanden versorgt die IT-Genossenschaft SURF 100.000 Nutzer aus Bildung und Forschung. Selbst das \u00f6sterreichische Wirtschaftsministerium setzt mit 1.200 Pl\u00e4tzen auf europ\u00e4ische Alternativen. Analysten sehen den Wunsch nach weniger Vendor-Lock-in und vorhersehbaren Kosten als Haupttreiber.<\/p>\n<p>Konflikte und ein \u00fcberf\u00fclltes Feld<\/p>\n<p>Doch der Start ist nicht reibungslos verlaufen. Bereits am 31. M\u00e4rz 2026 warf das OnlyOffice-Team dem Euro-Office-Konsortium Verst\u00f6\u00dfe gegen Lizenzbedingungen vor. Die bestehende Partnerschaft zwischen OnlyOffice und Nextcloud wurde suspendiert. Das zeigt die komplexen Fallstricke beim Forken etablierter Open-Source-Projekte.<\/p>\n<p>Zudem betritt Euro-Office ein \u00fcberf\u00fclltes Feld. Es muss sich gegen Projekte wie \u201eopenDesk\u201c des deutschen Zentrums f\u00fcr digitale Souver\u00e4nit\u00e4t (ZenDiS) oder die franz\u00f6sische \u201eLaSuite\u201c behaupten. Parallel startete im M\u00e4rz 2026 in Den Haag das Angebot Office.eu, das sich an KMU und Privatpersonen richtet. Euro-Office positioniert sich hingegen als hochwertige, community-gesteuerte L\u00f6sung f\u00fcr Gro\u00dfkunden.<\/p>\n<p>Kann Europa die Tech-Herrschaft brechen?<\/p>\n<p>Der Fahrplan f\u00fcr 2026 ist ambitioniert. Nach der Tech-Preview soll die stabile Version 1.0 im Sommer erscheinen. Priorit\u00e4ten sind Echtzeit-Kollaboration und die Integration in Plattformen wie Nextcloud Hub und die IONOS Enterprise Cloud. Nextcloud hat zudem 250 Millionen Euro F&amp;E-Investitionen f\u00fcr das souver\u00e4ne \u00d6kosystem in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren zugesagt.<\/p>\n<p>Der langfristige Erfolg h\u00e4ngt auch von der Politik ab. Die EU-Kommission hat ihr \u201eTech-Souver\u00e4nit\u00e4t\u201c-Paket auf Ende Mai 2026 verschoben. Euro-Office zeigt: Die Wirtschaft und nationale Regierungen handeln bereits. Die Marktherrschaft von Microsoft und Google umzusto\u00dfen, bleibt eine Herkulesaufgabe. Doch mit Euro-Office existiert erstmals eine ernstzunehmende europ\u00e4ische Exit-Strategie. Es ist der Lackmustest f\u00fcr Europas F\u00e4higkeit, seine digitale Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein europ\u00e4isches Konsortium um IONOS und Nextcloud stellt mit Euro-Office eine souver\u00e4ne B\u00fcrosoftware vor. Die Tech-Preview ist verf\u00fcgbar&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":85983,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[20703,76,32667,75,74,505,32669,32668,104,32670,7976,32671],"class_list":{"0":"post-85982","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-buerosoftware","9":"tag-eu","10":"tag-euro-office","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-google","14":"tag-ionos","15":"tag-konsortium","16":"tag-microsoft","17":"tag-nextcloud","18":"tag-offensive","19":"tag-tech-preview"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116354226944667056","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85982","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=85982"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85982\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/85983"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=85982"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=85982"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=85982"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}