{"id":8681,"date":"2026-02-23T15:40:08","date_gmt":"2026-02-23T15:40:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/8681\/"},"modified":"2026-02-23T15:40:08","modified_gmt":"2026-02-23T15:40:08","slug":"wir-sind-kein-klassischer-china-import-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/8681\/","title":{"rendered":"\u201eWir sind kein klassischer China-Import\u201c \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Mit Lynk &amp; Co kommt der neunte chinesische Autohersteller nach \u00d6sterreich. Europachef Appelgren im Interview \u00fcber die Positionierung, die Lektionen, die man bisher gelernt hat, und dar\u00fcber, was der Name eigentlich bedeutet. <\/p>\n<p>Ein neuer Monat, eine neue chinesische Automarke, die nach \u00d6sterreich kommt. Nach unter anderem <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/byd\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" co:=\"\" sind=\"\" kein=\"\" klassischer=\"\" china-import=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">BYD<\/a>, Omoda, Jaeccoo und Leapmotor ist es jetzt Lynk &amp; Co. Hinter der Marke steht der Hersteller <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/geely\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" co:=\"\" sind=\"\" kein=\"\" klassischer=\"\" china-import=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Geely<\/a>, zu dem auch die schwedische Marke <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/volvo\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" co:=\"\" sind=\"\" kein=\"\" klassischer=\"\" china-import=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Volvo<\/a> und der Elektroauto-Hersteller <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/polestar\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" co:=\"\" sind=\"\" kein=\"\" klassischer=\"\" china-import=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Polestar<\/a> geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Lynk, 2016 gegr\u00fcndet, kommt mit drei Pkw-Modellen nach \u00d6sterreich: dem 01 (ein Plug-in-Hybrid), dem vollelektrischen 02 und dem Flaggschiff der Marke, dem Lynk 08 (ebenfalls ein Plug-in-Hybrid; mehr zu den Autos im Auto-Motor-Teil der \u201ePresse\u201c in der Freitag-Ausgabe).<\/p>\n<p>Begonnen hat der chinesische Autobauer in ausgesuchten L\u00e4ndern in Europa im Jahr 2021 mit einem reinen Abo-Modell, kaufen konnte man die Autos nicht. Im vergangenen Jahr beendete der Hersteller die Abom\u00f6glichkeit, man konzentriert sich nun auf den Einzelhandel.   <\/p>\n<p>Im Interview erkl\u00e4rt Europa-Chef Nicolas Lopez Appelgren, was man aus den Fehlern beim Abomodell gelernt hat, er erkl\u00e4rt die Marke und die Strategie.<\/p>\n<p> Die Presse: Wenn ich richtig gerechnet habe, ist Lynk &amp; Co mittlerweile die neunte chinesische Automarke, die nach \u00d6sterreich kommt. Was unterscheidet sie von den acht anderen? <\/p>\n<p> Nicolas Lopez Appelgren: Das ist eine berechtigte Frage. Der entscheidende Punkt ist: Wir sind kein klassischer China-Import, wir sind keine Marke, die in China entwickelt wurde und dann einfach nach Europa exportiert wird. Wir verstehen uns als globales Gemeinschaftsprojekt. Unsere Fahrzeuge werden in G\u00f6teborg designt und entwickelt. Wir haben ein eigenes Forschungs- und Entwicklungszentrum, das Software und Hardware f\u00fcr den europ\u00e4ischen Markt anpasst.\u00a0 <\/p>\n<p>  Trotzdem: Die Autos werden in China gebaut. <\/p>\n<p> Ja, die Produktion findet in China statt \u2013 aber Entwicklung und Design erfolgen zu gro\u00dfen Teilen in Europa. Viele andere chinesische Marken werden prim\u00e4r f\u00fcr den chinesischen Markt konzipiert und dann nach Europa gebracht. Wir hingegen verstehen uns von Beginn an als internationale Marke. <\/p>\n<p>  Sie geh\u00f6ren gemeinsam mit Volvo und Zeekr zum gleichen Konzernumfeld, zu Geely. Warum sollte sich ein Kunde f\u00fcr Link &amp; Co entscheiden und nicht f\u00fcr Volvo, Polestar oder Zeekr? <\/p>\n<p> Wir besetzen ein ganz anderes Segment. Volvo und Polestar sind Premiummarken mit deutlich h\u00f6heren Preisen. Wir haben nicht den Anspruch, preislich mit Audi zu konkurrieren. Wir sehen uns eher auf Augenh\u00f6he mit Marken wie Cupra oder Kia. Unsere Zielgruppe ist j\u00fcnger und progressiver. <\/p>\n<p>  Und warum sollte ein Kunde einen Lynk kaufen und nicht einen Cupra oder Kia? <\/p>\n<p> Wir bringen Innovationen, die es dort so nicht gibt. Nehmen Sie unser Plug-in-Hybrid-Modell 08: Er schafft eine elektrische Reichweite von 200 Kilometern. Das ist ein echter Gamechanger. <\/p>\n<p>  Die 200 Kilometer sind doch mehr ein Marketinggag. Von Studien wissen wir, dass PHEV nur selten aufgeladen werden. <\/p>\n<p> Wir sehen bei unserem Modell 01, dass die Menschen \u00fcberwiegend elektrisch fahren. Gerade in Nordeuropa wird das Auto regelm\u00e4\u00dfig geladen. Mit einer elektrischen Reichweite von 200 Kilometern wird der Anreiz deutlich gr\u00f6\u00dfer, das ver\u00e4ndert das Nutzungsverhalten. <\/p>\n<p>  Apropos 01: Chinesische Marken werden mit dem Adjektiv g\u00fcnstig assoziiert. Das Kompakt-SUV kostet fast 40.000 Euro. Das ist eine ambitionierte Preisansage. <\/p>\n<p> Wenn man die Ausstattung vergleicht, bekommt man bei uns f\u00fcr 39.000 Euro ein sehr hochwertig ausgestattetes Fahrzeug. Ein vergleichbar ausgestatteter Cupra oder Kia liegt preislich deutlich h\u00f6her.\u00a0 <\/p>\n<p>  Lynk &amp; Co haben in Europa mit einem Abomodell begonnen, jetzt wird man eine klassische Kaufmarke.\u00a0Hat das Abo nicht funktioniert? <\/p>\n<p> Das Abomodell war gut f\u00fcr den Marktstart, damit wir bekannt und sichtbar werden. Aber operativ war es komplex. Wir haben beispielsweise untersch\u00e4tzt, wie wichtig Ersatzteilversorgung und Service sind. Deshalb gehen wir in \u00d6sterreich von Beginn an \u00fcber H\u00e4ndler und sind vollst\u00e4ndig in die Volvo-Teilelogistik und -Werkst\u00e4tten integriert. <\/p>\n<p>  Lynk bietet aktuell sowohl Elektro- als auch Plug-in-Hybridmodelle an. Wie wird man sich k\u00fcnftig ausrichten? <\/p>\n<p> Wir beobachten den Markt sehr genau. Rahmenbedingungen \u00e4ndern sich schnell \u2013 Regulierungen, Z\u00f6lle, Nachfrage. Den 08 mit dem gro\u00dfen Akku verstehen wir als Br\u00fccke zwischen zwei Welten. Der 02 ist vollelektrisch. Neue Batterietechnologien kommen. Unser Ziel ist es, jedes Jahr ein Modell neu einzuf\u00fchren oder deutlich zu \u00fcberarbeiten. <\/p>\n<p>  Was ist heuer Ihr Verkaufsziel in \u00d6sterreich und Europa? <\/p>\n<p> In \u00d6sterreich peilen wir mittelfristig 1000 Modelle an, in Europa rechnen wir heuer mit 20.000 bis 30.000 Neuzulassungen. <\/p>\n<p>  Was bedeutet eigentlich der Name Lynk &amp; Co? <\/p>\n<p> Ganz ehrlich: Am Anfang klang es einfach cool, so \u00e4hnlich wie Abercrombie &amp; Fitch. Nat\u00fcrlich kann man Lynk als den Link, die Verbindung zwischen Ost und West interpretieren. Und das Co steht einfach f\u00fcr die Kooperation, f\u00fcr die Zusammenarbeit auch mit den Kunden.\u00a0 <\/p>\n<p>                    Zur Person                               <img decoding=\"async\" class=\"figure__image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/_PM_7102.JPG\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"600\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\"\/>                                     <\/p>\n<p>\u2003Kevin Peng<\/p>\n<p>Nicolas Lopez Appelgren ist seit J\u00e4nner 2024 CEO von Lynk &amp; Co in Europa. Er ist seit 30 Jahren in der Autoindustrie t\u00e4tig und arbeitet zuvor als Head of Retail Operations bei Volvo Cars.<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit Lynk &amp; Co kommt der neunte chinesische Autohersteller nach \u00d6sterreich. 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