{"id":86878,"date":"2026-04-06T12:26:17","date_gmt":"2026-04-06T12:26:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/86878\/"},"modified":"2026-04-06T12:26:17","modified_gmt":"2026-04-06T12:26:17","slug":"bundesliga-augsburgs-michael-gregoritsch-erfaehrt-viel-lob-fuer-seine-ehrlichkeit-sport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/86878\/","title":{"rendered":"Bundesliga: Augsburgs Michael Gregoritsch erf\u00e4hrt viel Lob f\u00fcr seine Ehrlichkeit &#8211; Sport"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Nach einem Spiel, das keinen Helden verdient gehabt h\u00e4tte, war Michael Gregoritsch ein gefragter Mann. Wohin man auch schaute, die Aufregung in den Katakomben des Hamburger Volksparkstadions war seinetwegen gro\u00df. Und das kollektive Staunen ebenfalls. Insbesondere die anwesenden Reporter und Fernsehfachkr\u00e4fte schienen nach Schlusspfiff nur zwei Themen zu besch\u00e4ftigen: Was hatte sich Michael Gregoritsch blo\u00df dabei gedacht \u2013 und w\u00fcrde er wom\u00f6glich der erste Fu\u00dfballer sein, der mit Antritt des Feierabends das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommt?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Sogar Merlin Polzin, der sonst sehr sachliche Trainer des <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Hamburger_SV\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hamburger SV<\/a>, fasste Gregoritsch vor den Umkleidekabinen an die Schulter und fragte ungl\u00e4ubig nach: \u201eWas hast du gesagt? Dass es kein Foul war?\u201c Gregorisch\u2018 Antwort war aus ein paar Metern Distanz nur schwer zu verstehen, seine K\u00f6rperhaltung schien jedoch zu vermitteln: Ja, logisch, was auch sonst?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/bvb-vfb-bundesliga-li.3463286\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;turbulentes_ende_eines_nicht_gerade_turbulenten_spiels&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;bundesliga&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3463286&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;sport&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedesportbvb-vfb-bundesliga-li3463286\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/3c9efba4-671b-4d9b-aa7f-91fd1deaa671.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Stuttgart vs. BVB<\/p>\n<p>:Turbulentes Ende eines nicht gerade turbulenten Spiels<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">War das wirklich Borussia Dortmund? In Stuttgart zeigt der BVB eine r\u00e4tselhaft teilnahmslose Leistung \u2013 dass trotzdem ein 2:0-Erfolg herausspringt, liegt an drei Einwechselspielern.<\/p>\n<p>SZ PlusVon Sebastian Leisgang<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der Ausnahmezustand, der nach dem 1:1 zwischen dem HSV und dem <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/FC_Augsburg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">FC Augsburg<\/a> herrschte, erz\u00e4hlte zwar auch etwas \u00fcber die nicht gerade hochklassige Partie, w\u00e4hrend der kaum zu \u00fcbersehen war, dass sich zwei eher formschwache Teams gegen\u00fcberstanden. Er erz\u00e4hlte aber auch einiges \u00fcber die Sitten der Branche, denn eigentlich war ja nicht viel passiert: Kurz vor dem Halbzeitpfiff lieferten sich HSV-Spielmacher Fabio Vieira und Gregoritsch einen Zweikampf; dem ersten Anschein nach hatte Vieira ein Foul begangen, aufgrund des vermeintlichen Tatorts in unmittelbarer N\u00e4he des Hamburger Strafraums war auch die M\u00f6glichkeit eines Elfmeterpfiffs im Raum gestanden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In Wahrheit war es aber der Augsburger, der Vieira in die Hacken trat. Schiedsrichter Deniz Aytekin eilte daraufhin zum vermeintlich Gefoulten, der sich am Seitenaus behandeln lie\u00df, und holte dessen Einsch\u00e4tzung ein. Dessen Antwort lautete nach \u00fcbereinstimmenden Augen- und Ohrenzeugenberichten: kein Foul. Eine ehrliche Einsch\u00e4tzung, die letztlich ma\u00dfgeblich f\u00fcr Aytekin war, sein urspr\u00fcngliches Urteil (Foul von Vieira) zu revidieren.<\/p>\n<p>Aus moralischer Perspektive hatte Gregoritsch blo\u00df getan, was er tun musste<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Gregoritsch hatte in Zeiten der Stadionvollausleuchtung mit mehreren Dutzend Fernsehkameras nicht mehr getan, als auf Nachfrage nicht zu l\u00fcgen \u2013 eine eigentliche Selbstverst\u00e4ndlichkeit, die ihn hernach von Spielern, Verantwortlichen und Beobachtern nahezu in den Rang eines Schutzheiligen man\u00f6vrierte. \u201eChapeau ans Gregerl\u201c, sagte auch Augsburgs Trainer Manuel Baum. Davon abgesehen war er f\u00fcr Sentimentalit\u00e4ten eher nicht zu haben. \u201eIch finde es nicht gut, dass der Schiedsrichter den Spieler fragt\u201c, f\u00fchrte der Coach weiter aus: \u201eWas w\u00e4re denn gewesen, wenn er gesagt h\u00e4tte, dass es ein Foul war? Dann w\u00e4re er jetzt der Buhmann.\u201c Der Schiedsrichter, so Baum, solle die \u201eVerantwortung nicht auf den Spieler abschieben\u201c, denn: \u201eDaf\u00fcr ist der Schiedsrichter da. Ich w\u00fcrde die Spieler da nicht in die Bredouille bringen und nachfragen.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Aus moralischer Perspektive hatte Gregoritsch also getan, was er tun musste. Aus fu\u00dfballerischer Perspektive f\u00fcgte sich der Angreifer allerdings passgenau ins sonstige Geschehen ein: Beide Teams schafften es nur sehr vereinzelt, das jeweils andere Team unter Druck zu setzen; Hamburg und Augsburg lieferten sich eines dieser kampfbetonten Duelle, die es in dieser Saisonphase h\u00e4ufig zu sehen gibt. Viel Fehlervermeidung, wenig Risiko \u2013 obschon sich Fehler nicht ganz verhindern lie\u00dfen. Die erste H\u00e4lfte ging optisch an die Augsburger, nicht zuletzt deshalb, weil der HSV in dieser ersten H\u00e4lfte nur sehr punktuell in die gef\u00e4hrlichen Zonen gelangte und sich durch zahlreiche Ungenauigkeiten selbst aus dem Spiel nahm.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eDamit war ich nicht einverstanden\u201c, sagte Coach Polzin: \u201eWir waren zu fahrig, hatten zu wenig tiefe Laufwege.\u201c Die Augsburger F\u00fchrung durch Arthur Chaves (23. Minute) war zu diesem Zeitpunkt jedenfalls sehr verdient. Nach Schlusspfiff sollte dies jedoch nicht mehr der Fall sein, weil die Teams quasi mit Start der zweiten H\u00e4lfte ihr jeweiliges Konzentrationslevel tauschten: Nun waren es die Augsburger, denen wenig bis gar nichts gelang; nicht mal in \u00dcberzahl, nachdem Hamburgs Au\u00dfenverteidiger Miro Muheim nach einem etwas dilettantischen Stolperer und einer darauffolgenden Notbremse mit Rot vom Platz gestellt wurde (64.).<\/p>\n<p>Beim HSV steht pl\u00f6tzlich Robert Glatzel wieder in der Startelf<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Im Gegenteil: Nach Ansicht von Augsburgs Trainer Baum habe in der Schlussviertelstunde \u201eChaos\u201c geherrscht \u2013 und das sei in dieser Phase insbesondere selbstverschuldet gewesen, wie der Coach zudem monierte. Zuvor war dem HSV durch einen Distanztreffer von Ransford K\u00f6nigsd\u00f6rffer bereits der Ausgleich (60.) gelungen, vorausgegangen war eine schicke Kombination, an der sich auch dessen Sturmkollege Robert Glatzel ma\u00dfgeblich beteiligt hatte. Hierbei handelte es sich durchaus um eine Nachricht: Glatzel ist Publikumsliebling, z\u00e4hlte in dieser Saison aber nicht gerade zu den Lieblingsst\u00fcrmern des Trainers Polzins, weshalb er zumeist zwischen Ersatzbank und Trib\u00fcne umherpendelte. Zur Not wurden ihm auch erschreckend formschwache Konkurrenten wie Winterzugang Damien Downs vorgezogen, die Begr\u00fcndung lautete: Glatzel sei nun mal kein begnadeter Anl\u00e4ufer, auch f\u00fcr Kontersituationen sei er aufgrund fehlender Geschwindigkeit eher nicht geeignet.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Alles valide Punkte, nur: Glatzel kann B\u00e4lle annehmen, behaupten und gef\u00e4hrlich aufs Tor schie\u00dfen \u2013 alles Standardfertigkeiten eines Bundesligast\u00fcrmers, die bei den anderen Hamburger St\u00fcrmern jedoch nicht standardm\u00e4\u00dfig zu sehen waren. Auch Glatzel war das wohl aufgefallen, weshalb er der Hamburger Morgenpost j\u00fcngst eine Art Mini-Manuel-Neuer-Interview gab: ohne Autorisierung des Vereins, inklusive dargelegten Unverst\u00e4ndnis seiner Situation. Glatzel wurde daraufhin f\u00fcr ein Spiel suspendiert und mit einer Geldstrafe belegt, umso \u00fcberraschender war es, dass er pl\u00f6tzlich in der Hamburger Startelf stand.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Selbst hatte er damit nicht gerechnet, sagte Glatzel: \u201eAber <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Fu%C3%9Fball\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fu\u00dfball<\/a> ist verr\u00fcckt. Es ist sehr, sehr sch\u00f6n, dass ich wieder spielen durfte.\u201c Polzin lobte Glatzels \u201eguten Auftritt\u201c und seine St\u00e4rken als \u201eWandspieler\u201c. Letzteres ist eigentlich keine sonderlich neue Beobachtung. Weil der HSV nur eines seiner letzten sieben Spiele gewonnen hat, handelt es sich hierbei jedoch wohl um eine Tatsache, die Polzin im Saisonendspurt nicht l\u00e4nger ignorieren kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach einem Spiel, das keinen Helden verdient gehabt h\u00e4tte, war Michael Gregoritsch ein gefragter Mann. 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