{"id":89049,"date":"2026-04-07T16:26:14","date_gmt":"2026-04-07T16:26:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/89049\/"},"modified":"2026-04-07T16:26:14","modified_gmt":"2026-04-07T16:26:14","slug":"hormus-blockade-bringt-russland-milliardenschwere-zusatzerloese","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/89049\/","title":{"rendered":"Hormus-Blockade bringt Russland milliardenschwere Zusatzerl\u00f6se"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/putin-1446.jpg\" alt=\"Wladimir Putin\" title=\"Wladimir Putin | picture alliance \/ ZUMAPRESS.com\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 07.04.2026 \u2022 10:15 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Die faktische Sperrung der Stra\u00dfe von Hormus treibt \u00d6l-, Gas- und D\u00fcngerpreise. Nach aktuellen Berechnungen erzielt Russland dadurch milliardenschwere Zusatzeinnahmen.\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die faktische Sperrung der Stra\u00dfe von Hormus beschert Russland nach Berechnungen der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer monatlich Zusatzeinnahmen von mehr als zehn Milliarden Euro aus dem Export von \u00d6l, Gas und D\u00fcnger. &#8222;Russland ist damit der gro\u00dfe Gewinner des neuen Krieges im Nahen Osten&#8220;, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kammer, Matthias Schepp, der Nachrichtenagentur dpa in Moskau.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Russland profitiere von den gestiegenen Rohstoffpreisen auf dem Weltmarkt, weil es seine Ausfuhren \u00fcber andere Routen abwickele. Das alles k\u00f6nne dem Land einen &#8222;unverhofften Geldsegen in historischem Ausma\u00df bescheren&#8220;, sagte Schepp.<\/p>\n<p>    \u00d6lpreis steigt deutlich &#8211; Russland kassiert mit<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Besonders stark wirkt sich laut der Kammer der h\u00f6here \u00d6lpreis aus. Der Preis f\u00fcr Roh\u00f6l der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni stieg zum Wochenstart auf mehr als 111 Dollar je Barrel. Das sind fast 40 Dollar mehr als vor Beginn des Krieges.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr den russischen Staatshaushalt ist das bedeutsam, weil er stark von \u00d6l- und Gaseinnahmen abh\u00e4ngt. Im Etat ist derzeit ein Preis von 59 Dollar je Barrel angesetzt. Vor dem Iran-Krieg hatte Russland wegen eines niedrigeren \u00d6lpreises noch ein Defizit ausgewiesen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei einem \u00d6lpreis von rund 100 Dollar je Barrel kann Russland laut der Kammer gegen\u00fcber dem Haushaltsplan mit einem Milliardenplus rechnen. Allein aus \u00d6l und Gas seien beim aktuellen Preisniveau rund 50 Milliarden Dollar Mehreinnahmen pro Jahr m\u00f6glich.<\/p>\n<p>    Rohstoffexporte finanzieren auch den Ukraine-Krieg<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Kammer verweist darauf, dass Russland mit den Einnahmen aus dem Rohstoffverkauf auch seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine finanziert. In Moskau gebe es bereits Hoffnungen auf einen \u00d6lpreis von 200 Dollar je Barrel. Dann l\u00e4gen die Einnahmen laut der deutsch-russischen Auslandshandelskammer bei 350,4 Milliarden Dollar &#8211; und damit 247 Milliarden Dollar \u00fcber dem im Haushalt geplanten Wert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zwar haben mehrere Staaten wegen des Kriegs gegen die Ukraine Sanktionen verh\u00e4ngt und beziehen deutlich weniger russische Rohstoffe; doch mit vielen L\u00e4ndern treibt Russland nach wie vor normalen Handel.<\/p>\n<p>    Deutschland drohen \u00d6l- und Gas-Mehrkosten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch f\u00fcr Deutschland h\u00e4tte der Preisanstieg sp\u00fcrbare Folgen. Die deutsche \u00d6limportrechnung k\u00f6nnte bei einem Preis von 100 Dollar je Barrel auf mehr als 60 Milliarden Euro steigen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zusammen mit h\u00f6heren Gaskosten drohe der Industrie ein Kostenschock, der die erhoffte wirtschaftliche Erholung im Jahr 2026 zunichtemachen k\u00f6nne, sagte Energieexperte Thomas Baier von der Kammer.<\/p>\n<p>    D\u00fcngerpreise belasten Landwirtschaft zus\u00e4tzlich<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch beim D\u00fcnger erwartet die Kammer derweil h\u00f6here Einnahmen f\u00fcr Russland. In einem mittleren Szenario seien bis zu 8,9 Milliarden Euro zus\u00e4tzlich m\u00f6glich. Auf deutscher Seite drohten Landwirtschaftsbetrieben dagegen Mehrkosten von 36 bis 145 Euro pro Hektar Ackerland und Jahr.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer ist nach eigenen Angaben mit 750 Mitgliedern der gr\u00f6\u00dfte ausl\u00e4ndische Wirtschaftsverband in Russland.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 07.04.2026 \u2022 10:15 Uhr Die faktische Sperrung der Stra\u00dfe von Hormus treibt \u00d6l-, Gas- und D\u00fcngerpreise. 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