{"id":8995,"date":"2026-02-23T18:56:12","date_gmt":"2026-02-23T18:56:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/8995\/"},"modified":"2026-02-23T18:56:12","modified_gmt":"2026-02-23T18:56:12","slug":"russische-truppen-geortet-ukrainische-hacker-nutzten-angeblich-starlink-sperre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/8995\/","title":{"rendered":"Russische Truppen geortet: Ukrainische Hacker nutzten angeblich Starlink-Sperre"},"content":{"rendered":"<p>              Russische Truppen geortet: Ukrainische Hacker nutzten angeblich Starlink-Sperre<\/p>\n<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Starlink-ban-and-hacker-trap-Russia-s-digital-front-is-crumbling-11185421.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Lange Zeit nutzten russische Einheiten das Starlink-Satellitensystem von SpaceX intensiv, obwohl das Unternehmen von Elon Musk den Dienst f\u00fcr Russland offiziell blockiert hatte. \u00dcber Drittstaaten und illegale Wege gelangten die markanten wei\u00dfen Empf\u00e4nger in die H\u00e4nde der Invasoren. Diese verwendeten sie in den besetzten Gebieten der Ukraine, um eine stabile und abh\u00f6rsichere Kommunikation zu gew\u00e4hrleisten und so etwa Drohnenschl\u00e4ge durchzuf\u00fchren. Die konsequente Abschaltung der illegal genutzten Terminals Anfang Februar bringt das russische Milit\u00e4r jetzt jedoch in Erkl\u00e4rungsnot und es droht ein taktisches Desaster.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Zwischen Beruhigungspille und Front-Realit\u00e4t<\/p>\n<p>Offiziell gibt sich Moskau gewohnt unbeeindruckt. Der stellvertretende Verteidigungsminister Aleksej Kriworutschko betonte im russischen Fernsehen, die Deaktivierung habe keinerlei Einfluss auf die Einsatzf\u00e4higkeit. Die Kommunikation sei \u00fcber eigene, gesch\u00fctzte Kan\u00e4le gesichert. Unter Experten und Beobachtern wird diese Aussage jedoch als reine Schutzbehauptung gewertet. Dass die Realit\u00e4t an der Front eine andere ist, belegen Berichte russischer Milit\u00e4r-Blogger, die oft \u00fcber direkte Kontakte mit den Truppen verf\u00fcgen. Dort sei von ernsthaften Problemen die Rede, da viele Einheiten ihre taktische Koordinierung fast vollst\u00e4ndig auf die zuverl\u00e4ssige Starlink-Verbindung gest\u00fctzt hatten.<\/p>\n<p>Die Folgen dieser digitalen Funkstille zeigten sich schnell auf der Landkarte. Analysten des US-amerikanischen Institute for the Study of War (ISW) sehen einen direkten Zusammenhang zwischen den Kommunikationsschwierigkeiten und j\u00fcngsten ukrainischen Erfolgen. In der Region Saporischschja gelang es demnach der ukrainischen Armee, durch gezielte Gegenst\u00f6\u00dfe rund 300 Quadratkilometer Territorium zur\u00fcckzuerobern. Ohne die gewohnte Echtzeitvernetzung durch Starlink scheint die russische Verteidigung an entscheidenden Stellen zu langsam und unkoordiniert zu reagieren.<\/p>\n<p>Whitelist als scharfe Trennlinie<\/p>\n<p>Die regul\u00e4ren ukrainischen Truppen k\u00f6nnen ihre Ger\u00e4te \u00fcber eine \u201eWhitelist\u201c des Verteidigungsministeriums und eine Einzelfreischaltung durch SpaceX weiterhin problemlos gebrauchen. Cyber-Aktivisten, die sich f\u00fcr Kiew starkmachen, haben die Verzweiflung auf der Gegenseite nun f\u00fcr ein Husarenst\u00fcck genutzt. Hacker der \u201e256. Cyber-Sturmdivision\u201c, einer seit der Krim-Annexion 2014 aktiven Privatinitiative, stellten den russischen Einheiten <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/starlink-russland-reaktionen-100.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">laut der Tagesschau<\/a> eine Falle.<\/p>\n<p>\u00dcber den Messenger Telegram gaben sich Vertreter der Online-B\u00fcrgerwehr als korrupte Helfer oder Insider aus, die gegen Bezahlung gesperrte Starlink-Terminals wieder aktivieren k\u00f6nnten. Russische Soldaten, die h\u00e4nderingend auf der Suche nach einer stabilen Leitung sind, sind angeblich in Scharen in die Falle getappt. Um die vermeintliche Freischaltung vorzubereiten, fragten die Hacker demnach sensible Daten ab \u2013 darunter die exakten Standorte der Ger\u00e4te. Trotz anf\u00e4nglicher Skepsis einiger Soldaten lieferten dem Bericht zufolge fast 1500 Einheiten ihre Geodaten an die vermeintlichen Dienstleister.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>T\u00f6dliche Geodaten statt stabiler Verbindung<\/p>\n<p>Das Ergebnis war f\u00fcr die Aktivisten selbst \u00fcberraschend umfangreich: Binnen einer Woche verf\u00fcgten sie \u00fcber ein pr\u00e4zises Zielverzeichnis russischer Stellungen, schreibt die Tagesschau. Dieses h\u00e4tten sie umgehend an die ukrainische Artillerie weitergeleitet. Neben dem milit\u00e4rischen Schaden habe die Aktion einen massiven psychologischen Effekt erzielt. In abgeh\u00f6rten Funkspr\u00fcchen sollen russische Soldaten panische Angst davor ge\u00e4u\u00dfert haben, ihre Starlink-Ger\u00e4te \u00fcberhaupt noch einzuschalten. Sie seien besorgt gewesen, damit ihr eigenes Todesurteil zu unterschreiben.<\/p>\n<p>Als zus\u00e4tzlichen Erfolg verbuchten die Hacker rund 6000 US-Dollar in Kryptow\u00e4hrungen, hei\u00dft es. Diese h\u00e4tten sie den russischen Offizieren f\u00fcr die \u201eDienstleistung\u201c abgekn\u00f6pft und das Geld anschlie\u00dfend an die ukrainische Armee gespendet.<\/p>\n<p>Zwar wird die russische Armee versuchen, auf alternative Kommunikationswege auszuweichen, doch Experten sind sich einig, dass diese weder die Stabilit\u00e4t noch die Abh\u00f6rsicherheit des Satellitensystems von SpaceX erreichen. F\u00fcr Moskau bedeutet der Verlust des Starlink-Zugangs nicht nur eine technische Schw\u00e4chung. Dazu kommt das indirekte Eingest\u00e4ndnis, dass die eigene milit\u00e4rische Infrastruktur den Anforderungen eines hochmodernen vernetzten Krieges ohne westliche Technologie kaum gewachsen ist.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:nie@heise.de\" title=\"Nico Ernst\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nie<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Russische Truppen geortet: Ukrainische Hacker nutzten angeblich Starlink-Sperre close notice This article is also available in English. 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