{"id":91330,"date":"2026-04-08T18:24:06","date_gmt":"2026-04-08T18:24:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/91330\/"},"modified":"2026-04-08T18:24:06","modified_gmt":"2026-04-08T18:24:06","slug":"erwin-zankel-ist-tot-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/91330\/","title":{"rendered":"Erwin Zankel ist tot \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Erwin Zankel, langj\u00e4hriger Chefredakteur der \u201eKleinen Zeitung\u201c, ist im Alter von 85 Jahren verstorben. Er pr\u00e4gte Zeitung und Land, war ein Mann von umfassender Expertise und politischem Scharf- und Weitblick.  <\/p>\n<p>Er war ein Mann von umfassendem Wissen, humorvoll, um nicht zu sagen spitzb\u00fcbisch, ein leidenschaftlicher Fan des SK Sturm Graz, ein noch leidenschaftlicherer Zeitungsmacher, nahezu rund um die Uhr in der Redaktion. Nun ist Erwin Zankel kurz nach Vollendung seines 85. Lebensjahres in Graz verstorben. Als langj\u00e4hriger Chefredakteur der \u201eKleinen Zeitung\u201c hatte er das Blatt zur Nummer zwei in \u00d6sterreich gemacht, der Auflagenzahl nach. <\/p>\n<p>Zankel war ein B\u00fcrgerlicher, christlich-sozial bis konservativ, aber einer mit \u00c4quidistanz zu allen Parteien. Es machte ihm sogar eine \u2013 spitzb\u00fcbische \u2013 Freude, wenn sich Politiker, egal welcher Couleur, \u00fcber seine Kommentare \u00e4rgerten. Fundiert waren sie immer. Denn Zankel verband wie kaum ein Zweiter politisches mit wirtschaftlichem Wissen. Er war auch Experte f\u00fcr die Verstaatlichte Industrie.<\/p>\n<p>Zankel las alles, Zankel wusste alles, \u00fcber politische und wirtschaftliche Verflechtungen, auch private, nicht alles wurde auch niedergeschrieben. Die schwarz-blaue \u201eWenderegierung\u201c von Bundeskanzler Wolfgang Sch\u00fcssel unterst\u00fctzte er, kritisierte aber auch, was zu kritisieren war. Und das war auch aus Zankels Perspektive nicht wenig. Aber es war ihm wichtig, dass es eine Alternative zur \u201eewigen\u201c rot-schwarzen Koalition gab. <\/p>\n<p>Wirtschaftlich gepr\u00e4gt wurde er schon in seinem Elternhaus. Sein Vater war Direktor der Johann Pengg AG. Nach dem Besuch des Realgymnasiums in Bruck an der Mur studierte Zankel Rechtswissenschaften an der Karl-Franzens-Universit\u00e4t Graz. Er engagierte sich in der \u00d6H und gab eine Studentenzeitschrift mit heraus. Nach dem Abschluss des Studiums war er ein Jahr lang Pressereferent der \u00d6VP Steiermark. <\/p>\n<p>1965 begann er seine Karriere in der \u201eKleinen Zeitung\u201c. Er schrieb vor allem \u00fcber Landespolitik, aber auch \u00fcber Innenpolitik. Am 1. Mai 1982 wurde er zum Ressortchef f\u00fcr Innenpolitik ernannt, am 4. November 1994 zum stellvertretenden Chefredakteur der Kleinen Zeitung. Mit seinem Namen verbunden war auch die landespolitische Kolumne \u201eHakelzieh\u2018n\u201c.<\/p>\n<p>Mit 1. J\u00e4nner 1998 wurde er zum Chefredakteur und Verlagsleiter der \u201eKleinen Zeitung\u201c Graz\/Klagenfurt bestellt. Von September 1999 bis zu seiner Pensionierung Ende M\u00e4rz 2006 war er auch Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der \u201eKleinen Zeitung\u201c. Nach seiner Pensionierung schrieb er weiterhin politische Kolumnen in \u201eseiner\u201c Zeitung. Erwin Zankel hinterl\u00e4sst eine Ehefrau und eine Tochter, die ebenfalls in der \u201eKleinen Zeitung\u201c t\u00e4tig ist. <\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Erwin Zankel, langj\u00e4hriger Chefredakteur der \u201eKleinen Zeitung\u201c, ist im Alter von 85 Jahren verstorben. 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