{"id":92850,"date":"2026-04-09T13:20:07","date_gmt":"2026-04-09T13:20:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/92850\/"},"modified":"2026-04-09T13:20:07","modified_gmt":"2026-04-09T13:20:07","slug":"schwerpunkt-von-leos-afrikareise-wird-der-friede-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/92850\/","title":{"rendered":"\u201eSchwerpunkt von Leos Afrikareise wird der Friede sein\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Bei seiner bevorstehenden Reise nach Afrika wird Leo XIV. den Akzent vor allem auf das Thema Frieden legen. Davon ist Weronika Vogel vom katholischen Missionswerk Missio Aachen \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-03\/papst-leo-xiv-afrika-programm-logo-motto-reise-veroeffentlicht.html\" title=\"Papst in Afrika: Programm der Apostolischen Reise ver\u00f6ffentlicht\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/ansa\/2026\/03\/15\/20\/1773601304936.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Papst in Afrika: Programm der Apostolischen Reise ver\u00f6ffentlicht\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Der Vatikan hat am Montag das offizielle Programm f\u00fcr die dritte gro\u00dfe Auslandsreise von Papst Leo XIV. ver\u00f6ffentlicht. Vom 13. April bis zum 23. April wird der Pontifex Algerien, &#8230;\n     <\/p>\n<p>In einem Interview mit Radio Vatikan berichtete Vogel von hohen Erwartungen an den Gast aus Rom speziell in Kamerun. Missio-Projektpartner im Land hielten es f\u00fcr denkbar, dass es nach Leos Visite zu konkreten Fortschritten bei der Ausss\u00f6hnung zwischen dem franz\u00f6sischsprachigen Zentralstaat und den englischsprachigen Regionen kommen werde. Der seit Jahrzehnten andauernde Konflikt hat allein seit 2017, als er das letzte Mal hochkochte, mehr als 6.000 Todesopfer gefordert.<\/p>\n<p>Interview <\/p>\n<p>Erste Afrikareise von Papst Leo XIV. \u2013 vier afrikanische L\u00e4nder stehen auf dem Programm, n\u00e4mlich Algerien, Angola, Kamerun sowie \u00c4quatorialguinea. Gibt es denn etwas Verbindendes zwischen diesen L\u00e4ndern und den Kirchen dort, oder ist das alles ganz unterschiedlich?<\/p>\n<p>\u201eZumindest f\u00fcr Algerien, Angola und Kamerun besteht die Besonderheit darin, dass der Fokus der Papstreise sehr stark auf Frieden liegt. Und bei Algerien liegt der Akzent voraussichtlich besonders auf dem christlich-muslimischen Dialog. Papst Leo ist tats\u00e4chlich der erste Papst, der Algerien besucht, was ein sehr bedeutendes Zeichen f\u00fcr diesen christlich-muslimischen Dialog ist. In Algerien sind 98 der Bev\u00f6lkerung Prozent muslimisch gepr\u00e4gt.\u201c<\/p>\n<p>Sie kennen speziell Kamerun gut: Dort sind 38 Prozent der Bev\u00f6lkerung katholisch, und insgesamt gibt es dort eine gro\u00dfe Mehrheit von 69 Prozent Christen\u2026<\/p>\n<p>\u201eWenn man auf Kamerun spezifisch schaut, ist es sehr besonders, dass der Papst nicht nur die Hauptstadt Yaound\u00e9 besucht, sondern auch Bamenda und Douala; Bamenda liegt in der anglophonen Region von Kamerun. Es gibt seit mehreren Jahren einen Konflikt zwischen der anglophonen und der frankophonen Region, der auch in einen B\u00fcrgerkrieg ausgeartet ist, und in dieser Hinsicht ist es etwas Besonderes, dass Papst Leo nach Bamenda reist. Ich habe k\u00fcrzlich erst Partnerinnen und Partner vor Ort besucht und sie gefragt, was sie sich von dieser Papstreise erhoffen: Sie sehen es als sehr gro\u00dfes Hoffnungszeichen, dass der Heilige Vater eigens auch nach Bamenda kommt. Dazu haben sie mir gesagt: \u201aAngesichts dieser hohen Erwartungen an den Papstbesuch ist es denkbar, dass es nach diesem Besuch zu einer sichtbaren, positiven Ver\u00e4nderung kommt, weil die Verantwortlichen vielleicht doch endlich einmal dauerhafte L\u00f6sungen f\u00fcr die Herausforderungen finden, denen die Gesellschaft gerade gegen\u00fcbersteht\u2018.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2025\/11\/08\/2025-11-08-s-e--il-signor-matamela-cyril-ramaphosa--presidente-d\/1762588298916.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Papst Leo XIV. im Vatikan bei einer Begegnung mit dem s\u00fcdafrikanischen Pr\u00e4sidenten Cyril Ramaphosa\" title=\"Papst Leo XIV. im Vatikan bei einer Begegnung mit dem s\u00fcdafrikanischen Pr\u00e4sidenten Cyril Ramaphosa\"\/><\/p>\n<p>\n   Papst Leo XIV. im Vatikan bei einer Begegnung mit dem s\u00fcdafrikanischen Pr\u00e4sidenten Cyril Ramaphosa \u00a0 (@VATICAN MEDIA)\n  <\/p>\n<p>\u201eDie Menschen sehen es einfach als Hoffnungszeichen, dass er kommt\u201c<\/p>\n<p>Die Menschen sehen es einfach als Hoffnungszeichen, dass er dorthin kommt; sie sehnen sich nach Worten der Hoffnung, der Ermutigung, der Gerechtigkeit und des Friedens. Gerade die vielen Familien, die durch den Konflikt in der anglophonen Region gepr\u00e4gt sind, w\u00fcnschen sich Vers\u00f6hnung und erhoffen sich, dass der Papst, wenn er dort hinkommt, etwas dazu sagen wird \u2013 und auch generell, dass seine blo\u00dfe Anwesenheit als Zeichen der Vers\u00f6hnung ausgelegt und gedeutet werden kann.\u201c<\/p>\n<p>Bleiben wir einen Moment bei Kamerun. Wissen denn die normalen Leute auf der Stra\u00dfe, dass der Papst kommt? Sind die neugierig? Haben die vor, hinzugehen, wenn er irgendwo auftritt, oder gucken die sich das am Fernsehen an? Oder ist die Reise jetzt noch gar kein Thema?<\/p>\n<p>\u201eDie Leute freuen sich schon sehr darauf, dass der Papst kommt! Ich war ungef\u00e4hr einen Monat vor seinem Besuch in Kamerun, und \u00fcberall merkt man: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Stra\u00dfen werden erneuert, damit der Papst dort langfahren kann; Menschen bereiten sich vor und \u00fcberlegen, wer ihn treffen wird, und haben schon vor, hinzugehen und sich den Papst auch mal aus der N\u00e4he anzuschauen, soweit das m\u00f6glich ist. Es ist f\u00fcr die Menschen sehr, sehr wichtig \u2013 nicht allein f\u00fcr die katholische, sondern f\u00fcr die gesamte Bev\u00f6lkerung \u2013, dass ein Papst nach doch einer l\u00e4ngeren Zeit mal wieder Kamerun besucht.\u201c<\/p>\n<p>\n   Warum der Papst nach Afrika reist: Interview von Radio Vatikan mit W. Vogel (Missio Aachen)\n  <\/p>\n<p>\u201eIn der Praxis ist das Sprachproblem tats\u00e4chlich sehr gravierend\u201c<\/p>\n<p>Sie haben eben dargestellt, dass es einen schwelenden B\u00fcrgerkrieg, eine schwelende Auseinandersetzung gibt zwischen der franz\u00f6sischen Mehrheit und der englischsprachigen Minderheitsgesellschaft in Kamerun. Geht diese Bruchlinie eigentlich auch durch die katholische Kirche hindurch?<\/p>\n<p>\u201eDie katholische Kirche versucht sehr, sich als Vermittlerin zwischen diesen Konfliktgruppen zu bet\u00e4tigen, weil nat\u00fcrlich auch im anglophonen Teil sehr viele Menschen katholisch sind. Dort liegen auch mehrere Di\u00f6zesen, mit denen Missio Aachen schon l\u00e4nger zusammenarbeitet. Trotzdem ist es in der Praxis manchmal nicht einfach, weil der anglophone Teil auch Beschr\u00e4nkungen unterliegt, was zum Beispiel Ausgangszeiten betrifft. In der Praxis ist das Sprachproblem tats\u00e4chlich sehr gravierend, einfach weil sehr viele aus dem anglophone Teil nicht unbedingt Franz\u00f6sisch k\u00f6nnen, und umgekehrt. In der Praxis ist es also manchmal schwierig, aber die Kirche engagiert sich im Bereich der Vers\u00f6hnung: Die frankophonen Teile unterst\u00fctzen etwa die anglophonen Teile finanziell, und ich habe schon den Eindruck, dass dort zusammengearbeitet wird. Dennoch: Im Endeffekt sind es alles betroffene Menschen, und man merkt nat\u00fcrlich schon, dass manche Teile dieses Konfliktes sich auch auf die Kirche auswirken.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/reuters\/2018\/12\/08\/23\/faithful-attend-the-beatification-ceremony-fo-1544308735968.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Seligsprechung von M\u00e4rtyrern in Oran (Algerien) im Jahr 2018\" title=\"Seligsprechung von M\u00e4rtyrern in Oran (Algerien) im Jahr 2018\"\/><\/p>\n<p>\n   Seligsprechung von M\u00e4rtyrern in Oran (Algerien) im Jahr 2018\n  <\/p>\n<p>\u201eKatholiken sind in Algerien eine sehr kleine Minderheit, aber trotzdem gepr\u00e4gt durch die Pr\u00e4senz des heiligen Augustinus\u201c<\/p>\n<p>Schauen wir noch mal kurz auf zwei weitere Reisel\u00e4nder. In Algerien f\u00e4ngt die Visite von Leo XIV. an, ein mehrheitlich islamisches Land mit einer ganz kleinen Kirche. Sie haben da auch ein Projekt; wie sieht es denn aus Ihrer Warte in Algerien aus?<\/p>\n<p>\u201eEs gibt staatlicherseits schon sp\u00fcrbare Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr nichtmuslimische Religionsaus\u00fcbung; es sind auch Schlie\u00dfungen von Kirchen und Druck auf christliche Gemeinden dokumentiert. Doch in den vier Di\u00f6zesen in Algerien gibt es auch immer wieder Projekte zur Ausbildung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, von Katecheten und Katechetinnen; in diesem Bereich gibt es ein starkes Engagement. Wie gesagt: Katholiken sind eine sehr kleine Minderheit, nur wenige tausend Menschen, aber trotzdem gepr\u00e4gt durch die Pr\u00e4senz des heiligen Augustinus \u2013 und das ist ja gerade deswegen interessant, weil Papst Leo XIV. selbst Augustiner ist! Umso sch\u00f6ner ist es, dass er jetzt als erster Papst Algerien besucht.\u201c<\/p>\n<p>Werfen wir zu guter Letzt noch einen Blick nach Angola: portugiesischsprachig, ein sehr reiches Land (Luanda ist offenbar, wenn ich das richtig gegoogelt habe, die teuerste Stadt der Welt!). Was k\u00f6nnen Sie mir denn \u00fcber Angola und die Kirche dort sagen?<\/p>\n<p>\u201eIn Angola ist die Kirche historisch durch den portugiesischen Einfluss und die portugiesische Kolonialmacht sehr stark verwurzelt. Die Kirche tr\u00e4gt dort sehr viele soziale Dienste und Vers\u00f6hnungsarbeit, auch nach dem B\u00fcrgerkrieg; und dort sind 41 Prozent r\u00f6misch-katholisch, also schon relativ viele. Der Papst wird in Angola eines der Marien-Heiligt\u00fcmer besuchen, was f\u00fcr die Menschen sehr wichtig ist, und auch hier liegt der Fokus auf Hoffnung, Vers\u00f6hnung und Unterst\u00fctzung der konfliktbetroffenen Gemeinschaften. Insgesamt ist Angola aber derzeit politisch relativ stabil; was hingegen weitverbreitet ist, sind Korruption und soziale Ungleichheit. Das Land hat eine sehr junge Bev\u00f6lkerung \u2013 und dadurch aber auch viele Probleme, und eine starke Binnenmigration in St\u00e4dte. Fast 70 Prozent der Menschen leben in St\u00e4dten, was relativ ungew\u00f6hnlich ist.\u201c<\/p>\n<p>Das Interview mit Weronika Vogel (Auslandsabteilung des katholischen Hilfswerks Missio Aachen) f\u00fchrte Stefan v. Kempis (Radio Vatikan).<\/p>\n<p>(vatican news)<br \/>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei seiner bevorstehenden Reise nach Afrika wird Leo XIV. den Akzent vor allem auf das Thema Frieden legen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":92851,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[9741,34798,7550,34799,1711,1521,18005,4699,40,41,2859,39,38],"class_list":{"0":"post-92850","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-algerien","9":"tag-angola","10":"tag-apostolische-reise","11":"tag-aequatorialguinea","12":"tag-frieden","13":"tag-islam","14":"tag-kamerun","15":"tag-katholische-kirche","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-papst-leo-xiv","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-top-meldungen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116374957276781167","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92850","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=92850"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92850\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/92851"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=92850"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=92850"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=92850"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}