{"id":93889,"date":"2026-04-10T02:03:08","date_gmt":"2026-04-10T02:03:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/93889\/"},"modified":"2026-04-10T02:03:08","modified_gmt":"2026-04-10T02:03:08","slug":"israel-und-libanon-wollen-offenbar-naechste-woche-verhandeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/93889\/","title":{"rendered":"Israel und Libanon wollen offenbar n\u00e4chste Woche verhandeln"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Israel und der Libanon wollen in der kommenden Woche in Washington Gespr\u00e4che unter Vermittlung der USA f\u00fchren. Ein Mitarbeiter des US-Au\u00dfenministeriums best\u00e4tigte am Donnerstag, dass es ein Treffen geben werde, &#8222;um die laufenden Waffenruheverhandlungen mit Israel und dem Libanon zu er\u00f6rtern&#8220;. Laut US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat Israels Premier Benjamin Netanyahu zudem die Reduzierung der Angriffe im Libanon zugesagt, die zuletzt die Waffenruhe mit dem Iran bedrohten.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu hatte direkte Gespr\u00e4che mit dem Libanon in Aussicht gestellt. In einer Erkl\u00e4rung von Netanyahus B\u00fcro hatte es dazu gehei\u00dfen, bei den Gespr\u00e4chen solle es um &#8222;die Entwaffnung der Hisbollah und die Schaffung von Friedensbeziehungen zwischen Israel und dem Libanon gehen&#8220;. Mehrere israelische Medien berichteten, dass die Gespr\u00e4chen schon Anfang kommender Woche beginnen k\u00f6nnten. Trumps Darstellung best\u00e4tigte Netanyahu in einem sp\u00e4teren Statement allerdings nicht.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Israel und die USA bestreiten, dass die zweiw\u00f6chige Feuerpause im Iran-Krieg auch f\u00fcr den Libanon gilt, wie es der Vermittler Pakistan zun\u00e4chst angek\u00fcndigt hatte. Der Iran \u00fcbte derweil scharfe Kritik an den fortgesetzten israelischen Angriffen auf die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Libanons Pr\u00e4sident Joseph Aoun hatte in der Vergangenheit mehrfach die Bereitschaft zu Verhandlungen mit Israel signalisiert. Ein mit der Angelegenheit vertrauter libanesischer Regierungsvertreter sagte allerdings der Nachrichtenagentur AFP, vor Gespr\u00e4chen mit Israel sei ein &#8222;Waffenstillstand&#8220; n\u00f6tig. Ein Parlamentsabgeordneter der Hisbollah lehnte direkte Gespr\u00e4che &#8222;mit dem israelischen Feind&#8220; in einer von den Hisbollah-Medienkan\u00e4len verbreiteten Erkl\u00e4rung ab. Vielmehr m\u00fcsse sich Israel aus dem Libanon zur\u00fcckziehen, Angriffe m\u00fcssten eingestellt werden und Bewohner m\u00fcssten in ihre D\u00f6rfer und St\u00e4dte zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen, erkl\u00e4rte Ali Fayyad. Die Hisbollah ist nicht nur eine Miliz, sondern als Partei im Libanon ein ma\u00dfgeblicher politischer Faktor.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Israel wird nach Angaben von US-Pr\u00e4sident Trump die Angriffe im Libanon zur\u00fcckfahren. Er habe mit Netanyahu gesprochen und dieser habe eine Reduzierung der Attacken zugesagt, sagte Trump dem US-Sender NBC in einem Telefoninterview.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die andauernden und heftigen Angriffe Israels gegen die vom Iran unterst\u00fctzte Hisbollah-Miliz im Libanon bedrohen die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. US-Medien sowie der israelische Sender N12 berichteten, dass Trump und sein Sondergesandter Steve Witkoff Druck auf Netanyahu gemacht h\u00e4tten, die Angriffe auf den Libanon herunterzufahren.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Israel hatte trotz der Feuerpause im Iran-Krieg am Mittwoch eigenen Angaben zufolge zahlreiche Hisbollah-Ziele im Libanon bombardiert, darunter auch in der Hauptstadt Beirut. Die Zahl der Toten ist nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums auf 303 gestiegen. Die Bilanz sei noch nicht endg\u00fcltig und d\u00fcrfte weiter steigen, da Rettungsteams noch immer Leichen aus den Tr\u00fcmmern bergen, teilt die Beh\u00f6rde mit. Seit dem 2. M\u00e4rz seien damit insgesamt 1.888 Menschen get\u00f6tet und mehr als 6.000 verletzt worden. Der Libanon hat am Donnerstag einen nationalen Trauertag abgehalten.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Netanyahu k\u00fcndigte noch am Donnerstag weitere Angriffe auf Ziele der pro-iranischen Hisbollah-Miliz an. Es werde weitere Angriffe geben, &#8222;wo immer&#8220; das &#8222;n\u00f6tig&#8220; sei, bis die Sicherheit f\u00fcr Bewohner im Norden Israels &#8222;vollst\u00e4ndig wiederhergestellt&#8220; sei, erkl\u00e4rte Netanyahu am Donnerstag im Onlinedienst X.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Das israelische Milit\u00e4r erkl\u00e4rte, es gehe weiter mit Bodentruppen im S\u00fcdlibanon vor. In der Nacht zum Donnerstag seien zwei wichtige \u00dcberg\u00e4nge getroffen worden, die von Hisbollah-K\u00e4mpfern zum Transport von &#8222;tausenden Waffen, Raketen und Abschussvorrichtungen&#8220; \u00fcber den Fluss Litani Richtung S\u00fcden genutzt worden seien, hie\u00df es in einer Erkl\u00e4rung der Armee. Mehrere Waffenlager, Abschussvorrichtungen und Gefechtsst\u00e4nde seien angegriffen worden.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die libanesische Hisbollah-Miliz feuerte am Donnerstag erneut Raketen auf den Norden Israels. Israels Armee teilte auf Anfrage mit, seit dem Morgen habe die vom Iran unterst\u00fctzte Miliz rund 50 Raketen aus dem Nachbarland auf Nordisrael gefeuert. In der Stadt Nahariya heulten am Abend Berichten zufolge innerhalb von einer Stunde gleich viermal die Warnsirenen. Auch in anderen Orten in Nordisrael gab es Raketenalarm.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">In der Nacht auf Freitag ging es weiter: Nach Angaben des israelischen Milit\u00e4rs feuerte die Hisbollah wieder eine Rakete auf Israel ab und l\u00f6ste damit in Teilen des Landes Luftalarm aus, darunter auch in der Metropole Tel Aviv. Die Miliz selbst erkl\u00e4rte, sie habe am sp\u00e4ten Abend israelische milit\u00e4rische Infrastruktur in der n\u00f6rdlichen Stadt Haifa angegriffen. Die Rakete wurde abgefangen, und die israelischen Streitkr\u00e4fte schlugen umgehend zur\u00fcck und griffen Hisbollah-Stellungen an. Bei der Attacke seien etwa zehn Abschussrampen getroffen worden, von denen aus zuvor Geschosse auf den Norden Israels abgefeuert worden seien, hie\u00df es.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Europ\u00e4ische Regierungen haben Israel aufgefordert, die massiven Angriffe auf den Libanon zu beenden. Sowohl Spanien, Gro\u00dfbritannien, Frankreich als auch die EU-Au\u00dfenbeauftragte Kaja Kallas mahnten am Donnerstag, die zwischen USA und Iran ausgehandelte Waffenruhe auch auf den Libanon zu \u00fcbertragen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Spaniens Au\u00dfenminister Jos\u00e9 Manuel Albares warf Israel vor, mit den Luftangriffen gegen das V\u00f6lkerrecht und die zweiw\u00f6chige Waffenruhe im Nahen Osten versto\u00dfen zu haben. Auch der franz\u00f6sische Au\u00dfenminister Jean-No\u00ebl Barrot betonte, dass die zwischen den USA und Iran vereinbarte Waffenruhe f\u00fcr den Libanon gelten m\u00fcsse &#8211; diese Interpretation hatte Israels Ministerpr\u00e4sident Netanyahu zuvor zur\u00fcckgewiesen. Die britische Au\u00dfenministerin Yvette Cooper bezeichnete Israels Bombardierung des Libanon als &#8222;zutiefst sch\u00e4dlich&#8220;.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Auch der deutsche Kanzler Friedrich Merz kritisierte das harte Vorgehen der israelischen Armee. &#8222;Wir sehen mit besonderer Besorgnis die Lage im S\u00fcden des Libanon&#8220;, sagt der Kanzler. &#8222;Die H\u00e4rte, mit der Israel dort Krieg f\u00fchrt, k\u00f6nnte den Friedensprozess als Ganzes zum Scheitern bringen, und das darf nicht geschehen&#8220;, mahnt er.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Bisher haben die USA und Israel bestritten, dass die mit dem Iran vereinbarte Waffenruhe auch f\u00fcr den Libanon gilt. Dagegen pochen der Iran und das als Vermittler agierende Pakistan darauf, dass die Feuerpause auch f\u00fcr den Libanon und damit f\u00fcr die mit dem Iran verb\u00fcndete Hisbollah-Miliz greift.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Durch die Angriffe im Libanon w\u00fcrden die geplanten Verhandlungen sinnlos, erkl\u00e4rte der iranische Pr\u00e4sident Masoud Pezeshkian. Dennoch reisten iranische Unterh\u00e4ndler nach Pakistan, um sich dort in den n\u00e4chsten Tagen mit einer US-Delegation zu den ersten Friedensgespr\u00e4chen zu treffen. Wann genau die Gespr\u00e4che beginnen, blieb bis Donnerstagabend offen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Wegen der israelischen Angriffe im Libanon h\u00e4lt der Iran seine Blockade der Stra\u00dfe von Hormuz aufrecht, was zu beispiellosen St\u00f6rungen der weltweiten Energieversorgung f\u00fchrt. In den ersten 24 Stunden der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA passierten lediglich ein \u00d6ltanker und f\u00fcnf Frachter die Meerenge, wie aus Schifffahrtsdaten hervorging. Vor dem Krieg waren es t\u00e4glich rund 140 Schiffe, die etwa ein F\u00fcnftel der weltweiten \u00d6l- und Fl\u00fcssiggaslieferungen transportierten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Israel und der Libanon wollen in der kommenden Woche in Washington Gespr\u00e4che unter Vermittlung der USA f\u00fchren. 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