{"id":94467,"date":"2026-04-10T09:49:08","date_gmt":"2026-04-10T09:49:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/94467\/"},"modified":"2026-04-10T09:49:08","modified_gmt":"2026-04-10T09:49:08","slug":"architektur-spaziergang-stuttgart-5-der-schoensten-bauhaus-villen-stuttgarts-von-der-gaensheide-bis-zum-bopser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/94467\/","title":{"rendered":"Architektur-Spaziergang Stuttgart: 5 der sch\u00f6nsten Bauhaus-Villen Stuttgarts von der G\u00e4nsheide bis zum Bopser"},"content":{"rendered":"<p>Der Countdown l\u00e4uft. In wenigen Monaten feiert das <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.architektur-in-stuttgart-weissenhofsiedlung-diese-fotos-eines-stuttgarters-gingen-um-die-welt.43b3ec2b-2b8e-45c9-a12a-c176d1eb8867.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">ber\u00fchmteste Stuttgarter Mieter-Quartier<\/a> \u2013 <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.architektur-in-stuttgart-von-wegen-elitaer-die-tiny-houses-der-stuttgarter-weissenhofsiedlung.0719bfd2-3455-4d50-bcd6-1b5d7b406114.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">die Stuttgarter Weissenhofsiedlung <\/a>\u2013 den 100. Geburtstag. Viele der Reihen-, Ein- und Mehrfamilienh\u00e4user sind 1927 von <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Le_Corbusier\" title=\"Le Corbusier\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Le Corbusier<\/a>, Mart Stam und Co. im Stil des Neuen Bauens errichtet worden. Architekten wie Walter Gropius und <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.buchtipp-architektur-was-passiert-mit-mies-van-der-rohes-erster-bauhaus-villa.f6bc4928-cb21-43a1-9f63-c1770013aa66.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Mies van der Rohe<\/a>, die auch am <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Bauhaus\" title=\"Bauhaus\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bauhaus<\/a> in Weimar und Dessau lehrten, haben dort ihre Vorstellungen vom zeitgem\u00e4\u00dfen <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.spektakulaere-weissenhofsiedlung-wie-wohnt-es-sich-in-den-beruehmten-bauhaus-gebaeuden-in-stuttgart.e8e0413f-5f55-4ede-9bee-b09624cb774d.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Wohnen<\/a> mit viel Licht und Luft realisiert. <\/p>\n<p>Stuttgarter Architekten haben sich inspirieren lassen und an anderen Orten der Stadt solche H\u00e4user im Stil des Neuen Bauens f\u00fcr ihre Kunden entworfen. Wer in den 1920ern und 1930ern zur Avantgarde geh\u00f6ren wollte, wohnte im <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.architektur-ausstellung-in-stuttgart-anders-wohnen-im-bauhaus-stil.b46e8022-c86b-4e15-8deb-62803e3190b0.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">schn\u00f6rkellosen Flachdach-Haus <\/a>mit gro\u00dfen Fenstern, <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.outdoor-neuheiten-2026-spaghetti-und-streifen-die-schoensten-moebel-trends-fuer-balkon-und-garten.c2a462e3-4f5a-4992-95e7-0980e1c059b3.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Balkons, Terrassen<\/a>. Dieser <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Architektur\" title=\"Architektur\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Architektur<\/a>-Spaziergang stellt die kleinen Villen und ihre Baumeister ins Zentrum. Da die meisten auf Halbh\u00f6hen stehen, sind einige H\u00f6henmeter zu absolvieren.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/media.media.62f00ee6-c07e-4095-93d2-a43e208591ff.original1024.media.jpeg\"\/>     Architektur-Spaziergang zu Ikonen der Neuen Sachlichkeit in   <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart<\/a> \u2013 nebst heutigen Architektenh\u00e4usern und alten Villen.    Foto: STZN\/Yann Lange    1. O\u00dfwalds Stuttgarter Halbh\u00f6hen-Villa <\/p>\n<p>Wer an der Haltestelle Gerokstra\u00dfe aussteigt, schaut in Richtung Merzschule \u2013 dort haben <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.neubau-merz-schule-stuttgart-neubau-der-merz-schule-transparente-architektur-mit-gruenem-wow-effekt.259a3c8e-9cc9-47d6-9739-293c86ef6db9.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Reichel Schlaier Architekten aus Stuttgart einen Schulneubau<\/a> entworfen, der sich dezent mit dunkler Fassade und Glasfronten in Richtung Wald wendet. Es geht nun stadteinw\u00e4rts auf der Pischekstra\u00dfe \u2013 leider nicht wirklich zug\u00e4nglich hinter dem Hotel Geroksruhe findet sich ein Wohnhaus aus der Entwurfsfeder vom Weissenhofsiedlungs-Bauleiter<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.ausstellung-ueber-stuttgarter-architekt-richard-doecker-sonne-und-licht-fuer-alle-raeume.3ef3565f-5ed3-435c-862c-8bf3a5da0c3b.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"> Richard D\u00f6cker<\/a>. In die Einfahrt blinzeln ist aber erlaubt.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/media.media.ce0531ed-9b8c-4846-8853-e92841a08533.original1024.media.jpeg\"\/>     G\u00e4nswaldweg 6 in   <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Stuttgart-Ost\" title=\"Stuttgart-Ost\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart-Ost<\/a> \u2013 Haus von Ernst Otto O\u00dfwald.    Foto: LICHTGUT\/Max Kovalenko    <\/p>\n<p>Rechts f\u00fchrt der Weg in die G\u00e4nsheidestra\u00dfe, dann rechts hinauf in den G\u00e4nswaldweg 6. Eine feine Gegend mit toller Aussicht in Richtung Bad Cannstatt und vielen auch modernen Villen. Doch ganz ehrlich \u2013 das hoch am Berg thronende Haus Freytag sticht sie aus. Entworfen wurde es von <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.ausstellung-ueber-stuttgarter-architekt-richard-doecker-sonne-und-licht-fuer-alle-raeume.3ef3565f-5ed3-435c-862c-8bf3a5da0c3b.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Ernst Otto O\u00dfwald<\/a>, dem Architekten des sch\u00f6nsten Hochhauses in Stuttgart. Gemeint ist der Tagblatt-Turm. Das Wohnhaus steht am Steilhang, mit umlaufenden Fensterb\u00e4nden und Vorspr\u00fcngen und wirkt von jeder Seite betrachtet wieder anders. Der Bau wurde 1926 fertig, also ein Jahr vor der Weissenhofsiedlung.<\/p>\n<p>2. Villa von Behr &amp; Oelkrug <\/p>\n<p>Jetzt es stramm bergab in die G\u00e4nsheidestra\u00dfe bis zur gro\u00dfen Kreuzung, diese bitte \u00fcberqueren und dann die Planckstra\u00dfe nach unten spazieren und nach links einbiegen, hinauf in die Gerokstra\u00dfe. Rechts, Hausnummer 75, findet sich ein streng in seinen Formen daherkommendes Flachdachhaus im Stil des Neuen Bauens von 1929 \u2013 1930, geplant von Rudolf Schweitzer.<\/p>\n<p>Der Architekt hatte wenige Jahre zuvor noch Gr\u00fcnderzeitvillen entworfen \u2013 zur fast schon geheim gelegenen Villenkolonie Am Hohengeren existiert ein Architektur-Spaziergang (<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.architektur-spaziergang-in-stuttgart-die-pittoreske-villen-kolonie-auf-der-uhlandshoehe.57753789-c05b-4fa9-b2a7-5253f5d3f03d.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">hier ist der Link zum Text<\/a>). An dem kleinen Platz linkerhand steht ein weiteres Haus aus der Zeit von Julius Kocher, datiert auf 1929. <\/p>\n<p>Dann geht\u2019s direkt weiter in die Gr\u00fcneisenstra\u00dfe, links in die Hackl\u00e4nderstra\u00dfe, vorbei an der Kita G\u00e4nsheide mit der sch\u00f6n hellen Fassade, 2018 entworfen vom Stuttgarter Architekturb\u00fcro D\u2019Inka Scheible Hoffmann Lewald Architekten. Nun rechts in die G\u00e4nsheidestra\u00dfe, dann bei der Christuskirche rechts in die Adolf-Kr\u00f6ner-Stra\u00dfe 10. <\/p>\n<p>Das Stuttgarter <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.schoen-wohnen-in-stuttgart-eine-junge-familie-zeigt-ihre-perfekt-sanierte-stadtvilla-aus-den-30er-jahren.511b36e5-63bd-4ad9-9833-f6f4c69e03fc.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Architekturb\u00fcro Fehrle + Tennigkeit<\/a> hat das Juwel vor einigen Jahren saniert. Gebaut wurde es 1928 von Rudolf Behr und Karl Oelkrug \u2013 entworfen noch vor dem Bau der Weissenhofsiedlung. Allerdings mit Sprossenfenstern, die waren im Formenkatalog des Neuen Bauens nicht mehr vertreten \u2013 ebenso nicht die zwei Statuen auf flachem Sockel an der Fassade. Sch\u00f6n aber dennoch! (Sie stehen auf der Denkmalliste des Landesamts f\u00fcr Denkmalpflege im Land).<\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/media.media.2a135b62-7d28-4269-9bce-5e18fc37ff0e.original1024.media.jpeg\"\/>     Villa von den Stuttgarter Architekten Behr und Oelkrug in der Adolf-Kr\u00f6ner-Stra\u00dfe 10.    Foto: STZN\/Golombek    <\/p>\n<p>Die beiden Architekten haben auch <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.architektonisch-gelungene-kirchen-gottes-gute-haeuser-in-der-region-stuttgart.3fdbe26a-68a6-40d5-8ed8-1f520477ef89.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Kirchen<\/a> im Bauhaus-Stil gebaut, sp\u00e4ter wendeten sie sich dem sogenannten \u201eHeimatstil\u201c mit seiner Liebe zum Satteldach zu. Die in der NS-Zeit entstandene Wichernkirche in Bad Cannstatt (erbaut von 1937 bis 1939) zeugt unmissverst\u00e4ndlich davon. Sie schaut fast aus wie ein Wohnhaus, w\u00e4re da nicht die Glockenstube, die kaum h\u00f6her als ein Schornstein in den Himmel ragt.<\/p>\n<p> 3. Das Haus von D\u00f6cker <\/p>\n<p>Dass sich zu Beginn der 1930er Jahre der politische Wind drehte, ist nicht nur an der Baubiografie von Behr und Oelkrug abzulesen. Richard D\u00f6cker war Bauleiter der Weissenhofsiedlung, der Architekt hat auch dort Projekte realisiert, seine H\u00e4user sind im Zweiten Weltkrieg zerst\u00f6rt worden. Pech hatte auch sein Haus in der Gr\u00f6berstra\u00dfe 20, das die dritte Station. (Von der Adolf-Kr\u00f6ner-Stra\u00dfe geht es also wieder zur\u00fcck links in die G\u00e4nsheidestra\u00dfe, beim Caf\u00e9 Hummel gibt\u2019s Brezeln und Getr\u00e4nke zur St\u00e4rkung. Immer weiter auf der Stra\u00dfe bleiben, links in die Sandbergstra\u00dfe und rechts in die Gr\u00f6berstra\u00dfe.)<\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/media.media.ad8a3a28-c5b8-4251-951d-488cb974e349.original1024.media.jpeg\"\/>     Richard D\u00f6cker und die Bauherrschaft h\u00e4tte lieber ein Flachdach gehabt. Die NS-Beh\u00f6rde war dagegen.    Foto: LICHTGUT\/Max Kovalenko    <\/p>\n<p>Richard D\u00f6cker hat das Wohnhaus f\u00fcr den Ingenieur Wunibald Kamm von 1932 bis 1933 gebaut. Gegen seinen Willen musste er, weil die Bauvorschriften es nun vorgaben, ein Walmdach statt eines gew\u00fcnschten <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.wohnen-in-stuttgart-9-der-coolsten-einfamilienhaeuser-mit-flachdach-in-stuttgart-und-drumherum.93dd1ee5-f874-42a5-b66f-10de8fdaba26.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Flachdaches<\/a> planen. Dieses Zeugnis deutscher Baukultur (und Unkultur) steht unter Denkmalschutz. Wie fast bei allen Bauhaus-Geb\u00e4uden f\u00e4llt die sch\u00f6ne Bepflanzung mit Nadelh\u00f6lzern auf, die zum s\u00fcdlichen Charme der Bauten beitr\u00e4gt \u2013 auch beim n\u00e4chsten Objekt.<\/p>\n<p> 4. Hummels Villa in einer besonderen Stuttgarter Stra\u00dfe <\/p>\n<p>Von der Gr\u00f6berstra\u00dfe biegt man rechts in die Payerstra\u00dfe, dann in die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.meistersinger-in-stuttgart-stuttgarts-opernchef-viktor-schoner-wagner-war-ein-genie.433738bb-e11e-45cb-a8a5-5cbc7776d132.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Richard-Wagner<\/a>-Stra\u00dfe. 1931, als das Haus Hummel gebaut wurde, war die Stra\u00dfe noch <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.neuer-platzname-in-stuttgart-warum-heinrich-heine-jetzt-bei-richard-wagner-ist.51ec8648-43af-4029-9c16-942340a5f654.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">nach Heinrich Heine benannt<\/a>, da er j\u00fcdischen Glaubens war, benannten die Nationalsozialisten die Stra\u00dfe um. An der Hausnummer 63 bitte stehen bleiben und staunen: Auf den Hang getupft ist das Haus mit Flachdach, kompakte W\u00fcrfelform, Dachterrasse, Gr\u00fc\u00dfbalkon, brauner Putz und rostrote Klappl\u00e4den, ums\u00e4umt von Kiefern. <\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/media.media.d6824cb6-9be0-4b01-b736-5f5f853faa14.original1024.media.jpeg\"\/>     Haus des Stuttgarter Architekten Clemens Hummel in der Richard-Wagner-Stra\u00dfe 63.    Foto: LICHTGUT\/Max Kovalenko    <\/p>\n<p>Erbauer war Clemens Hummel, der zuvor dem Historismus verpflichtet war, der Architekt hat f\u00fcr sich selbst im Stil des Neuen Bauens entworfen und lebte dort bis zu seinem Tod 1938. <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.wohnen-in-stuttgart-stilvolle-bauhaus-villa-mit-weitsicht.f3d9640a-1ee4-4316-a5c4-277ca38548db.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Das Stuttgarter B\u00fcro f\u00fcr Architektur hat das Haus vorbildlich saniert. Hier geht\u2019s zum Text<\/a>. <\/p>\n<p> 5. Bloch und Guggenheimer auf dem Bopser <\/p>\n<p>Nun steht ein l\u00e4ngerer Fu\u00dfweg an. Bitte retour bis zu einem Haus, an dessen Mauer vorm Geb\u00e4ude einige Froschfiguren zu finden sind, dann nach links in den Steingr\u00fcbenweg die Treppen und den steilen Weg bergab gehen. Wie lauschig und gr\u00fcn es da ist. An einem wei\u00dfen Tiny-Haus vorbei geht es bis zur Biegung, da findet sich eine Villa von heute von den Stuttgarter Architekten Bottega + Ehrhardt. (<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.wohnen-in-stuttgart-das-schnittige-traumhaus-auf-der-stuttgarter-halbhoehe.0349cbcf-2284-4953-a978-5ac9c4eca767.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Was besonders gelungen daran ist \u2013 hier ist zum Nachlesen der Text zum Haus f\u00fcr eine Familie mit mehreren Kindern<\/a>). <\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/media.media.10c12eca-63c7-4fd1-832b-738fdaf9d22b.original1024.media.jpeg\"\/>     Hier geht es steil hinab zur Sonnenbergstra\u00dfe.    Foto: StZN\/NG    <\/p>\n<p>Unten an der Sonnenbergstra\u00dfe angekommen, wo sehr viele h\u00fcbsche Backstein-Gr\u00fcnderzeitvillen stehen, bitte erst rechts und dann links die Neefstra\u00dfe hinauf bis zum Schild \u201eOberer Reichelenbergweg\u201c gehen, da f\u00fchren dann die St\u00e4ffele auf den Bopser. Viele B\u00e4ume und Str\u00e4ucher und schiefe Stufen, linksseitig sieht man irgendwann die Villa Hummel, rechts kann man einen Blick auf das <a href=\"https:\/\/www.martin-elsaesser.de\/projekte\/haus-bopserwaldstrasse-eigenhaus-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Doppelhaus mit Mansardenwalmdach, Erker und Erkert\u00fcrmchen<\/a> erhaschen, das der Architekt der Stuttgarter Markthalle, Martin Elsaesser, f\u00fcr die eigene Familie und die des Malers Robert Weise entworfen hat. <\/p>\n<p>Geschafft. Zum Gl\u00fcck steht da eine Holzbank direkt neben der Treppe. Wer nach rechts schaut, sieht ein m\u00e4chtiges Wohnhaus. Schindeln, Holzbalkone, Erker \u2013 alle Gestaltungselemente, die das Landhausstilherz begehrt, sind an der Villa M\u00fcller-Burk aus dem Jahr 1910 von dem Stuttgarter Architekten Richard Dollinger zu entdecken. Der Weg f\u00fchrt aber nach links, dann rechts die Bopserwaldstra\u00dfe hinauf. Haus Nummer 55 ist das Haus Frankenstein, benannt nach dem Bauherren, dem j\u00fcdischen Kaufmann Otto Frankenstein, erbaut 1929 vom <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.stolperstein-in-stuttgart-west-auf-der-halbhoehe-paula-beifus-von-der-gaussstrasse-ins-kz.0956b5a7-4bf5-41a0-bada-f05227b34266.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Architektenduo Bloch und Guggenheimer<\/a>. <\/p>\n<p>Oscar Bloch und Ernst Guggenheimer konnten nach 1933 nur noch unter erschwerten Bedingungen arbeiten, da sie j\u00fcdischen Glaubens waren. Bloch starb 1937, Guggenheimer \u00fcberlebte den NS-Terror. Er plante nach dem Krieg in Stuttgart auf den alten Fundamenten der 1938 von den Nationalsozialisten verbrannten Synagoge einen neuen Sakralbau, gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Hans Jau\u00df. <\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/media.media.31589c5c-0db3-401f-ade3-f3f818e8bbfc.original1024.media.jpeg\"\/>     Haus in der Stuttgarter Bopserwaldstra\u00dfe 55 von Oscar Bloch und Ernst Guggenheimer.    Foto: Lichtgut\/Max Kovalenko    <\/p>\n<p>Im Stuttgarter Norden und Westen hatten Bloch und Guggenheimer H\u00e4user im Stil des Neuen Bauens entworfen, begonnen hatten sie ihre Karriere \u00e4hnlich wie ihre Kollegen Schweitzer und Hummel mit Gr\u00fcnderzeitstil- und Landhausvillen. An sch\u00f6nen Tagen kann man nun einen Bewohner des fein sanierten Flachdachbaus in der Bopserwaldstra\u00dfe auf der Dachterrasse mit Reling stehen sehen. Das schlanke Wohnschiff ist gut in Form bis heute. <\/p>\n<p> Aussicht auf Stuttgart  <\/p>\n<p>Wer nun schon geschafft ist, darf noch ein paar Meter weiter hinauf gehen, auf die Stadt hinunterblicken und das gro\u00dfartige Tagblatt-Turm-Hochhaus von Architekt O\u00dfwald bewundern. Und sich \u00fcberlegen, wie gelungen oder nicht gelungen die<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.bauprojekt-in-der-stuttgarter-city-ein-erster-blick-hinter-die-fassade-des-neuen-vier-giebel-baus.74c1c701-47d0-4c9b-b7ce-1bc5377156e2.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"> 4-Giebel-Neubauten<\/a> direkt daneben wirken. Der Spaziergang kann hier ausklingen \u2013 hinunter die Bopserwaldstra\u00dfe und vielleicht doch noch ein letzter Aufstieg zum Teehaus im Weissenburgpark? Sonst geht es direkt hinunter zur Stadtbahnhaltestelle Dobelstra\u00dfe.<\/p>\n<p>Alle anderen gehen von der Bopserwaldstra\u00dfe nach rechts in die Wernhaldenstra\u00dfe und bewundern die alten und neuen Landh\u00e4user. Die Route m\u00fcndet in die Stra\u00dfe Im Oberen Kienle. Das Haus mit der Nummer 96 findet sich nicht auf der Denkmalschutzliste, wirkt aber wie eine heutig renovierte Bauhaus-Villa. (Achten Sie auf passgenau in die Mauer eingebaute Abfalltonnen: Auch Praktisches kann gut gestaltet sein.)<\/p>\n<p> Eichh\u00f6rnchen in der Stuttgarter Villensiedlung <\/p>\n<p>Weiter, weiter und nun bitte einmal nach rechts schauen, da findet sich ein interessantes Haus mit Tonnendach und Skulptur im Garten. Links sind die ersten Hangg\u00e4rten, mit Gl\u00fcck sieht man ein Eichh\u00f6rnchen, wie es sich am Holzlattenzaun festkrallt und einen anschaut. Die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.staeffele-in-stuttgart-sieben-fakten-fuer-staeffelesrutscher.207d421b-eaf5-4c87-b495-9e9301847b17.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Kienlestaffel<\/a> f\u00fchrt hinunter an den Waldrand. <\/p>\n<p>Dann biegt man ab nach links, geht an den Schreberg\u00e4rten und an einem Spielplatz entlang. Wer stets Tischtennisschl\u00e4ger bei sich f\u00fchrt, spielt eine Partie. Nach einigen Metern trifft man in der Stra\u00dfe Im Unteren Kienle auf erste H\u00e4user. <\/p>\n<p> 6. Im Unteren Kienle zum Brunnen des Architekten  <\/p>\n<p>Rechterhand steht ein sehr h\u00fcbsches <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.einfamilienhaus-deutschland-der-neue-alte-traum.ba6c172a-a65a-4ba3-827b-0627e1fbfb42.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Wohnhaus <\/a>mit Schindelfassade, daneben jeweils zwei Doppelh\u00e4user, sie alle hat der flei\u00dfige Architekt Karl Hengerer erbaut (er hat auch die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.architektur-spaziergang-in-stuttgart-9-der-lauschigsten-arbeitervillen-und-buergerhaeuser-im-stuttgarter-osten.6e042ef1-b26b-4b40-adc6-60558f162369.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Arbeitervillen im Osten<\/a> und das Baronenviertel im Norden entworfen sowie die Altstadtsanierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts rund um den Hans im Gl\u00fcck-Brunnen gestemmt). Das Ensemble ist baukulturell wertvoll und steht unter Denkmalschutz, das werden die Menschen zu beachten haben, deren Haush\u00e4lfte derzeit saniert wird.<\/p>\n<p> Die Stra\u00dfe f\u00fchrt weiter bergab bis zu einer Weggabelung mit Baum und Himmelfahrtsbrunnen \u2013 samt Bank zum Ausruhen. Der vom Versch\u00f6nerungsverein Stuttgart errichtete <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/gallery.wasserspiele-in-stuttgart-brunnen-sorgen-fuer-gutes-klima-in-der-stadt.437379a1-b59c-49c7-8d69-e871d5b9ac99.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Brunnen<\/a> aus dem Jahr 1868 mit achteckiger klassizistischer S\u00e4ule besteht aus Schilfsandstein, verr\u00e4t die Homepage stuttgarter-bruennele.de. <\/p>\n<p>Seit einer Sanierung ist die Trinkwassersch\u00fcttung solarenergiebetrieben. \u201eUnter mehreren Entw\u00fcrfen entschied sich der Verein f\u00fcr den Vorschlag von Carl Walter, seinerzeit Direktor der Baugewerkschule und Ausschussmitglied im Versch\u00f6nerungsverein von 1867 bis 1871\u201c, ist auf der<a href=\"http:\/\/www.vsv-stuttgart.de\/index.php?article_id=137\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"> Homepage des Vereins <\/a>zu lesen. <\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/media.media.71148d2b-f795-41f5-8057-d621d37c8996.original1024.media.jpeg\"\/>     Himmelfahrtsbrunnen an der Ecke Im Unteren Kienle und Sonnenbergstra\u00dfe.    Foto: Golombek    <\/p>\n<p>Von da l\u00e4sst sich der Spaziergang in Richtung Innenstadt beenden \u2013 einfach links hinunter in die Sonnenbergstra\u00dfe, unten links in die Dobelstra\u00dfe. Schon steht man an der viel befahrenen Hohenheimer Stra\u00dfe und merkt, wie sch\u00f6n ruhig es zuvor \u00fcberall war \u2013 und wie gr\u00fcn. <\/p>\n<p> Extra-Runde: Ein Eis und ein Mehrfamilienhaus im Stil des Neuen Bauens   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/media.media.98b7b33a-7d2b-4ed9-8dbe-35312e75b5e4.original1024.media.jpeg\"\/>     Dies ist eine m\u00f6gliche Route vom Himmelfahrts-Brunnen \u00fcber die Eisdiele am Eugensplatz bis zum Mehrfamilienhaus im Bauhausstil.    Foto: StZN\/Yann Lange    <\/p>\n<p>Ganz unternehmungslustig heute? Dann geht es vom Brunnen entweder auf der Sonnenbergstra\u00dfe stadteinw\u00e4rts und bald schon rechts in die Stafflenbergstra\u00dfe, dann in die Diemershaldenstra\u00dfe bis zur Eisdiele Pinguin. <\/p>\n<p>Oder man steigt noch weiter hinauf. Dann geht es vom Brunnen rechts in die Sonnenbergstra\u00dfe, die an der Kurve in die Richard-Wagner-Stra\u00dfe m\u00fcndet, den Berg hinauf. Immer sch\u00f6n der Stra\u00dfe folgen, dann an der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.villa-reitzenstein-in-stuttgart-eugen-bolz-an-alter-wirkungsstaette.dde344fd-a904-45b3-9af9-f08892490a0d.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Villa Reitzenstein <\/a>(rechts) vorbei, links auf Stuttgart hinunterschauen und auf der Heinrich-Heine-H\u00f6he pausieren, bis man an der Haltestelle Bubenbad auskommt. <\/p>\n<p>Wer nun Lust auf ein Eis und eine Rarit\u00e4t hat \u2013 ein denkmalgesch\u00fctztes Mehrfamilienhaus im Stil der Neuen Sachlichkeit, geht die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/gallery.staeffele-in-stuttgart-teil-2-treppauf-treppab-mit-viel-geschichte-n.60fa5980-3147-4b03-b574-4f9ad0357437.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Georg-Elser-Staffel<\/a> hinunter in die Diemershaldenstra\u00dfe bis zum Eugensplatz. Ein Eis an der Eisdiele Pinguin, dann links die Alexanderstra\u00dfe hinunter bis zur Hausnummer 8 b \u2013 das Geb\u00e4ude hat 1934 der bulgarische Architekt Stantscho Stantscheff im Stil der Neuen Sachlichkeit gebaut. <\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/media.media.9cf07d6a-d201-43f9-be3f-3ded029ceec8.original1024.media.jpeg\"\/>     Mehrfamilienhaus in der Stuttgarter Alexanderstra\u00dfe 8 b von Architekt Stantscho Stantscheff.    Foto: LICHTGUT\/Max Kovalenko    <\/p>\n<p>F\u00fcr den idyllischsten Weg weiter in die Innenstadt geht es ein paar Meter bergauf, dann links zwischen zwei H\u00e4usern in die schmale Gaisburgstra\u00dfe hinunter zum Olgaeck. Dort steht das Gesch\u00e4ftshaus eines ber\u00fchmten Architekten der Nachkriegszeit, zu dem <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.architektur-spaziergang-in-stuttgart-7-der-aufregendsten-haeuser-mit-hueftschwung-seit-1950.a9fe3a88-d7b9-41ad-b3e6-6b6499b45f16.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">ebenfalls ein Architektur-Spaziergang existiert<\/a>. Wie der Baumeister hei\u00dft und welches Geb\u00e4ude gemeint ist, wird in der Bildergalerie verraten. <\/p>\n<p> Info <\/p>\n<p class=\"infobox\"> L\u00e4nge<br \/>Der Spaziergang ist 4,1 Kilometer lang, es geht ordentlich steil bergab und bergauf und wieder bergab.<\/p>\n<p class=\"infobox\"> An- und Abfahrt<br \/>Start: Stadtbahn \u201eGeroksruhe\u201c U15. Schluss: Stadtbahnhaltestelle \u201eDobelstra\u00dfe\u201c U5-U7, U12.<\/p>\n<p class=\"infobox\"> Einkehrm\u00f6glichkeiten<br \/>Unter der Woche kann man sich in der Konditorei Caf\u00e9 Hummel (G\u00e4nsheidestra\u00dfe 39) mit Brezeln und Getr\u00e4nken eindecken. Wer beim Haus in der Bopserwaldstra\u00dfe seinen Spaziergang beendet und das Wetter das Drau\u00dfensitzen erm\u00f6glicht, hat es nicht mehr weit bis zum Jugendstilpavillon mit Biergarten und Blick auf die Stadt, dem \u201eTeehaus im Wei\u00dfenburgpark\u201c (Hohenheimer Str. 119). Sollte man sich entscheiden, den Spazierweg vom Brunnen wieder hinauf bis zur Richard-Wagner-Stra\u00dfe zu bew\u00e4ltigen, kann im griechischen Restaurant \u201eIlysia\u201c am Bubenbad (G\u00e4nsheidestra\u00dfe 41) einkehren oder im Caf\u00e9 Hummel.<\/p>\n<p class=\"infobox\"> Geeignet f\u00fcr<br \/>Menschen, die gern St\u00e4ffele steigen und Stuttgarts besondere Topografie erleben m\u00f6chten. Und die bei Bauhaus nicht nur an Heimwerkerl\u00e4den denken. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Countdown l\u00e4uft. 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