{"id":94485,"date":"2026-04-10T09:58:10","date_gmt":"2026-04-10T09:58:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/94485\/"},"modified":"2026-04-10T09:58:10","modified_gmt":"2026-04-10T09:58:10","slug":"openai-milliarden-projekt-gestoppt-warnschuss-in-richtung-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/94485\/","title":{"rendered":"OpenAI: Milliarden-Projekt gestoppt \u2013 Warnschuss in Richtung Europa"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-introduction\">R\u00fcckschlag f\u00fcr Gro\u00dfbritannien: OpenAI hat das ambitionierte Infrastrukturprojekt \u201eStargate UK\u201c vorerst auf Eis gelegt. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind wirtschaftlicher Natur: Zu hohe Energiekosten und regulatorische H\u00fcrden bremsen den KI-Boom im Vereinigten K\u00f6nigreich aus. Was bedeutet das f\u00fcr Microsoft, Nvidia und Co?<\/p>\n<p>Es sollte das Flaggschiff der britischen KI-Strategie werden. Unter dem Codenamen \u201eStargate UK\u201c plante der ChatGPT-Entwickler OpenAI massive Investitionen in die digitale Infrastruktur des Vereinigten K\u00f6nigreichs. Doch wie nun bekannt wurde, hat der KI-Pionier die Pl\u00e4ne vorerst gestoppt. Die \u201erichtigen Bedingungen\u201c f\u00fcr ein solches Milliarden-Investment seien derzeit schlicht nicht gegeben.<\/p>\n<p>F\u00fcr die britische Regierung unter Premierminister Keir Starmer ist die Absage eine schallende Ohrfeige. Noch im September wurde das Projekt als Beweis f\u00fcr die St\u00e4rke des Standorts gefeiert. Doch OpenAI-Sprecher machten gegen\u00fcber der US-Zeitung\u00a0POLITICO deutlich, wo der Schuh dr\u00fcckt: Die extrem hohen Energiekosten in Gro\u00dfbritannien und eine unsichere Regulierung im Bereich des Urheberrechts machen langfristige Investitionen derzeit unkalkulierbar.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/vgzm.1003603-26640a8e-33db-447e-99b5-a54019f88825.gif\" height=\"1\" width=\"1\" border=\"0\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Besonders kritisch wird die Entscheidung der Regierung gesehen, die Pl\u00e4ne f\u00fcr eine liberale Nutzung von urheberrechtlich gesch\u00fctzten Inhalten f\u00fcr das KI-Training zu kippen. Stattdessen m\u00fcssen KI-Firmen nun explizit Lizenzen einholen, sofern Rechteinhaber nicht zustimmen. F\u00fcr Unternehmen wie OpenAI, die auf gigantische Datenmengen angewiesen sind, ist das ein massiver Kostentreiber und ein b\u00fcrokratisches Hindernis.<\/p>\n<p>                            8.000 Nvidia-Chips im Stand-by<\/p>\n<p>Eigentlich sah der Plan vor, bereits im ersten Quartal 2026 bis zu 8.000 H100- oder Blackwell-Chips von Nvidia zu leasen. Partner f\u00fcr das Vorhaben ist der Rechenzentrums-Spezialist Nscale. Diese Rechenpower sollte unter anderem im \u201eCobalt Park\u201c im Nordosten Englands installiert werden \u2013 einer von der Regierung ausgewiesenen \u201eKI-Wachstumszone\u201c.<\/p>\n<p>Doch nicht nur OpenAI tritt auf die Bremse. Auch ein gemeinsames Projekt von Microsoft und Nscale f\u00fcr das gr\u00f6\u00dfte Rechenzentrum des Landes in Essex wurde bereits von 2026 auf 2027 verschoben. Offiziell hei\u00dft es, man wolle auf neuere Chip-Generationen warten, doch auch hier fehlen noch finale Baugenehmigungen.<\/p>\n<p>                            Energiepreise und Politik bremsen KI-Siegeszug aus<\/p>\n<p>Das Problem ist symptomatisch f\u00fcr viele westliche Industrienationen: Der Hunger der KI nach Strom und Rechenleistung ist grenzenlos, doch die Infrastruktur kommt nicht hinterher. Gro\u00dfbritannien hat mit die h\u00f6chsten Strompreise weltweit \u2013 ein entscheidender Wettbewerbsnachteil gegen\u00fcber den USA oder asiatischen Standorten. Wenn die Politik hier nicht gegensteuert, droht Europa den Anschluss im wichtigsten Wachstumsmarkt des Jahrzehnts komplett zu verlieren.<\/p>\n<p>Das Aus f\u00fcr \u201eStargate UK\u201c zeigt: Der KI-Boom l\u00e4uft weiter, aber er wird teurer und selektiver \u2013 ein Problem f\u00fcr hochverschuldete Infrastruktur-Player wie Oracle, deren Aktie Anleger weiter meiden sollten. Nvidia hingegen bleibt der gro\u00dfe Gewinner: Die Nachfrage nach KI-Chips ist ungebrochen und verlagert sich lediglich geografisch. Egal ob Texas, Norwegen oder Abu Dhabi \u2013 ohne Nvidia l\u00e4uft nichts. Oder zugespitzt: Standorte sind austauschbar, die Chips nicht.<\/p>\n<p>Hinweis auf Interessenkonflikte<br \/>Der Autor h\u00e4lt unmittelbar Positionen \u00fcber die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren k\u00f6nnen: Oracle.<\/p>\n<p>Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin B\u00f6rsenmedien AG, Herr Bernd F\u00f6rtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen \u00fcber die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren k\u00f6nnen: Microsoft, Nvidia.<\/p>\n<p>Nvidia-Aktien befinden sich in einem Real-Depot der B\u00f6rsenmedien AG.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"R\u00fcckschlag f\u00fcr Gro\u00dfbritannien: OpenAI hat das ambitionierte Infrastrukturprojekt \u201eStargate UK\u201c vorerst auf Eis gelegt. 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