{"id":94838,"date":"2026-04-10T13:30:22","date_gmt":"2026-04-10T13:30:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/94838\/"},"modified":"2026-04-10T13:30:22","modified_gmt":"2026-04-10T13:30:22","slug":"kardinal-vesco-algerier-werden-von-leo-xiv-im-herzen-beruehrt-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/94838\/","title":{"rendered":"Kardinal Vesco: \u201eAlgerier werden von Leo XIV. im Herzen ber\u00fchrt sein\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Papst Leo XIV. beginnt seine erste apostolische Reise auf dem afrikanischen Kontinent mit einem Besuch in Algerien. Kardinal Jean-Paul Vesco, Erzbischof von Algier, bezeichnet den Aufenthalt als ein Ereignis von hoher symbolischer Reichweite, das sowohl die kleine christliche Minderheit als auch die mehrheitlich muslimische Bev\u00f6lkerung anspricht.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2026-02\/kardinal-algerien-papstbesuch-gilt-augustinus-und-dialog.html\" title=\"Kardinal in Algerien: Papstbesuch r\u00fcckt Augustinus und Dialog in den Fokus\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/cem\/2024\/vesco-ok.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Kardinal in Algerien: Papstbesuch r\u00fcckt Augustinus und Dialog in den Fokus\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Leo XIV. reist Mitte April nach Algerien, als erster Papst. Der Erzbischof von Algier, Kardinal Jean-Paul Vesco, beschreibt die Visite vorab im Gespr\u00e4ch mit uns als bedeutendes &#8230;\n     <\/p>\n<p>Olivier Bonnel und Mario Galgano &#8211; Vatikanstadt<\/p>\n<p>Mit seinem Eintreffen in Algerien stellt der Papst einen Bezug zur langen Geschichte Nordafrikas her, die eng mit dem R\u00f6mischen Reich und dem Wirken des heiligen Augustinus verkn\u00fcpft ist. Augustinus, der im 4. Jahrhundert im heutigen Souk Ahras geboren wurde, dient als spiritueller Ankn\u00fcpfungspunkt. Kardinal Vesco berichtet, dass die Selbstbezeichnung des Papstes als \u201eSohn des heiligen Augustinus\u201c bei vielen Algeriern auf eine positive Resonanz gesto\u00dfen sei und eine Form der geistigen Verwandtschaft geschaffen habe.<\/p>\n<p>Eine afrikanische Kirche im Wandel <\/p>\n<p>Das Kirchenoberhaupt trifft auf eine kleine katholische Gemeinschaft, deren Erscheinungsbild sich in den letzten Jahrzehnten gewandelt hat. Laut Vesco pr\u00e4sentiert sich die Kirche heute als \u201ebescheiden und afrikanisch\u201c. Die Geschichte der lokalen Kirche ist zudem durch das Gedenken an die 19 M\u00e4rtyrer gepr\u00e4gt, darunter die M\u00f6nche von Tibhirine, die 1996 w\u00e4hrend des algerischen B\u00fcrgerkriegs get\u00f6tet wurden.<\/p>\n<p>Der Erzbischof betont, dass die christliche Gemeinschaft inmitten einer fast ausschlie\u00dflich muslimischen Gesellschaft lebe. Dennoch sei die afrikanische Identit\u00e4t dieser Kirche essenziell f\u00fcr ihr Selbstverst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p>Fokus auf den Mittelmeerraum und Frieden <\/p>\n<p>Algerien nimmt eine geografische Schl\u00fcsselrolle als Tor zu Afrika und Schnittstelle zum Mittelmeerraum ein. Leo XIV. tritt hierbei in die Fu\u00dfstapfen seines Vorg\u00e4ngers Franziskus, indem er das Mittelmeer nicht als Grenze, sondern als gemeinsamen Raum der Zivilisation und des Dialogs definiert. Vesco erinnert daran, dass das Meer f\u00fcr viele Migranten derzeit ein Hindernis oder gar eine Todesfalle darstelle und der Besuch dazu beitragen k\u00f6nne, Trennungen zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund aktueller Konflikte im Nahen Osten und in Afrika wird die Friedensbotschaft des Papstes eine zentrale Rolle spielen. Das Motto der Reise, \u201eDer Friede sei mit euch\u201c, korrespondiert mit dem arabischen Gru\u00df \u201eSalam aleikoum\u201c. Vesco hebt hervor:<\/p>\n<p>\u201eEs ist der Gru\u00df eines Mannes des Friedens, der kommt. In der heutigen Welt stellt sich die Frage: Wo sind die Menschen des Friedens?\u201c<\/p>\n<p>Der Kardinal \u00e4u\u00dfert die Hoffnung, dass der Papst als Tr\u00e4ger einer \u201eentwaffneten und entwaffnenden\u201c Friedensbotschaft wahrgenommen wird, die einer weiteren Eskalation globaler Gewalt entgegenwirkt.<\/p>\n<p>Die Begegnung mit der Bev\u00f6lkerung <\/p>\n<p>Nach Ansicht von Kardinal Vesco wird vor allem die pers\u00f6nliche Ausstrahlung des Pontifex f\u00fcr die Menschen in Algerien entscheidend sein. Er zeigt sich \u00fcberzeugt, dass die direkte Begegnung und die Art und Weise, wie der Papst dem Land und seinen Bewohnern begegnet, die Menschen nachhaltig bewegen wird. Die Algerier seien ein Volk, das sehr stark auf Pers\u00f6nlichkeit und Authentizit\u00e4t reagiere, weshalb der Besuch eine tiefe Wirkung auf die Herzen der B\u00fcrger haben werde.<\/p>\n<p>(vatican news)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Papst Leo XIV. beginnt seine erste apostolische Reise auf dem afrikanischen Kontinent mit einem Besuch in Algerien. 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