{"id":94875,"date":"2026-04-10T13:52:09","date_gmt":"2026-04-10T13:52:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/94875\/"},"modified":"2026-04-10T13:52:09","modified_gmt":"2026-04-10T13:52:09","slug":"historisches-mosaik-im-linzer-mariendom-restauriert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/94875\/","title":{"rendered":"Historisches Mosaik im Linzer Mariendom restauriert"},"content":{"rendered":"<p> LINZ. Eine weitere der sieben Kapellen im Linzer Mariendom steht kurz vor dem Abschluss der Restaurierung. Im Mittelpunkt der Arbeiten steht das beeindruckende Mosaik der M\u00e4rtyrer-Kapelle, das aus \u00fcber 100.000 kleinen Einzelteilen besteht. Tips hat Restauratorin Susanne Beseler \u00fcber die Schulter geschaut.\u00a0 <\/p>\n<p>Konkret handelt es sich bei der aktuell dritten Restaurierung im Mariendom um die Doppelkapelle mit den Kapellen \u201eK\u00f6nigin der M\u00e4rtyrer\u201c und \u201eK\u00f6nigin der Propheten\u201c, die sich mittlerweile schon wieder in deutlich verbesserter Optik befinden.<\/p>\n<p>Besondere Mosaike<\/p>\n<p>Neben der Reinigung von Steinoberfl\u00e4chen und der beiden Alt\u00e4re wurde auch an der Restaurierung der 8,5 Meter hohen Wandmosaike gearbeitet. Die Mosaike sind an den Stellen des Doms beziehungsweise der Kapellen zu finden, wo kein Fenster m\u00f6glich war.<\/p>\n<p> Das bedeutet aber nicht, dass die Mosaike den Glasfenstern in irgendeiner Hinsicht nachstehen. \u201eDie Mosaike sind nahezu brillant und irrsinnig gut erhalten. Die malerische Sch\u00f6nheit entspricht auf jeden Fall der der Fenster\u201c, betont Restauratorin Susanne Beseler.\u00a0<\/p>\n<p>100.000 kleine St\u00fccke<\/p>\n<p>Durch den guten Zustand sei die Herausforderung trotz ungef\u00e4hr 100.000 Tesserae (kleine Mosaikteilchen) einfach gewesen, erz\u00e4hlt die Restauratorin weiter.\u00a0<\/p>\n<p>Besonders ist au\u00dferdem, dass es viele kleine vergoldete St\u00fcckchen gibt. Viele Mosaiksteinchen sind auch aus Silber oder Schlagmetall. Diese sind jedoch schadensanf\u00e4lliger und mussten im Vergleich am h\u00e4ufigsten retuschiert und verbessert werden. Doch auch das blieb nahezu eine Seltenheit. <\/p>\n<p>\u201eUnser Ziel war es, bei der Restaurierung so viel wie n\u00f6tig, aber so wenig wie m\u00f6glich einzugreifen\u201c, erkl\u00e4rt Dombaumeister Michael Hager.<\/p>\n<p>\u201eDas Glas macht Disco\u201c<\/p>\n<p>Eine weitere Au\u00dfergew\u00f6hnlichkeit \u2013 entdeckt von den beiden Restauratorinnen Susanne Beseler und Iris Bermoser \u2013 ist das Leuchten einiger Tesserae im UV- beziehungsweise Taschenlampenlicht. Zum Beispiel wird dann Gold zu Gr\u00fcn oder Rosa zu Neonrot. Darauf hat selbst Beseler keine Erkl\u00e4rung und beschreibt schmunzelt ihre Entdeckung mit den Worten: \u201eDas Glas macht Disco\u201c.<\/p>\n<p>Abschluss in zwei Wochen<\/p>\n<p>Restauriert wurde von oben nach unten. Im Moment fehlen nur noch die Alt\u00e4re, die von einer dicken Schmutzschicht befreit werden und zuerst trocken, dann feucht gereinigt werden. Das bedeutet, in etwa zwei Wochen sollte der Mariendom wieder frei von Ger\u00fcsten sein \u2013 zumindest bis zum n\u00e4chsten Restaurierungsabschnitt, sagt Hager. <\/p>\n<p>Die Arbeiten wurden von den Restauratorinnen gemeinsam mit der Dombauh\u00fctte des Mariendoms und in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt durchgef\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"LINZ. Eine weitere der sieben Kapellen im Linzer Mariendom steht kurz vor dem Abschluss der Restaurierung. 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