{"id":95293,"date":"2026-04-10T18:16:11","date_gmt":"2026-04-10T18:16:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/95293\/"},"modified":"2026-04-10T18:16:11","modified_gmt":"2026-04-10T18:16:11","slug":"energiepreise-bremsen-oesterreichs-wirtschaft-inflation-bleibt-zu-hoch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/95293\/","title":{"rendered":"Energiepreise bremsen \u00d6sterreichs Wirtschaft, Inflation bleibt zu hoch"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c2774165546=\"\" data-cy=\"preamble\">Wirtschaftsforscher senken wegen des Iran-Krieges ihre Konjunkturprognose f\u00fcr \u00d6sterreich. Die heimische Wirtschaft soll heuer nur mehr schaumgebremst wachsen. \u00d6konomen fordern weitere Sparma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Der Iran-Krieg und die stark gestiegenen Energiepreise bremsen die wirtschaftliche Erholung \u00d6sterreichs. Die Wirtschaftsforscher von Wifo und IHS senken ihre Konjunkturprognose f\u00fcr 2026 deutlich. Ging man im Dezember noch von einem Wirtschaftswachstum von 1,2 (Wifo) bzw. 1,0 Prozent (IHS) aus, wird nun ein Plus von 0,9 bzw. 0,5 Prozent prognostiziert. Die Inflation soll heuer mit 2,7 bzw. 2,9 Prozent weiter \u00fcber dem 2-Prozent-Ziel der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) liegen.<\/p>\n<p>\u201eIran-Krieg gef\u00e4hrdet die Konjunkturerholung\u201c<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Nach den Rezessionsjahren 2023 und 2024 h\u00e4tte sich die heimische Volkswirtschaft wieder langsam erholen sollen. \u201eMit dem Ausbruch des Iran-Krieges und dem dadurch ausgel\u00f6sten starken Anstieg der \u00d6l- und Gaspreise haben sich aber die Unsicherheit stark erh\u00f6ht und die Konjunkturaussichten merklich eingetr\u00fcbt\u201c, schreibt das Institut f\u00fcr H\u00f6here Studien (IHS) in seiner Prognose. Auch das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) stellte fest: \u201eDer Iran-Krieg gef\u00e4hrdet die Konjunkturerholung.\u201c<\/p>\n<p>Verschiedene Szenarien m\u00f6glich<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Das Wifo erstellte seine Prognosen aufgrund des \u201enicht absch\u00e4tzbaren Kriegsverlaufs\u201c auf Basis dreier Szenarien. Dauert der Iran-Krieg nur wenige Wochen und ist die Erd\u00f6l-Infrastruktur der Golfstaaten nicht nachhaltig besch\u00e4digt, rechnen die Experten in diesem \u201eoptimistischen Szenario\u201c mit einem Wirtschaftswachstum heuer um 1,1 Prozent. In ihrem \u201eHauptszenario\u201c gehen die Wifo-\u00d6konomen davon aus, dass der Krieg ebenfalls von kurzer Dauer ist, sich allerdings die Brennstoffe kr\u00e4ftiger verteuern. Dann w\u00fcrde die Wirtschaft um 0,9 Prozent wachsen. Im \u201epessimistischen Szenario\u201c \u2013 lange Kriegsdauer, langfristig zerst\u00f6rte Infrastruktur \u2013 werde der moderate Aufschwung unterbrochen und das BIP legt 2026 nur 0,2 Prozent zu.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Angesichts der \u201eUnsicherheit \u00fcber die weitere Entwicklung der Energiepreise\u201c berechnete das IHS ebenfalls ein Alternativszenario, in dem die Erd\u00f6l- und Erdgaspreise in der Spitze st\u00e4rker steigen und l\u00e4nger h\u00f6her bleiben. In diesem Fall w\u00fcrde das BIP-Wachstum 2026 nur 0,3 Prozent und 2027 0,7 Prozent betragen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Auch f\u00fcr 2027 passten die Wirtschaftsforscher ihre Zahlen an. W\u00e4hrend das Wifo seine Prognose um 0,1 Prozentpunkte auf 1,3 Prozent kappte, geht das IHS von 0,8 Prozent aus. Die neuen Zahlen dienen als Basis f\u00fcr die Gespr\u00e4che der Bundesregierung \u00fcber das Doppelbudget 2027\/28.<\/p>\n<p>Inflation bleibt \u00fcber 2-Prozent-Ziel<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">\u201eDie Inflationsrate d\u00fcrfte trotz des Iran-Krieges weiter zur\u00fcckgehen, jedoch verlangsamt der j\u00fcngste Energiepreisanstieg den R\u00fcckgang\u201c, kommt das Wifo zu dem Schluss. Die Inflationsrate im vergangenen Jahr lag bei 3,6 Prozent. Heuer soll den Berechnungen die Teuerungsrate im Jahresdurchschnitt zwischen 2,7 und 2,9 Prozent betragen, 2027 dann auf 2,3 bis 2,4 Prozent sinken. Die Europ\u00e4ische Zentralbank strebt eine Teuerungsrate von 2,0 Prozent an, die als optimal f\u00fcr die Wirtschaft gilt.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt den Wirtschaftsforschern zufolge \u201enahezu unver\u00e4ndert\u201c. Die Arbeitslosenrate f\u00fcr 2026 und 2027 soll zwischen 7,1 und 7,5 Prozent liegen.<\/p>\n<p>Defizit \u00fcber 4 Prozent <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die \u00d6konomen des Wifo und IHS prognostizieren f\u00fcr heuer ein gesamtstaatliches Budgetdefizit in \u00d6sterreich von 4,1 bzw. 4,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Zwar sei die budget\u00e4re Ausgangslage mit einem Defizit von 4,2 Prozent im Jahr 2025 g\u00fcnstiger als urspr\u00fcnglich angenommen, jedoch d\u00fcrften die \u201eeingetr\u00fcbten Wachstumsaussichten die Budgetperspektiven verschlechtern\u201c, schreibt das IHS. 2027 soll das Defizit dann minimal auf 4,0 (Wifo) bzw. 4,1 Prozent (IHS) sinken.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Das gemeinsame Budgetdefizit von Bund, L\u00e4ndern, Gemeinden und Sozialversicherungstr\u00e4gern liegt in den kommenden Jahren damit noch immer deutlich \u00fcber dem von der EU vorgegebenen Maastricht-Grenzwert von 3 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 betrug das heimische Defizit 4,7 Prozent. Im Juli wurde deswegen die Er\u00f6ffnung eines EU-Defizitverfahrens gegen \u00d6sterreich offiziell beschlossen.<\/p>\n<p>Weitere Sparma\u00dfnahmen notwendig<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">2028 will die Bundesregierung bei 3,0 Prozent und damit exakt im erlaubten Rahmen der Europ\u00e4ischen Union landen. \u201eNach aktuellem Stand sind dazu in der kommenden Budgetperiode weitere Konsolidierungsma\u00dfnahmen erforderlich\u201c, schreibt das IHS in seiner Prognose. Andernfalls k\u00f6nne sich das Defizitverfahren verl\u00e4ngern.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Dass sich das mit den schon eingeleiteten Ma\u00dfnahmen nicht ausgehen wird, hat Finanzminister Markus Marterbauer (SP\u00d6) j\u00fcngst best\u00e4tigt. Er erkennt einen zus\u00e4tzlichen Konsolidierungsbedarf von zwei Milliarden, und das, obwohl die Regierung ohnehin schon bei den F\u00f6rderungen bis 2029 einen ebenso hohen Betrag einsparen will.<\/p>\n<p>Basis f\u00fcr Doppelbudget<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die Fr\u00fchjahrsprognose der beiden Wirtschaftsforschungsinstituten dient als Basis f\u00fcr die Gespr\u00e4che \u00fcber das Doppelbudget 2027\/28 der Bundesregierung, die ebenfalls am heutigen Freitag starten. Die Wirtschaftsforscher gehen davon aus, dass der Iran-Krieg und die stark gestiegenen Energiepreise die wirtschaftliche Erholung \u00d6sterreichs bremsen werden. Das Wifo erwartet f\u00fcr 2026 ein Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent und f\u00fcr 2027 von 1,3 Prozent. Das IHS rechnet mit einem Plus von lediglich 0,5 Prozent im laufenden Jahr und 0,8 Prozent im kommenden Jahr.<\/p>\n<p>Staatsverschuldung steigt auf rund 85 Prozent<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die \u00f6sterreichische Staatsverschuldung stieg im vergangenen Jahr auf 81,5 Prozent des BIP an. Das IHS erwartet heuer eine weitere Zunahme auf 83,5 Prozent und 85,4 Prozent im kommenden Jahr. Das Wifo rechnet 2027 mit einer Staatsverschuldung von 84,6 Prozent. (APA)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wirtschaftsforscher senken wegen des Iran-Krieges ihre Konjunkturprognose f\u00fcr \u00d6sterreich. 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