{"id":95327,"date":"2026-04-10T18:36:07","date_gmt":"2026-04-10T18:36:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/95327\/"},"modified":"2026-04-10T18:36:07","modified_gmt":"2026-04-10T18:36:07","slug":"wiener-staatsoper-praesentiert-neues-programm-prominente-namen-von-kosky-bis-grigorian","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/95327\/","title":{"rendered":"Wiener Staatsoper pr\u00e4sentiert neues Programm: Prominente Namen von Kosky bis Grigorian"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c2774165546=\"\" data-cy=\"preamble\">Mit gleich sechs Premieren, acht Wiederaufnahmen, einer Kinderauff\u00fchrung und dem bestehenden Repertoire sind f\u00fcr 2026\/27 in Summe 46 verschiedene Opern in der Wiener Staatsoper geplant. <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Wien \u2013 Sechs Premieren bietet die Wiener Staatsoper in der n\u00e4chsten Saison im Haupthaus \u2013 und da ist eine Kinderopernurauff\u00fchrung nach Mozart gar nicht eingerechnet. Mit Ballett werden 2026\/27 \u00fcber 60 Werke im Repertoire angeboten, schreibt Direktor Bogdan Ro\u0161\u010di\u0107 im Vorwort der 96-seitigen Spielzeitbrosch\u00fcre, von der 110.000 St\u00fcck gedruckt wurden und in der er den Besuch von Opernvorstellungen als \u201eunberechenbare Sto\u00dfwellentherapie\u201c gegen das Leiden am Zustand der Welt empfiehlt.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Das Publikum bekommt die Vorhaben am Sonntag um 11 Uhr in einer gro\u00dfen Matinee, die auch live von ORF III sowie auf der <a href=\"https:\/\/www.play.wiener-staatsoper.at\" id=\"link-05b7bad3210760840bce524706818c77\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Streaming-Plattform<\/a> und dem YouTube-Kanal der Wiener Staatsoper \u00fcbertragen wird, vorgestellt. Den Medien pr\u00e4sentierte Ro\u0161\u010di\u0107 diese schon am Freitag als \u201enachhaltige Arbeit am Ganzen der Oper\u201c, bei der die wesentliche Frage auf immer wieder neue Weise gestellt werde: \u201eWas ist das Leben?\u201c Nachdem er in seiner ersten Funktionsperiode ab 2020 die Erneuerung des Repertoires ins Zentrum seiner Arbeit gestellt habe, forciere er nun in seiner bis 2030 laufenden zweiten Amtszeit das \u201eweniger bis gar nicht Gespielte\u201c, sagte er. <\/p>\n<p>Die Premieren<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">3. Oktober 2026: \u201eEine florentinische Trag\u00f6die\/Herzog Blaubarts Burg\u201c von Alexander Zemlinsky und B\u00e9la Bart\u00f3k<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">10. Oktober 2026: \u201eGeheimmission Zauberfl\u00f6te\u201c von Wolfgang Amadeus Mozart \/ Gerald Resch (Kinderopernurauff\u00fchrung)<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">22. November 2026: \u201eAriadne auf Naxos&#8220; von Richard Strauss<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">17. Dezember 2026: \u201eLa damnation de Faust\u201c von Hector Berlioz<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">21. Februar 2027: \u201eUn Ballo in Maschera\u201c von Guiseppe Verdi<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">15. M\u00e4rz 2027: \u201ePique Dame\u201c von Piotr I. Tschaikowsky<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">11. Juni 2027: \u201eI Capuleti e i Montecchi\u201c von Vincenzo Bellini<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">So manches Werk der Premierenliste sei noch nie oder schon lange nicht an der Staatsoper gezeigt worden. Die Saisonpremiere 2027\/28 werde dann einem Auftragswerk der Staatsoper gelten, verriet der Direktor, der sich in seiner Planung schon in der Saison 2029\/30 befindet und bis dahin \u201ezahlreiche neue Namen am Pult\u201c pr\u00e4sentieren will. Dem ab Fr\u00fchjahr 2028 geplanten neuen \u201eRing\u201c unter Christian Thielemann gehe es \u201eausgezeichnet\u201c, meinte er auf Nachfrage.<\/p>\n<p>Auftakt wieder mit einem \u201eOpern Air\u201c<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Zum zweiten Mal wird der Saisonauftakt mit einem \u201eOpern Air\u201c im Burggarten gefeiert. Am 6. September um 19 Uhr treten dort Stars wie Asmik Grigorian (\u201etats\u00e4chlich seit dem ersten Tag eine der zentralsten K\u00fcnstlerinnen des Hauses \u00fcberhaupt\u201c) und Piotr Beczala (wird u.a. seinen ersten Parsifal an der Staatsoper singen) bei freiem Eintritt auf. Bei der Premiere sei nicht nur die Resonanz, sondern auch der Klang herausragend gewesen \u2013 weswegen man den Ort beibehalten habe, obwohl man im Vorjahr \u201eviele tausend Menschen\u201c abweisen habe m\u00fcssen, so Ro\u0161\u010di\u0107.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die ersten Neuproduktionen gelten den Jahren 1917-19 und damit dem \u201emusikalischen \u00dcbergang zur Moderne\u201c. Den Auftakt im Premierenreigen macht am 3. Oktober ein Doppel aus Alexander Zemlinskys \u201eEine florentinische Trag\u00f6die\u201c und B\u00e9la Bart\u00f3ks \u201eHerzog Blaubarts Burg\u201c, das von Hausdeb\u00fctant Vasily Barkhatov inszeniert wird. Im Zemlinsky-St\u00fcck feiert Sopranstar Asmik Grigorian ihr pers\u00f6nliches Rollendeb\u00fct als Bianca, w\u00e4hrend ihr bei Bart\u00f3ks St\u00fcck Florian Boesch als Spielpartner gegen\u00fcbersteht \u2013 f\u00fcr den Direktor \u201eder Gl\u00fccksfall einer Besetzung\u201c. Beide Werke verbindet neben der Person Grigorian der Fokus auf das Dunkle der Liebe und der Umstand, dass sie schon lange nicht mehr am Ring erklangen.<\/p>\n<p>Strauss und Berlioz, Verdi und Bellini<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Altvertraut ist hingegen Richard Strauss&#8216; \u201eAriadne auf Naxos\u201c, die am 22. November zur Premiere kommt. Barrie Kosky inszeniert nach seinem Da Ponte-Zyklus das St\u00fcck, wobei ihm in ihrer erstmaligen Zusammenarbeit mit Franz Welser-M\u00f6st im Graben ein Strauss-Experte zur Seite steht. Exquisit gestaltet sich hier nicht nur die anf\u00e4ngliche b\u00fchnenbildnerische Anspielung auf die (soeben frisch renoviert dem Publikum zug\u00e4nglich gemachte) Villa Beer, sondern auch die Besetzung rund um Kate Lindsey, Daniel Behle und Golda Schultz. Dass heuer auch die Salzburger Festspiele diese Oper in einer Neuproduktion anbieten (Manfred Honeck dirigiert die Wiener Philharmoniker und Ersan Mondtag, der auch als Favorit f\u00fcr die kommende \u201eRing\u201c-Regie gehandelt wird, inszeniert), erkl\u00e4rte Ro\u0161\u010di\u0107 u.a. damit, dass es unter Festspielintendant Markus Hinterh\u00e4user \u201ekeine Bereitschaft zur Abstimmung\u201c gegeben habe \u2013 was er sp\u00e4ter ausdr\u00fccklich nicht als Kritik verstanden haben wollte. Zu den Vorg\u00e4ngen in Salzburg befragt, sagte der Staatsoperndirektor: \u201eZu dem, was dort passiert ist, m\u00f6chte ich selbstverst\u00e4ndlich keine Silbe sagen.\u201c<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Den premierentechnischen Abschluss des Jahres bildet am 17. Dezember Hector Berlioz&#8216; \u201eLa Damnation de Faust\u201c, die von \u201eTannh\u00e4user\u201c-Regisseurin Lydia Steier gestaltet wird, der mit Bertrand de Billy ein Kenner des Fachs am Pult beigeordnet ist. Mit einem \u201eallerzentralsten Verdi\u201c (Ro\u0161\u010di\u0107) startet man dann im neuen Jahr, wenn am 21. Februar Puppenmagier Nikolaus Habjan ohne Puppen den \u201eBallo in Maschera\u201c zur Premiere bringt und f\u00fcr diese Koproduktion mit der Dutch National Opera auf ein Starensemble um Freddie De Tommaso, Marina Rebeka und in der zweiten Auff\u00fchrungsserie Anna Netrebko zur\u00fcckgreifen kann. Apropos Russland: Tschaikowskys \u201ePique Dame\u201c folgt am 15. M\u00e4rz, gestaltet von Evgeny Titov, der zuletzt die \u201eIolanta\u201c des Komponisten am Haus inszenierte. Am Pult steht mit Alexander Soddy \u201eein Dirigent, der zu einem Liebling nicht nur des Orchesters geworden ist\u201c.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">In mutma\u00dflich sommerlichen Temperaturen schwenkt man dann zum Abschluss aufs italienische Fach, wenn am 11. Juni Bellinis \u201eI Capuleti e i Montecchi\u201c von Tatjana G\u00fcrbaca neu interpretiert werden. Auch dieses ebenfalls mit den Niederl\u00e4ndern koproduzierte St\u00fcck harrte schon l\u00e4nger einer Neubetrachtung an der Staatsoper, wo es letztmals 1987 erklang.<\/p>\n<p>Ihr Kinderlein kommet<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die kleinen Opernfreunde werden ja seit der Er\u00f6ffnung vornehmlich im zweiten Standort NEST bedient, aber auch im Haupthaus feiert man heuer eine Urauff\u00fchrung: \u201eGeheimmission Zauberfl\u00f6te\u201c basiert wenig \u00fcberraschend auf Mozart, den Gerald Resch im Oktober bearbeitet, wobei Nina Blum nach der Wagner-Adaption \u201eDas verfluchte Geisterschiff\u201c bereits zum dritten Mal ein Kinderprojekt f\u00fcr die Staatsoper gestaltet.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Bunt pr\u00e4sentiert sich das kinder- und jugendaffine Programm unterdessen im NEST, wenn etwa David B\u00f6sch im Oktober Grigori Frids B\u00fchnenfassung von \u201eDas Tagebuch der Anne Frank\u201c inszeniert, w\u00e4hrend beim \u201eKleinen Prinzen\u201c von Claude Debussy der Tanz im November dominiert. Mit \u201eDie kleine Hexe\u201c von Franz Wittenbrink endet hier im April das Premierengeschehen. Die privat finanzierte Spielst\u00e4tte sei freilich \u00fcber Kinder- und Jugendprogramme hinaus \u201eso etwas wie ein zweiter Saal\u201c der Staatsoper, in dem etwa Experimente und Urauff\u00fchrungen stattfinden k\u00f6nnten, hob Ro\u0161\u010di\u0107 hervor und verwies auf \u00fcber 160 geplante Vorstellungen: \u201eDas NEST bl\u00fcht und gedeiht!\u201c Und auch vor dem K\u00fcnstlerhaus tut sich was: F\u00fcr \u201eKarussell\u201c nach Jacques Offenbach wird von 4. bis 20. September ein Ringelspiel aufgebaut, auf dem f\u00fcr Kinder jeweils 20 Minuten lang Figuren aus \u201eHoffmanns Erz\u00e4hlungen\u201c zum Leben erweckt werden. \u201eDas wird entz\u00fcckend\u201c, versprach der Staatsoperndirektor.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Zum Outreach-Programm, bei dem man auch in Schulen geht, bietet man auch extra U27-Initiativen. Aktuell seien daf\u00fcr knapp 16.000 junge Menschen registriert, hie\u00df es. Bereits in dieser Saison, n\u00e4mlich am 11. Juni, wird es erstmals eine besondere Vorstellung ausschlie\u00dflich f\u00fcr U27-Publikum geben. Alle Tickets kosten 20 Euro. Aktuell sind 1.000 Karten verkauft, 60 Prozent davon an \u201eErstbesucher:innen\u201c. K\u00fcnftig soll j\u00e4hrlich eine derartige Vorstellung angeboten werden. (APA)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit gleich sechs Premieren, acht Wiederaufnahmen, einer Kinderauff\u00fchrung und dem bestehenden Repertoire sind f\u00fcr 2026\/27 in Summe 46&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":95328,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[7193,3657,40,41,805,39,38,16593],"class_list":{"0":"post-95327","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-bogdan-roscic","9":"tag-buehne","10":"tag-nachrichten","11":"tag-news","12":"tag-oper","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-top-meldungen","15":"tag-wiener-staatsoper"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116381861897031686","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/95327","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=95327"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/95327\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/95328"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=95327"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=95327"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=95327"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}