{"id":95344,"date":"2026-04-10T18:51:06","date_gmt":"2026-04-10T18:51:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/95344\/"},"modified":"2026-04-10T18:51:06","modified_gmt":"2026-04-10T18:51:06","slug":"bericht-zur-finanzzielsteuerung-gesundheit-2025-zieht-bilanz-auf-basis-neuer-ausgabenobergrenzen-pk0304-10-04-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/95344\/","title":{"rendered":"Bericht zur Finanzzielsteuerung Gesundheit 2025 zieht Bilanz auf Basis neuer Ausgabenobergrenzen (PK0304\/10.04.2026)"},"content":{"rendered":"<p>Wien (PK) \u2013 Bereits im Jahr 2013 haben sich Bund, L\u00e4nder und Sozialversicherung erstmals auf eine vertraglich festgelegte Organisation der Gesundheitsversorgung in \u00d6sterreich verst\u00e4ndigt. Durch eine gemeinsame &#8222;Governance&#8220; soll vor allem den Prinzipien Wirkungsorientierung, Verantwortlichkeit, Rechenschaftspflicht, Offenheit und Transparenz von Strukturen bzw. Prozessen sowie Fairness Rechnung getragen werden. Die im Rahmen von 15a-Vereinbarungen beschlossene Zielsteuerung im Bereich des Gesundheitswesen sieht dabei nicht nur das Erfassen von relevanten Messgr\u00f6\u00dfen und Indikatoren vor, sondern auch ein regelm\u00e4\u00dfiges Monitoring.<\/p>\n<p>\u00dcber das Erreichen dieser Vorgaben, den Stand der Reformvorhaben sowie die aktuelle Entwicklung des \u00f6ffentlichen Gesundheitswesens informiert unter anderem der vorliegende halbj\u00e4hrliche Kurzbericht 2025, der von der Gesundheit \u00d6sterreich GmbH f\u00fcr das Sozialministerium erstellt und dann dem Parlament zugeleitet wurde (<a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/gegenstand\/XXVIII\/III\/308\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">III-308 d.B.)<\/a>.<\/p>\n<p>In einem eigenen Kapitel werden auch all jene Gesundheitsausgaben, die nicht unter die Zielsteuerungsvereinbarung fallen, wie z.B. jene der Pensionsversicherung, der Unfallversicherung, der Krankenf\u00fcrsorgeanstalten des Bundes, Investitionen oder auch die privaten Gesundheitsausgaben gesondert dargestellt.<\/p>\n<p>Finanzausgleich 2024 bringt neue Ausgabenobergrenzen<\/p>\n<p>Seit dem Finanzausgleich 2024 gelten folgende neue Wachstumsraten der Ausgabenobergrenzen (AOG), die f\u00fcr die nunmehr dritte Zielsteuerungsperiode festgelegt wurden: 6,7 % (2024), 5,8 % (2025), 5,2 % (2026), 4,5 % (2027) und 4,42 % (2028). Diese basieren auf den damals g\u00fcltigen Konjunkturprognosen (z.B. BIP-Prognose des Wifo vom M\u00e4rz 2023). Um den besonderen Herausforderungen im Gesundheitswesen, wie etwa der demografischen Entwicklung oder der Inflation gerecht zu werden, haben sich die Systempartner auf Steigerungsraten geeinigt, die \u00fcber jener des prognostizierten nominellen BIP zu liegen kamen, zeigt der Bericht auf. Auch den f\u00fcr die nachhaltige St\u00e4rkung des solidarischen Gesundheitssystems erforderlichen zus\u00e4tzlichen Mitteln sei durch die Ber\u00fccksichtigung im nominellen Startwert der Ausgabenobergrenzen Rechnung getragen worden.<\/p>\n<p>Unterschreitung der Werte aufgrund neuer Ausgabenobergrenzen<\/p>\n<p>Die \u00f6ffentlichen Gesundheitsausgaben gem\u00e4\u00df System of Health Accounts (SHA) beruhen f\u00fcr das Jahr 2024 auf der Schnellsch\u00e4tzung von Statistik Austria und konnten im vorliegenden Bericht daher bereits den neuen Ausgabenobergrenzen gegen\u00fcbergestellt werden. Auf dieser Basis zeigt sich, dass es \u2013 im Gegensatz zum letzten Bericht \u2013 zu einer Unterschreitung der Vorgaben kommt. Dies k\u00f6nne auf die Festlegung neuer Ausgabenobergrenzen zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Nachdem die \u00f6ffentlichen Gesundheitsausgaben ohne Langzeitpflege f\u00fcr das Jahr 2024 auf 39,17 Mrd. \u20ac gesch\u00e4tzt werden, wird eine Unterschreitung der AOG um rund 966 Mio. \u20ac angenommen.<\/p>\n<p>Nach einem pandemiebedingten starken Anstieg der Gesundheitsausgaben in den Jahren 2020 und 2021 und einem darauf folgenden leichten R\u00fcckgang weist die Schnellsch\u00e4tzung f\u00fcr 2024 wieder eine leichte Zunahme auf 7,9 % des BIP auf. Dadurch sei die Bedeutung des Gesundheitssektors im Verh\u00e4ltnis zur gesamtwirtschaftlichen Leistung weiter im Steigen begriffen, geben die Autorinnen und Autoren zu bedenken.<\/p>\n<p>Was die privaten Gesundheitsausgaben betrifft, so sind diese mit rund 12 Mrd. \u20ac weiterhin hoch und seit dem Jahr 2021 wieder im Steigen begriffen. Ihr Anteil an den gesamten Gesundheitsausgaben betr\u00e4gt mittlerweile 23,5 %.<\/p>\n<p>Unterschiedliche Entwicklungen bei L\u00e4ndern und Sozialversicherung<\/p>\n<p>F\u00fcr den Sektor der L\u00e4nder wurden zum aktuellen Monitoringzeitpunkt f\u00fcr das Jahr 2024 zielsteuerungsrelevante Gesundheitsausgaben in der H\u00f6he von 18,25 Mrd. \u20ac ermittelt. Dies entspricht ebenfalls einer Unterschreitung um 439 Mio. \u20ac bzw. 2,35 %. Nachdem f\u00fcr das Jahr 2025 Ausgaben in der H\u00f6he von 18,7 Mrd. \u20ac prognostiziert werden, soll sich dieser Trend fortsetzen (Unterschreitung um 5,49 %). Im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung wurde f\u00fcr 2024 eine Unterschreitung der AOG um 1,38 % ermittelt, 2025 kommt es auf Basis eines unterj\u00e4hrigen Monitorings dann zu einem Anstieg um 0,55 %. Ein Plus weisen dabei die \u00d6GK (0,55 %) und die BVAEB (2,07 %) auf, die SVS unterschreitet hingegen die Ausgabenobergrenzen um 1,47 %. (Schluss) sue<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wien (PK) \u2013 Bereits im Jahr 2013 haben sich Bund, L\u00e4nder und Sozialversicherung erstmals auf eine vertraglich festgelegte&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":67128,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[1616,35465,1559,46,42,5988,95,90,89,124,91,94,44,93,92],"class_list":{"0":"post-95344","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-finanzen","9":"tag-finanzzielsteuerung","10":"tag-nationalrat","11":"tag-at","12":"tag-austria","13":"tag-bericht","14":"tag-business","15":"tag-companies","16":"tag-companies-markets","17":"tag-gesundheit","18":"tag-markets","19":"tag-maerkte","20":"tag-oesterreich","21":"tag-unternehmen","22":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116381921120793833","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/95344","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=95344"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/95344\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/67128"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=95344"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=95344"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=95344"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}