{"id":95980,"date":"2026-04-11T03:40:09","date_gmt":"2026-04-11T03:40:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/95980\/"},"modified":"2026-04-11T03:40:09","modified_gmt":"2026-04-11T03:40:09","slug":"metal-in-der-ukraine-wie-in-einem-geschlossenen-oekosystem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/95980\/","title":{"rendered":"Metal in der Ukraine \u2013 \u201ewie in einem geschlossenen \u00d6kosystem\u201c"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/c56b0d06f7f44b619956cc95a8b24b7c.gif\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\"\/>Seit nunmehr vier Jahren leben die Menschen in der <a href=\"https:\/\/www.metal-hammer.de\/themen\/ukraine\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a> in st\u00e4ndiger Angst. Stromausf\u00e4lle, Bombenalarm, Ausgangssperren und permanente Lebensgefahr sind zum traurigen Alltag geworden. Als eine Art lautstarke Trotzreaktion erlebt die ukrainische Metal-Szene seither einen wahren Aufschwung.<\/p>\n<p>Bands wie <a href=\"https:\/\/www.metal-hammer.de\/artists\/jinjer\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jinjer<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.metal-hammer.de\/artists\/1914\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">1914<\/a> geh\u00f6ren derzeit wohl zu den gefragtesten Vertretern ihrer Zunft. Doch im Untergrund brodelt weit mehr. <a href=\"https:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/zuendfunk\/ukrainische-metalszene-leben-im-krieg-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Z\u00fcndfunk<\/a> (vom Bayerischen Rundfunk) gibt der Underground-Metal-Szene von Kiew eine Stimme. Im Portrait \u2018Wie die Kyjiwer Metal-Szene dem Krieg trotzt\u2019 r\u00fcckt die Deathgrind-Band Tsytska in den Fokus.<\/p>\n<p>Ein \u00d6kosystem<\/p>\n<p>Im Interview mit Z\u00fcndfunk gibt Gitarristin Anastasia an: \u201eMetal hat sich schon immer sehr direkt mit gesellschaftlichen und politischen Themen befasst. Und gerade heute ist das relevant, wo wir nicht nur in der Ukraine, sondern \u00fcberall auf der Welt schlimme Dinge sehen.\u201c Nicht nur im Metal, sondern auch in vielen anderen Musik-Genres habe es seit Beginn des Krieges neue Aufschw\u00fcnge gegeben. Irgendwie logisch. Immerhin verbindet Musik und ist ein kraftvolles Mittel, um Emotionen zum Ausdruck zu bringen.<\/p>\n<p>An dieser Stelle findest du Inhalte aus Facebook<\/p>\n<p>Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.<\/p>\n<p>\tSoziale Netzwerke aktivieren<\/p>\n<p>Zudem f\u00fcllen die ukrainischen Bands eine L\u00fccke, die internationale K\u00fcnstler hinterlassen haben. Der zivile Flugverkehr liegt still, Anreisen sind \u2013 wenn \u00fcberhaupt \u2013 nur mit dem Auto oder Zug m\u00f6glich. Zudem ist das Sicherheitsrisiko f\u00fcr viele einfach zu hoch. \u201eWie in einem geschlossenen \u00d6kosystem hat sich die Metal-Szene umso st\u00e4rker entwickelt\u201c, erkl\u00e4rt die zweite Gitarristin Valentyna. \u201eEs hat sich ein positiver Konkurrenzkampf dar\u00fcber herausgebildet, wer den fetteren Sound und die bessere Performance hat.\u201c<\/p>\n<p>Zusammen<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Auftritte au\u00dferhalb der Heimat nur schwierig fest zu planen seinen \u2013 immerhin kann jederzeit etwas dazwischenkommen \u2013, haben sich die ans\u00e4ssigen Clubs so gut sie k\u00f6nnen vorbereitet. Da es immer wieder zu Stromausf\u00e4llen kommt, h\u00e4tten die meisten Lokalit\u00e4ten mittlerweile Generatoren. Warum Konzerte in Zeiten des Krieges wichtig sind, m\u00f6gen manche vielleicht nicht nachvollziehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Empfehlungen der Redaktion<\/p>\n<p>Dokumentarfilmer Magnus Lorenz ist in die ukrainische Hauptstadt gereist, um sich selbst ein Bild vor Ort zu machen. Nach seinen Erfahrungen erkl\u00e4rt er: \u201eIch kann mir vorstellen, dass sich die Leute das nicht alles kaputtmachen lassen wollen. Und so ein Konzert ist auch ein Ort, der den Zusammenhalt f\u00f6rdert und vielleicht auch ein bisschen die Angst nimmt.\u201c<\/p>\n<p>An dieser Stelle findest du Inhalte aus Youtube<\/p>\n<p>Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.<\/p>\n<p>\tSoziale Netzwerke aktivieren<\/p>\n<p>Bei einem Auftritt von Tsytska war er selbst anwesend, w\u00e4hrend die Stadt einem Luftangriff ausgesetzt war. \u201eDrau\u00dfen herrschte Luftalarm, und drinnen im Club haben alle beim Konzert mitgemacht\u201c, gibt Lorenz an. Tsytska-S\u00e4ngerin Kate fasst die Lage zusammen: \u201eEs ist Krieg und wir werden beschossen, aber die Musik bleibt uns.\u201c<\/p>\n<p>\u2014<br \/>Bestens informiert \u00fcber dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr au\u00dferdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch \u00fcbersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. <a href=\"https:\/\/www.metal-hammer.de\/news\/newsletter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Einfach anmelden<\/a>, damit euch auch sicher nichts entgeht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit nunmehr vier Jahren leben die Menschen in der Ukraine in st\u00e4ndiger Angst. 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