{"id":96128,"date":"2026-04-11T05:44:11","date_gmt":"2026-04-11T05:44:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/96128\/"},"modified":"2026-04-11T05:44:11","modified_gmt":"2026-04-11T05:44:11","slug":"streit-zwischen-reiche-und-klingbeil-eskaliert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/96128\/","title":{"rendered":"Streit zwischen Reiche und Klingbeil eskaliert"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-bold text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Lars Klingbeil und Katherina Reiche k\u00f6nnen sich seit Wochen nicht auf Entlastungen einigen. Am Freitag erreicht der Streit einen neuen H\u00f6hepunkt. Der Kanzler muss ein Machtwort sprechen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Es musste wohl schnell gehen an diesem Freitagvormittag. So schnell, dass Katherina Reiche gar nicht mal mehr allen Journalisten Bescheid gab, sondern nur einige wenige Reporter und Fernsehteams kurzfristig einlud. Die Wirtschaftsministerin wollte etwas loswerden. Und das tat sie dann auch \u2013 zu einem Zeitpunkt, der nicht wenige in der schwarz-roten Koalition irritierte, manchen regelrecht erz\u00fcrnte.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">&#8222;Der Koalitionspartner ist in den letzten Wochen damit aufgefallen, Vorschl\u00e4ge zu unterbreiten, die teuer, wirkungsschwach und verfassungsrechtlich fragw\u00fcrdig sind&#8220;, setzt Reiche an vor ihrer blauen Ministeriumswand in <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" data-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;category&quot;:&quot;intextLink&quot;,&quot;label&quot;:&quot;https:\/\/berlin.t-online.de\/region\/berlin\/&quot;}\" href=\"https:\/\/berlin.t-online.de\/region\/berlin\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berlin<\/a>. &#8222;Das f\u00fchrt zu Verwirrung und hilft den Verbrauchern nicht.&#8220; Sie selbst pl\u00e4diere f\u00fcr Ma\u00dfnahmen, die &#8222;\u00f6konomisch sinnvoll, zielgerichtet und am Ende des Tages haushaltsschonend sind&#8220;.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Der Koalitionsstreit um staatliche Entlastungen angesichts der horrenden Spritpreise schwelt seit Tagen. Doch an diesem Freitag eskaliert er so richtig. Denn parallel zu Reiches scharfer Kritik an der <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" data-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;category&quot;:&quot;intextLink&quot;,&quot;label&quot;:&quot;\/themen\/spd\/&quot;}\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/spd\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">SPD<\/a> diskutiert keine zwei Kilometer entfernt gerade SPD-Chef und Vizekanzler Lars Klingbeil in seinem Finanzministerium mit Experten, Gewerkschaftern und Wirtschaftsvertretern \u00fcber Entlastungen. Reiche f\u00e4hrt ihm damit in die Parade, viel anders l\u00e4sst sich ihr Auftritt kaum interpretieren.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Der Finanzminister und die Wirtschaftsministerin gleichen in diesen Tagen den sprichw\u00f6rtlichen Z\u00fcgen, die aufeinander zurasen. Und die zuletzt nicht einmal der Kanzler selbst zum Bremsen bringen konnte. Der schaltet sich am Freitag erneut ein, r\u00fcffelt seine Parteifreundin und ermahnt die Koalition\u00e4re. Es ist abenteuerlich.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Anlass der j\u00fcngsten Eskalation zwischen den beiden bildete offenbar das Gipfeltreffen im <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" data-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;category&quot;:&quot;intextLink&quot;,&quot;label&quot;:&quot;\/themen\/bundesfinanzministerium\/&quot;}\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/bundesfinanzministerium\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundesfinanzministerium<\/a>. Klingbeil hatte die Vertreter der gro\u00dfen Industrie- und Arbeitgeberverb\u00e4nde und der Gewerkschaften zu sich eingeladen, um seine Entlastungsvorschl\u00e4ge in der Energiekrise vorzustellen und die Perspektive der Verb\u00e4nde abzuklopfen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Zwar versuchte das Klingbeil-Haus vorab, die Bedeutung des Termins herunterzuspielen und sprach lediglich von einem &#8222;Arbeitsgespr\u00e4ch&#8220;. Doch Reiche, die zwar eingeladen, aber mit der das Treffen nicht abgestimmt worden war, war offenbar sauer. Nach Informationen von t-online \u00fcberlegte sie tagelang, ob sie Klingbeils Einladung annehmen soll oder nicht, und sagte kurz vor dem Gipfel &#8222;aus Termingr\u00fcnden&#8220; aus, wie es hei\u00dft. Stattdessen schickte sie nur zwei Abteilungsleiter vorbei \u2013 um dann w\u00e4hrend des Treffens vor die Kameras zu treten.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">In Klingbeils Ministerium wollte man Reiches \u00c4u\u00dferungen am Freitag nicht weiter kommentieren und gibt sich nach dem Austausch mit den Verb\u00e4nden zufrieden. Es habe einen &#8222;konzentrierten, konstruktiven und ergebnisorientierten Austausch&#8220; \u00fcber Ma\u00dfnahmen in der aktuellen Krise und zur generellen St\u00e4rkung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Standorts gegeben. Der Finanzminister werde die diskutierten Punkte &#8222;in die weiteren Gespr\u00e4che innerhalb der Bundesregierung&#8220; mitnehmen, so eine Sprecherin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Lars Klingbeil und Katherina Reiche k\u00f6nnen sich seit Wochen nicht auf Entlastungen einigen. 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