{"id":97140,"date":"2026-04-11T18:26:30","date_gmt":"2026-04-11T18:26:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/97140\/"},"modified":"2026-04-11T18:26:30","modified_gmt":"2026-04-11T18:26:30","slug":"nikon-im-all-und-streetfotografie-unter-druck-fotonews-der-woche-15-26","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/97140\/","title":{"rendered":"Nikon im All und Streetfotografie unter Druck \u2013 Fotonews der Woche 15\/26"},"content":{"rendered":"<p>              Nikon im All und Streetfotografie unter Druck \u2013 Fotonews der Woche 15\/26<\/p>\n<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Nikon-in-Space-and-Street-Photography-Under-Pressure-Photo-News-of-the-Week-11252819.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Die spektakul\u00e4rste Nachricht der Woche kommt aus einer Entfernung von rund 384.000 Kilometern: Die Crew der <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Was-die-NASA-Bilder-von-der-Erde-zeigen-und-wie-sie-gemacht-wurden-11245902.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">NASA-Mission Artemis II fotografiert den Mond und die Erde<\/a> mit handels\u00fcblichen Nikon-Kameras. Keine Spezialanfertigungen, keine Weltraum-Exklusivtechnik \u2013 <a href=\"https:\/\/amateurphotographer.com\/latest\/photo-news\/nasa-astronauts-are-using-regular-cameras-from-a-main-brand-to-shoot-the-stunning-photos-from-artemis-ii-heres-why\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">eine Z9 und eine mittlerweile zehn Jahre alte D5 verrichten ihren Dienst im Mondorbit<\/a>. Dazu ein 80-400mm f\/4.5-5.6 Zoom, ebenfalls aus dem regul\u00e4ren Katalog.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Das Titelbild der Ausgabe 01 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie\" height=\"1123\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 794 \/ 1123; object-fit: cover;\" width=\"794\"\/><\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0<\/p>\n<p>heise<\/p>\n<p>)<\/p>\n<p>Dass Nikon im Weltraum zu Hause ist, hat Tradition: Seit \u00fcber 50 Jahren liefert das Unternehmen Kameras an die NASA, angefangen bei modifizierten Filmkameras f\u00fcr die Apollo-Missionen. Dass die D5 noch mitfliegen darf, liegt weniger an nostalgischer Zuneigung als an einem sehr irdischen Grund: Die NASA-Zertifizierung dauert offenbar Jahre, und die betagte DSLR war schlicht schon \u201emission ready\u201c. Die Z9 hat es gerade noch rechtzeitig geschafft \u2013 offenbar eine Last-Minute-Entscheidung.<\/p>\n<p>Wer sich die EXIF-Daten der ver\u00f6ffentlichten Aufnahmen auf der NASA-Flickr-Seite ansieht, findet durchgehend ISO 400 \u2013 sowohl f\u00fcr die atemberaubenden Bilder der Erde, die hinter dem Mond hervorlugt, als auch f\u00fcr die Detailaufnahmen der vernarbten Mondoberfl\u00e4che. Bei Licht, das entweder glei\u00dfend hell oder pechschwarz ist, ben\u00f6tigt man eben einen Sensor, der mit extremen Kontrasten umgehen kann. Die D5 konnte das schon 2016 hervorragend, die Z9 kann es heute genauso.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hat sich auch das <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Artemis-II-Fotos-auch-vom-iPhone-17-Pro-Max-von-der-Erde-und-dem-Mond-11247114.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">iPhone 17 Pro an Bord<\/a> geschlichen \u2013 in einem der gr\u00f6\u00dften Product-Placement-Coups der Raumfahrtgeschichte. Einige der eindrucksvollsten Selfies der Crew, silhouettiert vor der im Hintergrund schwindenden Erde, entstanden damit. Die Debatte \u201eSystemkamera versus Smartphone\u201c hat es also bis in den Mondorbit geschafft. Manche Diskussionen sind wirklich universell.<\/p>\n<p>World Press Photo 2026<\/p>\n<p>Zur\u00fcck auf der Erde, aber nicht weniger bewegend: Der <a href=\"https:\/\/www.worldpressphoto.org\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">World Press Photo Contest 2026 hat seine Gewinner bekanntgegeben<\/a>. 3.747 Fotografinnen und Fotografen aus 141 L\u00e4ndern reichten 57.376 Bilder ein \u2013 und nur 42 Projekte wurden ausgezeichnet. Die Themen sind so dr\u00e4ngend wie eh und je: Konflikte, Klimakrise, Flucht, Widerstand, aber auch \u00dcberleben und verborgene Traditionen.<\/p>\n<p>Die Bandbreite der pr\u00e4mierten Arbeiten ist bemerkenswert: Ballettt\u00e4nzerinnen in S\u00fcdafrika, Reiterinnen in Marokko, Proteste in Guatemala und Kenia, Familien unter dem Druck der US-Einwanderungspolitik. Dazu Naturaufnahmen, die einem den Atem nehmen \u2013 ein Eisb\u00e4r auf einem Pottwal, ein Panda in einem chinesischen Nationalpark, eine Elefantenkeulung in Simbabwe. Und eines der ersch\u00fctterndsten Einzelbilder zeigt einen Mann in Hongkong, der schreit, w\u00e4hrend das Wohngeb\u00e4ude, in dem seine Frau eingeschlossen ist, in Flammen steht. Ihr letztes Telefonat hatten sie kurz zuvor gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>\u201eDies ist ein entscheidender Moment \u2013 f\u00fcr die Demokratie, f\u00fcr die Wahrheit, f\u00fcr die Frage, was wir als Gesellschaft bereit sind zu sehen\u201c, sagte die globale Juryvorsitzende Kira Pollack. Ein Satz, der in Zeiten von Desinformation und KI-generierten Bildern schwerer wiegt als je zuvor.<\/p>\n<p>Das Foto des Jahres wird am 23. April in Amsterdam enth\u00fcllt. Der Gewinner erh\u00e4lt neben 10.000 Euro auch eine Fujifilm GFX100 II mit Objektiven \u2013 oder alternativ die neue GFX100RF. F\u00fcr Pressefotografen, die sonst eher mit robusten Reportage-Bodys arbeiten, d\u00fcrfte das ein interessanter Systemwechsel sein. Die Wanderausstellung wird in \u00fcber 60 St\u00e4dten weltweit zu sehen sein.<\/p>\n<p>        c&#8217;t Fotografie Zoom In abonnierenc&#8217;t Fotografie Zoom In abonnieren<\/p>\n<p class=\"text-base\">Ihr Newsletter mit exklusiven Foto-Tipps, spannenden News, Profi-Einblicken und Inspirationen \u2013 jeden Samstag neu.<\/p>\n<p>E-Mail-Adresse<\/p>\n<p id=\"input-email-help\" class=\"text-sm leading-5 text-gray-400 mb-0\">Ausf\u00fchrliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren Widerrufsm\u00f6glichkeiten erhalten Sie in unserer <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html#datenschutz-newsletter\" data-google-interstitial=\"false\" class=\"underline\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a>.<\/p>\n<p>Stirbt die Streetfotografie?<\/p>\n<p>Apropos Hinschauen: Darf man das eigentlich noch? Diese Frage stellt sich die Streetfotografie gerade mit zunehmender Dringlichkeit. <a href=\"https:\/\/fstoppers.com\/street\/it-end-street-photography-genre-900316\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Ein ausf\u00fchrlicher Essay<\/a> auf Fstoppers hat diese Woche eine lebhafte Debatte ausgel\u00f6st \u2013 und die Kernthese ist unbequem: In einer Welt, in der jedes Gesicht per Reverse-Image-Search identifizierbar ist, wird die FFotografie im \u00f6ffentlichen Raum von zwei Seiten in die Zange genommen.<\/p>\n<p>Von der einen Seite dr\u00fcckt die Regulierung: Sobald ein Gesicht als \u201epersonenbezogene Daten\u201c gilt \u2013 und in der EU ist das unter der DSGVO der Fall \u2013, wird die Ver\u00f6ffentlichung zum Risiko. Nicht weil massenhaft geklagt wird, sondern weil die Bedingungen der Publikation sich ver\u00e4ndert haben. Ein Bild auf Instagram ist kein Abzug in einer Galerie mehr; es ist ein durchsuchbarer Datenpunkt in einem globalen Netzwerk.<\/p>\n<p>Von der anderen Seite dr\u00fcckt die KI: Warum sich dem Unbehagen einer echten Begegnung aussetzen, wenn ein Prompt eine perfekte Stra\u00dfenszene generieren kann? Die Ironie: Je authentischer ein Stra\u00dfenfoto ist, desto mehr zeigt es ein identifizierbares Gesicht \u2013 und genau das wird rechtlich immer heikler.<\/p>\n<p>Die Kommentarspalte unter dem Artikel liest sich wie ein Mikrokosmos der gesamten Debatte. \u201eStreet photographers are not wimps\u201c, schreibt einer trotzig. Ein anderer kontert n\u00fcchtern, dass Fotografen l\u00e4ngst aufgeh\u00f6rt h\u00e4tten, fremde Kinder zu fotografieren \u2013 nicht wegen eines Gerichtsurteils, sondern weil sich die Normen verschoben haben. Und ein Kommentator aus Finnland weist darauf hin, dass die DSGVO f\u00fcr Privatpersonen gar nicht gilt und Ausnahmen f\u00fcr k\u00fcnstlerische Fotografie vorsieht.<\/p>\n<p>Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen: Die Fotografie auf der Stra\u00dfe stirbt nicht, aber sie ver\u00e4ndert sich. Weniger Gesichter, mehr R\u00fccken. Mehr Distanz, weniger Konfrontation. Ob das noch die Steetfotografie ist, die Winogrand und Gilden pr\u00e4gten, ist eine andere Frage. Passend dazu <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9VSJswogjbs\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">erkl\u00e4rt ein Video<\/a> von Liam Giuliani (7th Era), wie die Objektivwahl die Geschichte bestimmt, die ein Stra\u00dfenfoto erz\u00e4hlt \u2013 und warum ein 40mm-Objektiv mehr Mut erfordert als ein 70-200mm Zoom.<\/p>\n<p>Speicherkarten: Sony pausiert, Lexar feiert<\/p>\n<p>Weniger philosophisch, aber f\u00fcr den Arbeitsalltag nicht minder relevant: Sony hat vor\u00fcbergehend die <a href=\"https:\/\/www.diyphotography.net\/sony-memory-card-shortage-cfexpress-sd\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Bestellannahme f\u00fcr seine Speicherkarten ausgesetzt<\/a> \u2013 betroffen sind CFexpress- und SD-Karten. Der Grund ist die globale Halbleiterknappheit, die offenbar auch vor Speichermedien nicht haltmacht. Wer gerade neue Sony-Karten braucht, muss sich also gedulden oder auf Alternativen ausweichen.<\/p>\n<p>Apropos Alternativen: Lexar feiert gerade sein 30-j\u00e4hriges Bestehen und hat aus diesem Anlass <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/nasa2explore\/albums\/72177720307234654\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Journalisten durch seine Forschungs- und Produktionsst\u00e4tten in China gef\u00fchrt<\/a>. Der Bericht liest sich streckenweise wie ein Werbetext \u2013 was er im Grunde auch ist \u2013, enth\u00e4lt aber durchaus interessante Einblicke in die Speicherkartenproduktion. Etwa, dass ein einzelner Speicherchip nur 30 Mikrometer d\u00fcnn ist, d\u00fcnner als ein menschliches Haar, und dass diese Chips vertikal gestapelt werden, um die enormen Kapazit\u00e4ten moderner Karten zu erreichen. Oder dass die Karten systematischen Stresstests unterzogen werden: wiederholter Stromverlust, extreme Temperaturen, St\u00fcrze.<\/p>\n<p>Die eigentlich spannende Erkenntnis: Nicht alle Speicherchips sind gleich, und der Unterschied zwischen einer Billigkarte und einer Profikarte zeigt sich oft erst im Moment des Versagens. Wer schon einmal bei einem Hochzeitsshooting eine defekte Karte in der Hand hielt, wei\u00df, wovon die Rede ist.<\/p>\n<p>Empfehlung der Woche<\/p>\n<p>Wer nach all den Nachrichten Lust auf visuelles Staunen hat, dem seien die <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/nasa2explore\/albums\/72177720307234654\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Artemis-II-Aufnahmen auf der NASA-Flickr-Seite<\/a> ans Herz gelegt. Die Bilder der Erde, die hinter dem Mondrand hervorlugt, geh\u00f6ren zum Eindrucksvollsten, was die Raumfahrtfotografie je hervorgebracht hat \u2013 und sie wurden mit einer Kamera gemacht, die man f\u00fcr knapp 5.500 Euro im Fachhandel kaufen kann. Manchmal braucht es eben kein Spezialwerkzeug. Manchmal reicht es, am richtigen Ort zu sein. Selbst wenn dieser Ort 384.000 Kilometer entfernt ist.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:tho@heise.de\" title=\"Thomas Hoffmann\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">tho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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