{"id":98454,"date":"2026-04-12T14:41:07","date_gmt":"2026-04-12T14:41:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/98454\/"},"modified":"2026-04-12T14:41:07","modified_gmt":"2026-04-12T14:41:07","slug":"uebertragung-von-erregern-handel-mit-wildtieren-erhoeht-risiko-fuer-epidemien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/98454\/","title":{"rendered":"\u00dcbertragung von Erregern: Handel mit Wildtieren erh\u00f6ht Risiko f\u00fcr Epidemien"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcbertragung von ErregernHandel mit Wildtieren erh\u00f6ht Risiko f\u00fcr Epidemien<\/p>\n<p>12.04.2026, 16:07 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(04:29 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Junge-Makaken-Macaca-im-Kaefig-zum-Verkauf-auf-Markt-Hanoi-Vietnam-Suedostasien-Asien.webp.webp\" alt=\"Junge-Makaken-Macaca-im-Kaefig-zum-Verkauf-auf-Markt-Hanoi-Vietnam-Suedostasien-Asien\"\/>Obwohl der Handel von Affen in Vietnam verboten ist, werden die Tiere illegal zum Verkauf angeboten. (Foto: picture alliance \/ imageBROKER \/ Terry Whittaker \/ FLPA)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Mit rund einem Viertel aller S\u00e4ugetierarten wird Handel betrieben, zahlreiche Wildtierarten geh\u00f6ren dazu. Doch diese tragen Krankheitserreger in sich, die f\u00fcr Menschen gef\u00e4hrlich sein k\u00f6nnen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ob f\u00fcrs Fell, f\u00fcrs Fleisch oder als Haustier: Der Handel mit Wildtieren erh\u00f6ht das Risiko einer \u00dcbertragung von Krankheiten auf den Menschen einer Studie zufolge deutlich. Bei wilden S\u00e4ugetieren sei es rund 1,5-mal wahrscheinlicher, dass sie Krankheitserreger mit Menschen teilen, als bei nicht gehandelten Wildtieren, hei\u00dft es in einer im <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.science.org\/doi\/10.1126\/science.adw5518\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Fachjournal &#8222;Science&#8220; <\/a>ver\u00f6ffentlichten Studie.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Mit anderen Worten: Bei diesen Arten ist die Wahrscheinlichkeit um 50 Prozent h\u00f6her, dass sie mindestens ein Virus, ein Bakterium, einen Pilz oder einen Parasiten mit uns teilen&#8220;, schreibt das Forschungsteam der Universit\u00e4t Lausanne. Geteilte Erreger werden in der Studie als zentraler Indikator f\u00fcr potenzielle \u00dcbertragungen gewertet.<\/p>\n<p>Jede vierte S\u00e4ugetierart wird gehandelt<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ob Schuppentier, Elefant, B\u00e4r oder Igel: Etliche Wildtiere werden als Jagdtroph\u00e4en oder Haustiere, f\u00fcr die Forschung, traditionelle medizinische Anwendungen oder wegen ihres Fleisches oder Fells verkauft. Dieser Handel &#8211; teils legal, teils illegal &#8211; betrifft der Studie zufolge ein Viertel aller S\u00e4ugetierarten. Etwa bei der Jagd oder beim Transport bestehe das Risiko, dass Erreger von den Tieren auf Menschen \u00fcberspringen. Solche F\u00e4lle haben in der Vergangenheit schon oft zu Ausbr\u00fcchen gef\u00fchrt, zuletzt etwa bei Ebola, HIV oder Mpox.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Im schlimmsten Fall kann es verheerende Epidemien zur Folge haben, wenn sich Wildtiere und Menschen nahekommen. Das wohl prominenteste Beispiel f\u00fcr das \u00dcberspringen einer Krankheit ist Covid: Das Virus Sars-CoV-2 ging nach g\u00e4ngiger Annahme von in China gehandelten Wildtieren auf den Menschen \u00fcber. Endg\u00fcltige Nachweise fehlen, auch mangels Kooperation chinesischer Beh\u00f6rden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Obwohl das Risiko f\u00fcr solche Tier-Mensch-\u00dcbertragungen durch die Pandemie viel Aufmerksamkeit bekommen hat, habe es bislang keine pr\u00e4zise Bestandsaufnahme des Problems gegeben, erkl\u00e4rt der Erstautor der Studie, J\u00e9r\u00f4me Gippet. Diese L\u00fccke wollten er und sein Team schlie\u00dfen und haben daf\u00fcr Daten aus 40 Jahren Wildtierhandel (zwischen 1980 und 2019) ausgewertet und mit Daten zu bei S\u00e4ugetieren festgestellten Krankheitserregern kombiniert. Daf\u00fcr nutzten sie unter anderem Datens\u00e4tze des \u00dcbereinkommens \u00fcber den internationalen Handel mit gef\u00e4hrdeten Arten wildlebender Tiere und Pflanzen (CITES).<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Haus- und Nutztiere wurden in der Analyse explizit ausgeschlossen. Es wurden lediglich Arten betrachtet, die nicht von Menschen domestiziert wurden &#8211; im Gegensatz zu Katzen, Hunden, Rindern oder Kamelen.<\/p>\n<p>Je l\u00e4nger eine Tierart gehandelt wird, desto gef\u00e4hrlicher<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Von den 2079 im globalen Handel vertretenen S\u00e4ugetierarten hatten demnach 41 Prozent mindestens einen Krankheitserreger mit Menschen gemeinsam, bei den nicht-gehandelten wildlebenden Arten war dies nur bei 6,4 Prozent der Fall. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass der Wildtierhandel es somit strukturell mit sich bringe, dass \u00dcbertragungen von Krankheitserregern auf den Menschen stattfinden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Besonders \u00fcberraschte die Forscher bei ihrer Analyse, dass es einen Unterschied machte, wie lange eine Spezies im Handel pr\u00e4sent war. &#8222;Im Durchschnitt teilt eine Art f\u00fcr alle zehn Jahre, die sie auf dem Markt gehandelt wird, einen zus\u00e4tzlichen Erreger mit dem Menschen&#8220;, betonte Gippet, der mittlerweile an der Universit\u00e4t Freiburg t\u00e4tig ist.<\/p>\n<p>Konsumentscheidungen sind relevant<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Erkenntnisse zeigten, wie wichtig eine engmaschige \u00dcberwachung des Tierhandels sowie von Tierprodukten sei, um Gefahrenpotenziale zu erkennen, hei\u00dft es in der Studie.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Autoren betonten zudem die Verantwortung der Konsumenten. &#8222;Es ist wichtig zu verstehen, dass die Wahrscheinlichkeit, sich durch das Spielen eines Klaviers mit Elfenbeintasten oder das Tragen von Pelz anzustecken, nahe null ist. Das Problem liegt am Anfang der Kette: Jemand musste das Tier jagen, h\u00e4uten, transportieren&#8220;, erkl\u00e4rte Forscher Gippet. Studienleiter Cleo Bertelsmeier gab zu bedenken: &#8222;Auch wenn die Gefahr nicht unmittelbar ist, tragen unsere Konsumentscheidungen indirekt zur \u00dcbertragung von Krankheitserregern auf den Menschen bei.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, Larissa Schwedes, dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00dcbertragung von ErregernHandel mit Wildtieren erh\u00f6ht Risiko f\u00fcr Epidemien 12.04.2026, 16:07 Uhr Artikel anh\u00f6ren(04:29 min) Obwohl der Handel&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":98455,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[46,42,1001,12564,36372,124,123,2156,1130,44,1332,3357],"class_list":{"0":"post-98454","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-bildung","11":"tag-coronaviren","12":"tag-epidemien","13":"tag-gesundheit","14":"tag-health","15":"tag-hiv","16":"tag-krankheit","17":"tag-oesterreich","18":"tag-tiere","19":"tag-viren"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116392262748394799","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/98454","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=98454"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/98454\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98455"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=98454"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=98454"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=98454"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}