{"id":98577,"date":"2026-04-12T16:03:11","date_gmt":"2026-04-12T16:03:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/98577\/"},"modified":"2026-04-12T16:03:11","modified_gmt":"2026-04-12T16:03:11","slug":"parolin-zur-afrikareise-katholiken-sollen-traeger-des-wandels-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/98577\/","title":{"rendered":"Parolin zur Afrikareise: Katholiken sollen Tr\u00e4ger des Wandels sein"},"content":{"rendered":"<p>Leo XIV. reist nach Afrika, um den Menschen nahe zu sein, die in existenziellen Randgebieten leben, und ihnen die Hoffnung Christi zu bringen. Das unterstreicht der vatikanische Kardinalstaatssekret\u00e4r im Vorfeld der dritten apostolischen Reise des Papstes, die am kommenden Montag, 13. April, beginnt.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-04\/papst-leo-xiv-reise-afrika-live-programm.html\" title=\"Live bei uns: Papst Leo in Afrika\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/marzo\/24\/Photo-voyage-du-Pape-2026.-paysageAEM.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Live bei uns: Papst Leo in Afrika\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Seine dritte Auslandsreise f\u00fchrt Leo XIV. vom 13.-23. April in vier afrikanische L\u00e4nder: Algerien, Kamerun, Angola und \u00c4quatorialguinea. Hier schon mal zum Vormerken: Unsere &#8230;\n     <\/p>\n<p>Massimiliano Menichetti &#8211; Vatikanstadt<\/p>\n<p>Algerien, Kamerun, Angola und \u00c4quatorialguinea erwarten den Papst, der sich vom 13. bis 23. April in Afrika aufhalten wird. W\u00e4hrend der ersten Etappe der Reise wird Leo XIV. auch nach Annaba, dem antiken Hippo, reisen. Dabei handele es sich nicht um einen \u201erein erinnernden Akt, sondern um einen Akt tiefer identit\u00e4rer und vor allem spiritueller Koh\u00e4renz\u201c, meint der Kardinalstaatssekret\u00e4r Pietro Parolin.<\/p>\n<p>In den vier L\u00e4ndern laufen die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren, und die Erwartungen an die Worte des Papstes sind gro\u00df. Wie der Direktor des vatikanischen Presseamtes, Matteo Bruni, bei der Vorstellung der Reise erkl\u00e4rte, werden sich die Ansprachen unter anderem um Themen wie Frieden, Dialog, Bewahrung der Sch\u00f6pfung, Migration und Familie drehen. Angesichts ausbeuterischer Dynamiken, die Afrika oft pr\u00e4gen und Armut, Korruption und Gewalt f\u00f6rdern, hofft Kardinal Parolin, dass die Katholiken zu Baumeistern von Gerechtigkeit, Frieden und Solidarit\u00e4t werden.<\/p>\n<p>\u201ePapst Leo XIV. reist nach Afrika, um den Menschen nahe zu sein, die an den existenziellen R\u00e4ndern leben\u201c<\/p>\n<p>Kardinal Parolin, der Papst reist vom 13. bis 23. April nach Afrika, wo er die katholischen Gemeinschaften im Glauben st\u00e4rken will. Er wird vier L\u00e4nder mit einem sehr dichten Programm besuchen. Was ist der rote Faden dieser so vielf\u00e4ltigen Reise?<\/p>\n<p>Kardinal Pietro Parolin: \u201eDer rote Faden dieser Apostolischen Reise liegt in der Entscheidung des Heiligen Vaters, die Pr\u00e4senz der Kirche dorthin zu bringen, wo menschliches Leid am gr\u00f6\u00dften ist. Vier unterschiedliche L\u00e4nder mit Blick auf Geschichte, sozialen Kontext und politische Herausforderungen, aber vereint durch eine gemeinsame Realit\u00e4t mit Licht und Schatten: lebendige und verwurzelte katholische Gemeinschaften, aber auch Armut, Fragilit\u00e4t, Ungleichheit und ungel\u00f6ste Spannungen. Papst Leo XIV. reist nach Afrika, um den Menschen nahe zu sein, die an den existenziellen R\u00e4ndern leben.\u201c<\/p>\n<p>Fokus interreligi\u00f6ser Dialog <\/p>\n<p>Erstes Land ist Algerien. Leo XIV. wird in Algier auch die Gro\u00dfe Moschee besuchen und in Annaba, dem antiken Hippo, die Heilige Messe feiern. Welche Bedeutung hat f\u00fcr einen Papst, der sich als Sohn des heiligen Augustinus bezeichnet, diese R\u00fcckkehr zu den Orten des Heiligen, und welchen Einfluss kann das auf den islamisch-christlichen Dialog in einem mehrheitlich muslimischen Land haben?<\/p>\n<p>Kardinal Pietro Parolin: \u201eAls geistlicher Sohn des heiligen Augustinus und erster Papst aus dem Augustinerorden ist die Reise nach Annaba kein blo\u00df erinnernder Akt, sondern Ausdruck tiefer identit\u00e4rer und spiritueller Koh\u00e4renz. Papst Leo kennt dieses Land und hat es bereits mehrfach als Generalprior des Ordens besucht. Der heilige Augustinus stellt in diesem Kontext ein verbindendes Element dar: Er ist ein nat\u00fcrlicher Bezugspunkt zwischen christlicher Tradition und islamischer Welt. Der Besuch der Gro\u00dfen Moschee von Algier f\u00fcgt sich in diese Perspektive ein, als Fortsetzung des interreligi\u00f6sen Dialogs, der bereits in der T\u00fcrkei und im Libanon begonnen wurde \u2013 ein Dialog, den der Heilige Vater mit Geduld und Entschlossenheit fortsetzen m\u00f6chte.\u201c<\/p>\n<p>Aufruf zum Dialog und zum gegenseitigen Respekt <\/p>\n<p>In Kamerun wird der Papst Yaound\u00e9, Bamenda und Douala besuchen, mit bedeutenden Momenten wie einem Friedenstreffen in Bamenda und dem Besuch eines Waisenhauses. Welche Rolle kann diese Reise angesichts der Spannungen in einigen Regionen spielen?<\/p>\n<p>Kardinal Pietro Parolin: \u201eSeit einigen Jahren herrscht in den anglophonen Regionen Kameruns eine Krise mit vielen Opfern. Die Bewohner von Bamenda erleben dies unmittelbar. In einem Kontext verschlechterter Sicherheits- und humanit\u00e4rer Lage zeigt der Besuch des Nachfolgers Petri die Aufmerksamkeit und F\u00fcrsorge des universalen Hirten der Kirche f\u00fcr seine Herde. Er bem\u00fcht sich, ihre Schwierigkeiten aus n\u00e4chster N\u00e4he kennenzulernen und an ihrer Seite zu gehen. Der Aufenthalt in Bamenda ist der eines Hirten, der sich mit seiner Herde identifiziert. Insgesamt kommt der Papst als Bringer von Hoffnung, insbesondere f\u00fcr die Jugend, sowie von Vers\u00f6hnung und Frieden. Seine Botschaft ist ein Aufruf zum Dialog und zum gegenseitigen Respekt.\u201c<\/p>\n<p>Wohlstand und Ausbeutung <\/p>\n<p>Dritte Etappe ist Angola. Welche Botschaft will der Papst einem Land vermitteln, das reich an Ressourcen, aber auch von gro\u00dfen sozialen Ungleichheiten gepr\u00e4gt ist?<\/p>\n<p>Kardinal Pietro Parolin: \u201eDie drei Orte, die der Heilige Vater besuchen wird, symbolisieren gewisserma\u00dfen die Herausforderungen und Hoffnungen des Landes. Luanda und Saurimo stehen f\u00fcr den Reichtum des Landes. Die Hauptstadt ist zu einer Wohlstandsoase geworden, die ausl\u00e4ndische Investitionen und Migration aus l\u00e4ndlichen Regionen anzieht. Saurimo ist ein Zentrum des Bergbaus, insbesondere von Diamanten. Doch neben dem Wohlstand gibt es auch negative Folgen wie Ausbeutung von Arbeitskr\u00e4ften, wachsende soziale Ungleichheit und Umweltbelastungen. Der Besuch des Marienheiligtums von Muxima hingegen steht f\u00fcr die Lebendigkeit des Glaubens, der dem angolanischen Volk geholfen hat, schwierige Zeiten zu \u00fcberstehen.\u201c<\/p>\n<p>Aufruf zu Vers\u00f6hnung, Gerechtigkeit und Standhaftigkeit im Glauben <\/p>\n<p>Letztes Land ist \u00c4quatorialguinea. Welche Bedeutung hat die besondere Aufmerksamkeit f\u00fcr Jugendliche und Familien?<\/p>\n<p>Kardinal Pietro Parolin: \u201e\u00c4quatorialguinea geh\u00f6rt mit rund 80 Prozent Katholiken zu den katholischsten L\u00e4ndern Afrikas. In der Tradition des Besuchs von Johannes Paul II. im Jahr 1982 steht diese Reise im Kontext des 170. Jahrestages der Evangelisierung des Landes (1855\u20132025) unter dem Motto ,Christus, Licht \u00c4quatorialguineas, auf dem Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft\u2018. Die Begegnungen des Papstes, besonders mit Jugendlichen und Familien, sollen den Glauben st\u00e4rken und zur Treue zu christlichen Werten ermutigen. Es ist ein liebevoller Aufruf zu Vers\u00f6hnung, Gerechtigkeit und Standhaftigkeit im Glauben.\u201c<\/p>\n<p>Wie wichtig ist diese Reise auch auf diplomatischer Ebene?<\/p>\n<p>Kardinal Pietro Parolin: \u201eJede Apostolische Reise hat auch diplomatische Bedeutung, da sie die bilateralen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und den besuchten Staaten st\u00e4rkt. Der Papst kann mit den Beh\u00f6rden zusammentreffen und Fragen von nationalem, regionalem und internationalem Interesse besprechen. In Afrika ist dies besonders bedeutsam, da der Kontinent gro\u00dfe Potenziale, aber auch gro\u00dfe Herausforderungen hat. Die p\u00e4pstliche Diplomatie verfolgt klare Ziele: Schutz der Grundfreiheiten, insbesondere der Religionsfreiheit, F\u00f6rderung des Friedens, Unterst\u00fctzung des Dialogs und der menschlichen W\u00fcrde sowie ganzheitliche Entwicklung.\u201c<\/p>\n<p>Diplomatie und Beitrag der Katholiken <\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen die Spiralen von Armut, Korruption und Gewalt durchbrochen werden, und welche Rolle spielen die Katholiken dabei?<\/p>\n<p>Kardinal Pietro Parolin: \u201eAfrika ist reich an menschlichen, kulturellen und nat\u00fcrlichen Ressourcen, leidet jedoch oft unter ausbeuterischen Strukturen, auch von au\u00dfen. Diese zu \u00fcberwinden erfordert Engagement und Ausdauer. Die katholische Kirche ist durch Schulen, Krankenh\u00e4user und soziale Einrichtungen pr\u00e4sent und bietet konkrete Hilfe. Dar\u00fcber hinaus tr\u00e4gt sie zur Bildung von Gewissen bei und erzieht Jugendliche zu Werten wie W\u00fcrde, Gerechtigkeit und Solidarit\u00e4t. Hier sind die Gl\u00e4ubigen aufgerufen, aktive Tr\u00e4ger des Wandels zu sein.\u201c<\/p>\n<p>Welchen Wunsch haben Sie f\u00fcr diese Reise?<\/p>\n<p>Kardinal Pietro Parolin: \u201eDie Hoffnung ist, dass diese Reise in drei Bereichen Spuren hinterl\u00e4sst: Frieden, Dialog und Wachstum der lokalen Kirche. Frieden in L\u00e4ndern, die noch von Konflikten gepr\u00e4gt sind; Dialog zwischen Religionen und Institutionen; und St\u00e4rkung der oft kleinen, aber engagierten Ortskirchen. Afrika ist ein junger Kontinent voller Glauben und Vitalit\u00e4t \u2013 und der Besuch des Papstes ist ein Zeichen des Vertrauens in seine Zukunft.\u201c<\/p>\n<p>(vatican news &#8211; cs)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Leo XIV. reist nach Afrika, um den Menschen nahe zu sein, die in existenziellen Randgebieten leben, und ihnen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":98578,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[1219,9741,34798,7550,34799,18005,40,41,2859,16747,39,66,65,64],"class_list":{"0":"post-98577","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-afrika","9":"tag-algerien","10":"tag-angola","11":"tag-apostolische-reise","12":"tag-aequatorialguinea","13":"tag-kamerun","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-papst-leo-xiv","17":"tag-pietro-parolin","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-welt","20":"tag-world","21":"tag-world-news"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116392585014211792","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/98577","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=98577"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/98577\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98578"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=98577"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=98577"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=98577"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}