Schnell einsatzbereit, präzise einstellbar und sehr flexibel: Gasgrills sind die idealen Outdoor-Begleiter, wenn die Temperaturen steigen. Wer jedoch mehr will als einen soliden Allrounder, landet schnell bei Modellen mit umfangreicher Zusatzausstattung – und zahlt entsprechend mehr. Der Outdoorchef Heat X-345 RB gehört klar in diese Kategorie: Mit drei Zusatzbrennern, hochwertigem Edelstahlgehäuse und beeindruckenden Leistungswerten positioniert sich der Schweizer Hersteller im Premiumsegment – und verdient sich die Auszeichnung als Testsieger.
Outdoorchef Heat X-345 RB
IMTEST hat den Outdoorchef Heat X-345 RB umfangreich getestet und dabei ordentlich eingeheizt. Neben der Ausstattung haben wir dabei außerdem die Handhabung und die Leistung unter die Lupe genommen.
Alle weiteren Gasgrills der IMTEST-Testreihe finden Sie unter diesem Link.
ProduktdetailsPreis: 1.499 €Maße Grillfläche: 58,5 x 44 cmLeistung: 3 HauptbrennerZusatzausstattung: Infrarot-Keramikbrenner, Seitenkocher, Edelstahl-HeckbrennerZündung: elektronischGarantie: bis zu 144 Monate Design, Montage & Verarbeitung: viele Schrauben, aber gute Anleitung
Nachdem wir die Einzelteile des Outdoorchef Heat X-345 RB aus der angemessen dimensionierten, hauptsächlich aus Pappe bestehenden Verpackung und den vielen Plastiktüten befreit haben, zeigt sich: Der Gasgrill bringt eine Menge mit, darunter über 120 Schrauben. Glücklicherweise erweist sich die Montageanleitung als gut strukturiert und einfach verständlich. Zwar war der Aufbau keineswegs im Handumdrehen erledigt, sorgte dafür allerdings nicht für Kopfschmerzen und Verzweiflungsschreie. Zudem punktet der Outdoorchef-Gasgrill mit sehr hoher Passgenauigkeit der Einzelteile und vorgeschraubten Gewinden.
Das Paket des Outdoorchef-Gasgrills ist vollgepackt. Die Schrauben sind noch nicht einmal im Bild. © IMTEST / Lennart Gotta
Fertig zusammengeschraubt erstreckt sich der Heat X-345 RB mit seinen beiden Seitenteilen über eine Breite von etwa 138 Zentimetern, entsprechenden Platz sollte man also einplanen. Das Gehäuse besteht aus pulverbeschichtetem Edelstahl und ist in Schwarz gehalten – der Standard für Gasgrills. Derweil kann die Verarbeitung überzeugen: Alles wirkt hochwertig und verbiegt sich nicht bei Belastung. Die Aluguss-Brennerwanne macht dabei einen ebenso stabilen Eindruck wie die mitgelieferten Gussroste.
Und irgendwie sieht der Outdoorchef-Gasgrill mit seinen beiden Thermometern und Seitenteilen wie ein Pixar-Charakter aus. Die IMTEST-Redaktion hat sich auf den Namen GRILL-E geeinigt. © IMTEST / Lennart GottaAusstattung: Outdoorchef denkt an fast alles
Ob ein Gasgrill wirklich alltagstauglich ist, entscheidet sich oft schon vor dem ersten Anzünden – nämlich bei einem Blick auf seine Ausstattung. Zusatzbrenner oder praktische Details wie eine leicht entnehmbare Fettwanne machen am Ende den Unterschied. In dem Punkt ist der Outdoorchef Heat X-345 RB sehr umfangreich aufgestellt.
Drei Zusatzbrenner an Bord
Beim Heat X-345 RB gibt es in Sachen Ausstattung kaum etwas zu meckern: Der Gasgrill bringt gleich drei Zusatzbrenner für unterschiedliche Einsatzzwecke mit.
Steakbrenner (XL Blast Zone): Links findet man den Infrarot-Keramikbrenner, der Temperaturen zwischen 600 und 900 °C erreicht. Damit ist er das Herzstück für alle, die Steaks mit intensiven Röstaromen und perfekter Kruste veredeln wollen. Das Seitenteil lässt sich jedoch nicht einklappen. Edelstahl-Heckbrenner: Der Edelstahl-Heckbrenner erweitert die Möglichkeiten des Grills deutlich. Er eignet sich für den Betrieb eines Drehspießes, beispielsweise um Geflügel oder Rollbraten zuzubereiten. Seitenkocher (Cooking Zone): Auf der rechten Seite befindet sich ein stufenlos von 60 bis 250 °C regelbarer Seitenkocher. Das ist praktisch für Soßen, Beilagen oder alles, was parallel zum Grillgut auf den Tisch soll. Wie der Steakbrenner ist der Seitenkocher fest installiert.
Zum Steakbrenner gibt es ein separates Rost dazu (links). Der Topfständer des Seitenkochers lässt sich in der Höhe verstellen (rechts). © IMTEST / Kathrin SchräerViel Platz und Komfort
Die Fettwanne lässt sich beim Outdoorchef-Modell von vorne entnehmen – eine Lösung, die in der Praxis deutlich komfortabler ist als seitliche oder nach hinten herausziehbare Varianten. Reinigung und Entleerung gehen so schnell und unkompliziert von der Hand. Ein Detail, das im Alltag wirklich zählt.
An der linken Tür des Unterschranks lässt sich zudem ein magnetisches Element mit drei Haken für Grillzange & Co. anbringen. © IMTEST / Kathrin Schräer
Im Unterschrank des Grills finden Gasflaschen bis 11 Kilogramm problemlos Platz – das ist keineswegs selbstverständlich und erspart den Griff zur kleineren, schneller entleerten Flasche. Das erlaubt auch längere Grillsessions ohne Nachfüll-Unterbrechung. Ebenfalls an Bord: Flammbrücken, die für eine gleichmäßige und zuverlässige Zündung aller Brenner sorgen.
Leistung: Outdoorchef Heat X-345 RB heizt ordentlich ein
Die Leistung ist das Herzstück jedes Gasgrills – denn was nützt das schönste Gerät, wenn es Steak und Gemüse nicht auf den Punkt bringt? Entscheidend sind dabei nicht nur die erreichbaren Maximaltemperaturen, sondern auch die Fähigkeit, den Garraum präzise auf niedrige Temperaturen zu regulieren. Nur wer beides kann, ist wirklich vielseitig einsetzbar. Der Outdoorchef Heat X-345 RB hinterlässt hier auch mit „nur“ drei Brennern einen hervorragenden Eindruck.
Starke Hitze direkt über der Flamme
Der Hauptrost des Outdoorchef Heat X-345 RB erreichte im Test eine Maximaltemperatur von 338 °C – ein sehr hoher Wert, der das direkte Angrillen von Fleisch mit knackiger Kruste problemlos ermöglicht. Die Hitzeverteilung über die Rostfläche ist dabei gleichmäßig genug, um auch größere Mengen Grillgut zuverlässig zu garen.
Der Outdoorchef-Gasgrill bietet genügend Platz und Einstellungsmöglichkeiten, um unterschiedliche Gerichte gleichzeitig zuzubereiten. © IMTEST / Lennart Gotta
Im geschlossenen Garraum klettert die Temperatur sogar auf bis zu 348 °C – ein exzellenter Wert, der indirektes Garen auf hohem Niveau und selbst Pizzabacken ermöglicht. Etwas weniger überzeugend ist hingegen die untere Temperaturgrenze: Mit minimal 95 °C im Garraum ist die Regelbarkeit nach unten ein wenig eingeschränkt. Schonendes Niedrigtemperaturgaren oder sanftes Warmhalten ist damit nur bedingt möglich. Für Slow-Cooking-Sessions reicht das aber in der Regel.
Beim obligatorischen Toasttest haben die Toastscheiben auf der linken Seite schneller Farbe bekommen. © IMTEST / Lennart Gotta
Wer es richtig heiß haben will, nutzt den Infrarot-Keramikbrenner auf der linken Seite: Satte 688 °C misst das Thermometer nach einer kurzen Aufheizphase an seiner heißesten Stelle. Damit lassen sich Steaks in kürzester Zeit mit intensiven Röstaromen und einer professionellen Kruste veredeln – vergleichbar mit dem Ergebnis eines Restaurantgrills.
Kurz nach dem Anzünden ist der Infrarot-Keramikbrenner bereits auf Temperatur. © IMTEST / Lennart GottaFazit: Outdoorchef Heat X-345 RB verdient sich den Testsieg
Der Outdoorchef Heat X-345 RB beeindruckt im Test und lässt kaum Wünsche offen. Drei Zusatzbrenner inklusive Infrarot-Keramikbrenner für Steaks, ein Heckbrenner für den Drehspieß und ein stufenlos regelbarer Seitenkocher machen ihn zu einem der vielseitigsten Gasgrills in seiner Klasse.
Dazu kommen durchdachte Details wie der geräumige Unterschrank und eine überzeugende Verarbeitung. Die Leistungswerte sind auf fast der ganzen Linie stark – einzig beim Niedrigtemperaturgaren gibt es leichte Abstriche. Wer bereit ist, etwas Zeit in den Aufbau zu investieren, bekommt dafür einen Gasgrill, der funktional aus der Masse heraussticht. Mit einem Preis von 1.499 Euro (UVP) ist das Outdoorchef-Modell aber recht teuer.
PRO erreicht sehr hohe Temperaturen, Steakbrenner, Heckbrenner und Seitenkocher vorhanden, lange Garantiezeit, hochwertige Verarbeitung, Platz für sehr große Gasflaschen KONTRA Seitenteile lassen sich nicht klappen, etwas viele Einzelteile und Plastiktüten, teuer
IMTEST-Ergebnis:
sehr gut 1,53
Weitere empfehlenswerte Gasgrills
Wer günstigere Alternativen sucht, findet mit den folgenden Gasgrills spannende Modelle, die jedoch einen kleineren Funktionsumfang haben.
Char-Broil Essential 4 G Einstiegs-Gasgrill mit Seitenkocher und Tru-Infrared-Technologie Garen mit sehr niedrigen Temperaturen möglich Preis-Leistungssieger im Vergleichstest IMTEST-Ergebnis: befriedigend 2,57 UVP: 499 Euro Hier geht es zum Char-Broil Essential 4 G* Burnhard Big Fred Deluxe Drei leistungsstarke Stabbrenner mit je 3,75 Kilowatt Inkl. Sizzle-Zone (im Hauptgarraum), Heckbrenner und Seitenkocher Beste Teilnote (sehr gut 1,11) in Bezug auf Leistung IMTEST-Ergebnis: gut 1,93 UVP: 899 Euro Hier geht es zum Burnhard Big Fred Deluxe* Affiliate-Disclaimer
Die mit einem Stern (*) oder einem Einkaufswagen (🛒) gekennzeichneten Links sind s.g. Affiliate-Links. Bei Kauf über einen dieser Links erhält IMTEST vom Anbieter eine Provision. Die Auswahl der Produkte wird davon nicht beeinflusst, die Redaktion arbeitet zu 100 % unabhängig. Weitere Informationen zur redaktionellen (Test-)Arbeit und den journalistischen Standards finden Sie hier.

