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Essen – Er zählt zu den beliebtesten Schauspielern Deutschlands. Doch immer öfter wechselt Armin Rohde (71) die Seiten und holt andere vor SEINE Kamera. In der Fotografie hat er seine zweite Leidenschaft gefunden. Jetzt zeigt er seine neusten Arbeiten im Essener Ruhr Museum. Dabei kommt er seinen Wurzeln als Arbeiterkind aus dem Ruhrgebiet ganz nah.

Denn Rohde verbrachte seine Kindheit im Pott, kam in Gladbeck zur Welt. Der Vater arbeitete im Bergwerk, die Mutter in der Fabrik. Später siedelte die Familie nach Wuppertal um. Dort hatte er in der Schule mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. „Das war eine Zeit, in der Arbeiterkinder noch sehr selten auf dem Gymnasium waren. Und es schien den Lehrern unangenehm zu sein. So, als wäre es mit einem Makel behaftet, zu sagen: ‚Armins Vater ist Arbeiter‘“, erzählt er in BILD.

In der ZDF-Reihe „Nachtschicht“ ist Rohde als Kommissar Erichsen zu sehen

In der ZDF-Reihe „Nachtschicht“ ist Rohde als Kommissar Erichsen zu sehen

Foto: ZDF und Nik Konietzny

Das Blatt wendete sich erst, als Rohde auf der Schauspielschule angenommen wurde. „Mit meiner Herkunft galt ich dort als Rohdiamant, den man noch ein bisschen schleifen muss, aber dann sieht man, was der kann und wie er glitzert. Da galt ich schon sehr bald als etwas sehr Besonderes – was mich natürlich wahnsinnig gefreut hat!“

Mehr zum ThemaArmin Rohdes Job als TV-Star schafft Vertrauen

Heute ist der Star nicht mehr von den TV-Bildschirmen wegzudenken. Dass er ein Publikumsliebling ist, hilft ihm auch bei seiner Arbeit als Fotograf. „Ich komme halt durch den Fernseher zu den Menschen ins Wohnzimmer. Das führt sicher auch dazu, dass viele das Gefühl haben, mich zu kennen und mir vertrauen zu können“, sagt Rohde, der für seine Ausstellung „Gesichter des Reviers – Vom Ankommen und Dazugehören“ Menschen mit Migrationshintergrund aus dem Ruhrgebiet ablichtete.

Dieses Bild von Armin Rohde wird neben vielen anderen in Essen gezeigt, der Eintritt ist kostenlos. Die Ausstellung, die von der gemeinnützigen Brost-Stiftung initiiert wurde, läuft bis 7. Juni

Dieses Bild von Armin Rohde wird neben vielen anderen in Essen gezeigt, der Eintritt ist kostenlos. Die Ausstellung, die von der gemeinnützigen Brost-Stiftung initiiert wurde, läuft bis 7. Juni

Foto: Armin Rohde

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Dass sich der renommierte Darsteller in den vergangenen Jahren vermehrt der Fotografie zugewandt hat, hat einen simplen Grund: „Als Schauspieler bin ich immer derjenige, dem zugeschaut wird. Aber als Fotograf darf ich anderen zuschauen.“ Oft holt Rohde dafür seine eigenen Schauspielkollegen vor die Linse. „Das Tolle an der Arbeit mit ihnen ist: Wir kennen uns! Da genieße ich einen unglaublichen Vertrauensvorschuss. Die Kollegen öffnen sich mir, weil sie wissen, dass ich nie etwas publik machen würde, bei dem sie schlecht wegkommen“, so Rohde.

Beim Making-Of seiner Bilder unterhält sich der beliebte Schauspieler mit Dr. Boris Berger, dem stellvertretender Vorstandsvorsitzenden der Brost-Stiftung

Beim Making-Of seiner Bilder unterhält sich Rhode mit Dr. Boris Berger, dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Brost-Stiftung

Foto: Brost-Stiftung

Oft entstehen die Bilder ganz spontan am Filmset, wo es oft zu langen Wartezeiten zwischen den Einstellungen kommt. Die nutzt Rohde blitzschnell für Fotos. „Inzwischen wissen alle, dass ich nie ohne meine Kamera ans Set komme. Und meine Kollegen sind da ganz tolle Mitspieler.“