Der Audi Q4 e-tron erhält ein Facelift. Während sich am Exterieur nur Details ändern, ist das Cockpit völlig neu. Zudem bekommt das kompakte Elektro-SUV etwas mehr Reichweite und Ladeleistung sowie bidirektionales Laden.
Wie gehabt werden Batterien mit 59 und 77 kWh netto angeboten. Die Basisversion profitiert jedoch von einer neuen Permanentmagnetmaschine (PSM), was mehr Drehmoment und weniger Verbrauch bringt. Auch die übrigen Antriebe werden durch einen Siliciumcarbid-Inverter sparsamer. Ebenfalls neu: Die Modellbezeichnungen enthalten keine Zahlen mehr.
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Quelle: Audi
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Äußerlich soll der Q4 e-tron moderner und prägnanter wirken. Vorn ist der Singleframe-Grill jetzt in Wagenfarbe statt in Silber ausgeführt. Die S-line-Variante verfügt in den Ecken der Front- und Heckstoßfänger über vertikale Blades in mattem Silber. Mit dem «Exterieurpaket schwarz» sind die Blades in glänzendem Schwarz ausgeführt. Außerdem leiten in dieser Variante Lufteinlässe den Fahrtwind um die Vorderräder herum.
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Bilder von: Audi
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Am Heck wurden vor allem der Diffusor und die Schürze neu gestaltet. Außerdem stehen nun drei neue Außenfarben und fünf neue Räderdesigns zur Wahl.
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Was die Leuchten angeht, so gibt es nun vier Lichtsignaturen – diese sind allerdings nur in der höchsten Angebotsstufe in Verbindung mit den optionalen Matrix-LED-Scheinwerfern und den digitalen OLED-Heckleuchten 2.0 erhältlich. Eine dieser vier Signaturen bleibt auch während der Fahrt in Bewegung.
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Bilder von: Audi
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Bilder von: Audi
Das Cockpit sieht nun deutlich anders aus. So gibt es künftig ein durchgehendes Panoramadisplay, das aus einem 11,9-Zoll-Instrumentendisplay und einem 12,8-Zoll-Touchscreen besteht. Wie gehabt wird zusätzlich noch ein Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktion angeboten. Erstmals ist optional ein 12-Zoll-Beifahrerdisplay erhältlich. Bisher hatte der Q4 e-tron nur zwei Monitore, die auf verschiedenen Höhen integriert waren:
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Bilder von: Audi
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Außerdem ist der Schalter für die Getriebemodi P, N, R und D/B nun auf einer richtigen Mittelkonsole statt auf einem etwas seltsamen, hervorstehenden Element platziert. Die nach oben ansteigende Mittelkonsole enthält auch zwei gekühlte Schalen fürs induktive Laden mit jeweils 15 Watt. Details wie Kniepolster, hochwertige Nähte und kratzunempfindliche Oberflächen sollen den Innenraum zusätzlich aufwerten.
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Das optionale Interaktionslicht befindet sich direkt an der Frontscheibe
Bild von: Audi
Das Infotainment basiert künftig auf Android Automotive. So können Apps von Drittanbietern nun direkt am Touchscreen aufgerufen werden, ohne dass man das Smartphone mit dem Auto koppeln muss. Zudem lassen sich viele Fahrzeugfunktionen über einen KI-gestützten Sprachassistenten aufrufen. Dieser dient auch als Bedienhandbuch. ChatGPT kann auch verschiedenste andere Fragen beantworten.
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Bild von: Audi
Den Q4 e-tron gibt es nach wie vor in vier Versionen. Statt Q4 40 e-tron, 45 e-tron,45 e-tron quattro und 55 e-tron quattro tragen die vier Varianten nun aber Namen ohne Ziffern – analog zum Q6 e-tron. Hier die bisher bekannten Daten der normalen SUV-Version:
Audi Q4 e-tron
Audi Q4 e-tron performance
Audi Q4 e-tron
quattro
Audi Q4 e-tron
quattro performance
Antrieb
RWD 150 kW,
350 Nm
RWD 210 kW,
545 Nm
AWD 210 kW,
134+545 Nm
AWD 250 kW,
134+545 Nm
0-100 km/h
8,1 Sek.
6,6 Sek.
6,2 Sek.
5,4 Sek.
Höchstgeschwind.
160 km/h
180 km/h
180 km/h
180 km/h
WLTP-Verbrauch
15,3-18,9 kWh
15,6-18,4 kWh
16,1-19,1 kWh
16,2-18,9 kWh
Akku netto
59 kWh
77 kWh
77 kWh
77 kWh
WLTP-Reichweite
440 km
578 km
558 km
541 km
DC-Ladeleistung
160 kW
165 kW
165 kW
185 kW
Bei den Versionen mit 77-kWh-Batterie wird wie gehabt die bekannte Permanentmagnet-Maschine APP550 eingesetzt. Die Einstiegsvariante mit 59 kWh netto und 150 kW dagegen besitzt künftig einen neuen Motor namens APP350, der den APP310 ersetzt. Das neue Aggregat bietet zwar die gleiche Leistung, aber mehr Drehmoment: Wie der Name schon andeutet, sind es nun 350 statt 310 Nm.
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Der ASM an der Vorderachse wird offenbar als AKA150 bezeichnet
Bilder von: Audi
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Der altbekannte PSM mit der Bezeichnung APP550 an der Hinterachse
Bilder von: Audi
Zudem wird die Heckmaschine nun mit einem Siliciumcarbid-Inverter kombiniert, was die Schaltverluste verringert und so die Effizienz erhöht. Ergänzend optimiert eine neue Software den Verbrauch. Moderne Modulationsverfahren nutzen die DC-Spannung der Hochvoltbatterie besser aus – so steht bei niedrigerem Ladezustand mehr Leistung zur Verfügung. Unterm Strich steigt der Wirkungsgrad gegenüber dem Vorgänger um rund zehn Prozent, schreibt Audi. Das Eingang-Getriebe trägt durch ein neues Leichtlauföl ebenfalls zur Verbrauchssenkung bei – allein das soll bis zu zwölf Kilometer mehr Reichweite bringen.
Die Verbräuche haben sich durch die Bank verringert. So steigt die Reichweite beim Basismodell um 30 km, die Allradmodelle legen um 16 bis 34 km zu. Beim Q4 e-tron quattro verbesserte sich auch der Sprintwert von 6,6 auf 6,2 Sekunden. Zudem beträgt die Anhängelast nun auch bei der schwächeren der beiden quattro-Versionen 2.000 Kilogramm; bisher waren es dort nur 1,4 Tonnen.
Audi Q4 e-tron (2026): Neues Cockpit, mehr Reichweite, mehr Technik!
Bei den Ladeeigenschaften gibt es teils Verbesserungen, teils sogar Verschlechterungen. Beim Topmodell Q4 e-tron quattro performance (inklusive der Sportback-Version) steigt die maximale DC-Ladeleistung von 175 auf 185 kW. Damit lässt sich die Batterie nun in 27 Minuten von 10 auf 80 Prozent bringen. Bisher wurden für die 77-kWh-Batterie einheitlich 28 Minuten angegeben.
Bei den anderen 77-kWh-Varianten verringert sich die maximale Ladeleistung sogar etwas – statt 175 werden nun nur noch 165 kW angegeben. Offenbar werden hier andere Zellen eingesetzt. Ob sich auch die Ladedauer ändert, lässt Audi offen. Beim Basismodell wiederum erhöht sich die Ladeleistung minimal von 160 auf 165 kW. Die Hochvoltbatterie lässt sich automatisch und manuell vorkonditionieren.
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Dank V2L-Funktion kann man nun E-Bikes mit Strom aus der Traktionsbatterie versorgen
Bild von: Audi
Als erster Audi beherrscht der neue Q4 e-tron das bidirektionale Laden. An einer Haushaltssteckdose im Kofferraum kann man 2,3 kW zapfen, über einen Adapter an der Ladebuchse wahlweise 2,3 oder 3,6 kW. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist auch Vehicle-to-Home (V2H) möglich; damit wird die Traktionsbatterie zum heimischen Batteriespeicher, was sich vor allem lohnt, wenn man eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hat. Voraussetzung ist allerdings eine kompatible DC-Wallbox. Neu in Serie ist außerdem Plug & Charge.
Serienmäßig im Q4 e-tron sind unter anderem die Einparkhilfe plus mit Distanzanzeige, ein Tempomat mit Vorbereitung für den Abstandstempomat (ACC), ein Spurverlassenswarner mit Notfallassistent, Verkehrszeichenerkennung, Aufmerksamkeits- und Müdigkeitswarnung mit Fahrerbeobachtung sowie der aktive Frontassistent mit Ausweich- und Abbiegeassistent, Querverkehrsassistent vorn und Notbremsassistent vorn.
Für zusätzlichen Komfort ist der adaptive Fahrassistent plus (AFA) erhältlich: Er unterstützt beim Beschleunigen, Bremsen, Halten von Geschwindigkeit und Abstand sowie bei der Spurführung. Ab 90 km/h kann das System auf Autobahnen außerdem beim Spurwechsel assistieren. In Verbindung mit Online-Daten kann der AFA auch ohne erkannte Fahrbahnbegrenzung die Spur halten. Die Nutzung der Online-Daten ist für drei Jahre inklusive.
Audi Q4 e-tron
Audi Q4 e-tron performance
Audi Q4 e-tron
quattro
Audi Q4 e-tron
quattro performance
Preis als SUV
47.500 Euro
53.500 Euro
55.900 Euro
59.000 Euro
Preis als Sportback
49.450 Euro
55.450 Euro
57.850 Euro
60.950 Euro
Die Preise beginnen bei 47.500 Euro; damit steigt der Basispreis etwas; bisher lag er bei 46.150 Euro. Der Aufpreis für die Sportback-Variante liegt einheitlich bei 1.950 Euro. Die neuen Modelle sollen ab Mai 2026 bestellbar sein, die Markteinführung ist für den Sommer geplant.
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Quelle: Audi
Unter dem Strich
Audi verbessert den Q4 e-tron. Vor allem das Cockpit wurde verändert; beim Antrieb steht die neue Basismotorisierung mit mehr Drehmoment im Fokus. Zudem gibt es effizienzsteigernde Detailmaßnahmen wie einen Siliciumcarbid-Inverter. Gewöhnen muss man sich auch an neue Modellbezeichnungen, die nun keine Zahlen mehr enthalten. Die Preise steigen moderat.
Quelle:
Audi (per E-Mail)