Lynk & Co stellt auf der Auto China 2026 erstmals ein zweitüriges Gran-Turismo-Konzeptfahrzeug mit der Bezeichnung «Time to Shine» vor. Das Konzept markiert den zehnten Jahrestag der Marke und bündelt gestalterische Entwicklungen, motorsportbezogene Erfahrungen und technische Zielsetzungen der vergangenen Jahre. Es dient zugleich als Ausblick auf mögliche künftige Ausrichtungen im Bereich Design und Performance.

Das Fahrzeug weist klassische Proportionen eines Gran Turismo auf. Mit einer Länge von 4.780 Millimeter, einer Breite von 2.000 Millimeter und einer Höhe von 1.330 Millimeter ergibt sich eine flache Silhouette. Der Radstand beträgt 2.750 Millimeter. Die Gestaltung des Exterieurs folgt laut Lynk einem Ansatz, bei dem Lichtreflexionen eine zentrale Rolle spielen.

Lynk & Co GT Concept

20

Quelle: Lynk & Co

Entlang der Seitenlinie verlaufen fließende Reflexionen, während die Flächen je nach Blickwinkel und Bewegung variieren. Die Lackierung in «Apex Blue» ist als Effektlack mit metallischer Tiefenwirkung ausgeführt. Kontrastierende Elemente in «Spark Yellow» setzen visuelle Akzente und verweisen auf den motorsportlichen Hintergrund der Marke.

Der Innenraum ist als 2+2-Konfiguration ausgelegt und verbindet eine offene Raumwirkung mit einer fahrerorientierten Anordnung der Bedienelemente. Helle Lederoberflächen mit digital wirkender Struktur prägen die Materialanmutung und stehen im Kontrast zu technischen Details.

Lynk & Co GT Concept

Bild von: Lynk & Co

Hinter den Sitzen kommt eine Carbonfaserstruktur zum Einsatz, die sowohl funktionale als auch gestalterische Aspekte erfüllt. Insgesamt ist der Innenraum auf eine Kombination aus Komfort und fahrdynamischer Ausrichtung ausgelegt.

Ein zentrales Bedienelement stellt ein physischer «+»-Schalter auf der Mittelkonsole dar. Durch Aktivierung wird ein spezieller Fahrmodus ausgelöst, der mehrere Systeme gleichzeitig beeinflusst. Das Fahrwerk wird um 15 Millimeter abgesenkt, aerodynamische Komponenten an Front und Heck fahren aus, und ein Heckflügel wird aktiviert.

Lynk & Co GT Concept

Bild von: Lynk & Co

In diesem Zustand verlängert sich die Fahrzeuglänge um 100 Millimeter. Ziel dieser Maßnahmen ist die Optimierung des Luftstroms sowie eine Erhöhung von Abtrieb und Fahrstabilität bei höheren Geschwindigkeiten. Parallel dazu werden Anzeigen im Innenraum reduziert, indem das Instrumentenpanel und zusätzliche Displays eingefahren werden.

Technisch ist das Konzeptfahrzeug mit Hinterradantrieb ausgelegt und nutzt eine Fahrwerksarchitektur, die sich an Anforderungen des Rundstreckeneinsatzes orientiert. Ergänzt wird dies durch ein digitales Chassis mit KI-gestützter Steuerung zur Regelung der Fahrzeugbewegungen. Wovon das Showcar angetrieben wird, ist unklar. Offiziell heißt es seitens Lynk & Co: «Leistungsdaten deuten auf eine Beschleunigung von 0–100 km/h in 2 Sekunden bei gleichzeitig dauerhaft hoher Leistungsabgabe hin.» Das könnte ein Hinweis auf einen Elektroantrieb sein. 

Die Entwicklung erfolgte unter Leitung eines schwedischen Designteams in Zusammenarbeit mit Standorten in Europa und China. Dieser Ansatz spiegelt die internationale Ausrichtung der Marke wider. Angaben des Herstellers zufolge sollen Rückmeldungen aus Öffentlichkeit und Nutzerbasis in mögliche weitere Entwicklungsschritte einfließen, insbesondere im Hinblick auf Antriebskonzepte und eine potenzielle Serienfertigung.