Nachhaltigkeits-Initiative | 28. April 2026

Der Berner Bauern Verband (BEBV) hat die Ja-Parole zur Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» beschlossen. Ausschlaggebend für diesen Entscheid ist insbesondere der zunehmende Druck auf die Landwirtschaftsflächen infolge des Bevölkerungswachstums.

Ob es solche Nutzflächen nahe den Städten künftig noch geben wird? Der Berner Bauern Verband bezweifelt es …

Ob es solche Nutzflächen nahe den Städten künftig noch geben wird? Der Berner Bauern Verband bezweifelt es …Foto: Keystone

Die Bevölkerung im Kanton Bern wächst stetig. Insbesondere in den Agglomerationen und gut erschlossenen ländlichen Regionen gibt es zunehmenden Siedlungsdruck. Gemäss Prognosen wird die Bevölkerung weiter zunehmen – mit entsprechenden Auswirkungen auf Raumplanung und Flächennutzung, heisst es in der Mitteilung des Berner Bauern Verband (BEBV).

Der Kanton stehe vor der Herausforderung, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig die wertvollen Landwirtschaftsflächen zu erhalten. Die Strategie der inneren Verdichtung wird grundsätzlich unterstützt. Der BEBV weist jedoch darauf hin, dass auch dieser Ansatz Grenzen hat. Mit weiterem Wachstum steigt der Druck auf Neueinzonungen. «Diese Entwicklung würde unweigerlich zulasten der Fruchtfolgeflächen gehen – also jener besonders fruchtbaren Böden, die für die inländische Lebensmittelproduktion zentral sind», heisst es.

Der Schutz dieser Flächen ist für die langfristige Versorgungssicherheit von grosser Bedeutung. Vor diesem Hintergrund unterstützt der BEBV die Initiative. Sie setzt ein wichtiges Signal, um das Bevölkerungswachstum und dessen Auswirkungen auf Raumplanung, Landwirtschaft und natürliche Ressourcen stärker zu berücksichtigen sowie den Schutz der Fruchtfolgeflächen konsequent zu sichern.