Zwei SUV, die auf großzügiges Raumangebot, eigenständige Formen und moderne Hybridantriebe setzen: BYD Seal U und Mitsubishi Outlander. Der Seal U taucht inzwischen, zumindest als Plug-in-Hybrid, stabil in den monatlichen Top 10 der meistverkauften Modelle auf, während der Outlander erst seit wenigen Wochen im Programm steht.
Wir beleuchten beide im Detail: von Exterieur und Innenraum über die Antriebe bis hin zu den Preisen.
Exterieur
Der Seal U tritt mit stattlichen Abmessungen an: 4,77 Meter Länge, ein Radstand von 2,76 Metern und damit ein minimal größeres Format als der Konkurrent. Das Design folgt der «Ocean Aesthetics»-Formensprache mit weichen, zugleich kraftvollen Linien, plastisch modellierten Flächen und markanten Details wie den zwei seitlichen Sicken sowie 19-Zoll-Rädern. Am Heck zieht eine LED-Lichtsignatur die Blicke auf sich, die über ein durchgehendes horizontales Band verbunden ist, ein inzwischen typisches Merkmal vieler aktueller Fahrzeuge.
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Der Outlander, mit 4,72 Metern etwas kompakter, setzt auf einen rationaleren, massiveren Auftritt. Die Front wird vom Dynamic-Shield-Design geprägt: C-förmige Chrom-Elemente und geteilte Scheinwerfer verleihen ihm eine unverwechselbare Identität. Flanke und Heck hingegen wirken zurückhaltender, mit klaren Linien, die vor allem dem Raumangebot zugutekommen. Weniger spektakulär, dafür konsequent klassisch in seiner Grundausrichtung.
Modell
Länge
Breite
Höhe
Radstand
BYD Seal U
4,77 Meter
1,89 Meter
1,67 Meter
2,76 Meter
Mitsubishi Outlander
4,72 Meter
1,90 Meter
1,75 Meter
2,70 Meter
Innenraum
Im Innenraum treffen zwei grundlegend verschiedene Philosophien aufeinander. BYD setzt auf ein modernes, technikorientiertes Ambiente: 12,3-Zoll-Digitalinstrumente und ein großes, drehbares 15,6-Zoll-Zentraldisplay prägen das Cockpit. Die Materialien wirken hochwertig, mit veganem Leder, Kontrastnähten und Ambientebeleuchtung, die eine gehobene Atmosphäre erzeugt. Head-up-Display, Sprachsteuerung und Remote-Funktionen per App gehören zur Serienausstattung. Das Platzangebot für die Passagiere ist ordentlich, der Kofferraum der Plug-in-Versionen fasst jedoch lediglich rund 425 Liter.
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BYD Seal U DM-i, das Armaturenbrett
Bild von: Motor1.com
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Mitsubishi Outlander, der Innenraum
Bild von: Mitsubishi
Mitsubishi stellt die Funktionalität in den Vordergrund. Das Cockpit ist aufgeräumt, zwei gut ablesbare 12,3-Zoll-Displays sowie physische Tasten für Klimaanlage und zentrale Funktionen bestimmen die Bedienlogik. Die Materialien wirken robust, mit Leder und weichen Kunststoffen im oberen Bereich. Das Platzangebot ist für alle Insassen großzügig bemessen, der Kofferraum startet bei 467 Litern und wächst bei umgeklappten Sitzen auf über 1.400 Liter.
Modell
Digitale Instrumententafel
Zentrales Display
Kofferraumvolumen
BYD Seal U
12,3″
15,6″
425–450/1.440–1.465 Liter
Mitsubishi Outlander
12,3″
12,3″
495/803/1.427 Liter
Antriebe
Der Seal U bietet die breitere Modellpalette. Die rein elektrische Version leistet 218 PS und ist mit Akkus von 71,8 oder 87 kWh erhältlich, was Reichweiten zwischen 420 und 500 Kilometern ermöglicht. DC-Schnellladen ist mit bis zu 115 bis 140 kW möglich.
Die Plug-in-Hybrid-Variante DM-i kombiniert einen 1,5-Liter-Benziner mit einem oder zwei Elektromotoren. Der 18,3-kWh-Akku ermöglicht rund 70 bis 80 Kilometer rein elektrisch, der 26,6-kWh-Akku kommt auf etwa 125 Kilometer. Die Systemleistungen reichen von 218 bis 324 PS, inklusive Allradoption.
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Bildquelle: Motor1.com
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Bildquelle: Mitsubishi
Der Outlander setzt auf einen einzigen Plug-in-Hybrid-Antrieb: Ein 2,4-Liter-Benziner kombiniert mit zwei Elektromotoren ergibt eine Systemleistung von 306 PS. Der 22,7-kWh-Akku reicht für rund 84 bis 86 Kilometer im Elektromodus, im Stadtbetrieb sogar für über 100 Kilometer.
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BYD Seal U DM-i, der Kofferraum
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Mitsubishi Outlander, der Kofferraum
Das Laden per Wechselstrom ist auf 3 kW begrenzt, für das Segment ein vergleichsweise niedriger Wert. DC-Schnellladedaten nennt Mitsubishi nicht explizit, verweist aber auf eine Ladezeit von 80 Prozent in 32 Minuten über den CHAdeMO-Standard, der sich am Markt jedoch kaum durchgesetzt hat.
Preise
Der Seal U startet als Plug-in-Hybrid mit 218 PS bei 40.100 Euro. Die Elektroversion mit dem kleineren Akku ist ab 43.900 Euro erhältlich. Der Outlander beginnt bei 46.900 Euro.