Das typische rot-blaue Dschungel-Outfit hat er abgelegt, den Camp-Cowboyhut an den Nagel gehängt: Der Dingelsdorfer TV-Landwirt Patrick Romer sah bei der Wiedersehens-Sendung der RTL-Sendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ aus wie aus dem Ei gepellt. Frisch geduscht und frisch rasiert strahlte der TV-Bauer in einem schwarzen T-Shirt, darüber die charakteristische Kreuz-Kette, mit weißem Zahnpasta-Lächeln in die Kamera. Für Romer war im Halbfinale Schluss, gemeinsam mit Simone Ballack musste er das Camp verlassen. Lustige Momente gab es trotzdem genug, diese wurden Romer in einem launischen Zusammenschnitt präsentiert. „Wir Landwirte sind nicht ganz verkehrt“, posaunte er in diesem kurzen Filmchen. RTL zeigte ihn beim Kuscheln mit dem Kissen, das seine Freundin und ihn zeigt, beim Philosophieren über das Landleben und die Frauen und bei seinen Dschungelprüfungen.

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Patrick Romer (links) und Gil Ofarim im Dschungelcamp bei einer gemeinsamen Prüfung.
Foto: RTL
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Patrick Romer (links) und Gil Ofarim im Dschungelcamp bei einer gemeinsamen Prüfung.
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Über seine Mit-Kandidaten verlor der TV-Bauer beim Wiedersehen nur nette Worte. So viele unterschiedliche Menschen aus unterschiedlichen Bereichen seien im Camp gewesen, Reality-TV-Stars, Sängern oder – wie er einer ist – Landwirte. „Wir sind eine bunte Mischung, von Jung bis Alt. Hier stoßen Welten aufeinander und auch Meinungen.“
Sogar gegenüber dem Basler Reality-TV-Star Ariel schlug Romer versöhnliche Töne an, obwohl die Schweizerin ihn im Camp sogar einen „Idioten“ nannte. Mit Ariel ist er im Camp immer wieder aneinander geraten, überwiegend aufgrund der Kontroverse um den Sänger und späteren Gewinner der Sendung, Gil Ofarim. Bei diesem ließ Ariel nicht locker: Immer wieder erinnerte sie Ofarim an den Vorfall in einem Leipziger Hotel, bei dem er einen Mitarbeiter fälschlicherweise beschuldigte, ihn antisemitisch beleidigt zu haben. „Mit Meinungen kennt sich Ariel aus. Sie hat keine Angst, die zu sagen“, positionierte Romer sich, legte dann aber doch nach: „Ich finde, es sollte respektiert werden, wenn jemand sich nicht äußern will. Da habe ich nur gesagt, dass ich Ariels Platte nicht mehr hören kann.“
Nach dem Dschungelcamp: Wie steht es um Patrick Romers „Bromance“ mit Gil Ofarim?
Zwischen dem Sänger und dem Konstanzer Landwirt baute sich während des Dschungelcamps eine „Bromance“ (enge Freundschaft unter Männern) auf, sagte Romer dann. Doch zum Ende seiner Zeit im Camp, kurz vor seinem Rauswurf, schlug Romer gegenüber Ofarim kritischere Töne an, nannte ihn „aalglatt“ und sprach von einem komischen Bauchgefühl. Während der Sendung legte Romer seinem Camp-Kumpel auch nahe, sich einfach für seine Antisemitismus-Lüge zu entschuldigen – wofür er sich vor der Moderatorin Sonja Zietlow in der Wiedersehens-Sendung rechtfertigen musste. „Ich wollte dir helfen“, wandte sich Romer an Ofarim, „ich konnte es selbst nicht mehr hören. Ich habe dir nur nahegelegt, dich einfach zu entschuldigen.“ Bei wem sich Ofarim entschuldigen solle, bohrte Zietlow weiter. „Bei niemandem“, entgegnete Romer händeringend und wurde daraufhin von der Moderation abgewürgt.
Auswertungen des Zuschauer-Votings, die RTL nun nach Abschluss der Sendung veröffentlichte, zeigen dabei auf, dass Romer gegen Ofarim nie eine Chance hatte. Mit etwas mehr als drei Prozent zu Beginn von Woche 2 und rund acht Prozent der Zuschauerstimmen bei seinem Rauswurf aus dem Camp kratzte Romer meist am unteren Rand in der Beliebtheits-Skala der Zuschauer.

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Reality-TV-Star Ariel kommt aus Basel, sie polarisierte im Dschungel. Dort wollte sie nur für ihre Werte einstehen, sagte sie.
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Reality-TV-Star Ariel kommt aus Basel, sie polarisierte im Dschungel. Dort wollte sie nur für ihre Werte einstehen, sagte sie.
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Und Ariel? Das Basler Reality-TV-Sternchen wirkte im Gegensatz zu ihrem provokanten Auftreten im Camp beim Wiedersehen nahezu lammfromm, räumte ein, an mancher Stelle übertrieben zu haben. „Ich rede viel schneller, als ich denke, und haue das knallhart heraus“, sagte sie, „außerdem war mir langweilig.“ Die Mobbing-Vorwürfe gegen Ofarim wies sie aber entschieden von sich: „Mir war es wichtig, meine Stimme zu erheben. Nicht gegen einen Menschen, aber für die Werte, die ich vertrete.“
Sonst gab es nur für den Ravensburger Umut Tekin etwas zu lachen – und zwar über sich selbst und seine Schreianfälle im Camp. Er musste die Show als Zweiter verlassen. Ob er seine Spinnenphobie mittlerweile abgelegt hat? „Spinnen erschrecken mich immer noch. Aber wenn in Deutschland da eine in der Ecke hockt, kann ich die bestimmt inzwischen herunterholen.“
Marina Schölzel
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