Die Umstellung auf Teilelektrifizierung hat dem Lamborghini Urus offensichtlich nicht geschadet. Lamborghini hat 2025 ein weiteres Rekordjahr hingelegt und der Urus ist auch als SE nach wie vor der Bestseller im Programm. Was sich ebenfalls nicht geändert hat: Der Urus bleibt der Liebling der Luxustuner. Bei der Vielzahl an Umbauten muss man sich also schon gehörig was einfallen lassen, wenn man auffallen möchte. So wie jetzt Larte Design.
«Ja sapperlot, was ist denn hier passiert?», denkt man sich zwangsweise nach dem Frontal-Blick aufs radikalst behandelte Stier-SUV. Der sogenannte «Largenda» des Veredlers aus Erkrath fällt vor allem durch seine Materialität und die ungewöhnliche Farbtrennung auf.
Das Herzstück des Umbaus besteht aus insgesamt 18 neu entwickelten Komponenten, die allesamt aus sogenanntem „Dry Carbon“ gefertigt werden. Das Besondere dabei: Die zweifarbige Optik – beim Showfahrzeug eine Kombination aus Koralle und Schwarz – wird nicht etwa nachträglich auflackiert. Die Farbpigmente werden bereits während des Layup-Prozesses, also beim Schichten der Kohlefasermatten, in das Material integriert, bevor das Bauteil im Autoklaven unter Hitze und Druck aushärtet. Das sorgt dafür, dass Farbverläufe und Strukturen UV-beständig und hitzeresistent direkt im Gewebe sitzen.
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Larte Largenda für Lamborghini Urus SE (2026)
Bilder von: Larte Design
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Larte Largenda für Lamborghini Urus SE (2026)
Bilder von: Larte Design
Das Kit umfasst eine komplett neue Frontarchitektur inklusive Splitter und modularen Einsätzen, verbreiterte Seitenschweller und einen massiven Heckdiffusor. Auch die Motorhaube wird durch ein Carbon-Pendant ersetzt. Dabei wurde das Design laut Larte speziell auf die Linienführung der Hybrid-Plattform des Urus SE zugeschnitten und ist keine bloße Adaption älterer Urus-Kits.
Ein wichtiger Punkt für alle, die Sorge um die Werksgarantie oder die Technik haben: Larte betont, dass sämtliche 18 Bauteile an den originalen Befestigungspunkten montiert werden. Es wird nicht gebohrt, nicht geschnitten und die strukturelle Integrität des Urus bleibt unangetastet. Das sei wichtig für die Sensorik des Hybrid-Antriebsstrangs sowie die Park- und Assistenzsysteme, die durch den Umbau nicht beeinträchtigt werden sollen, sagt der Tuner.
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Quelle: Larte Design
Alle verwendeten Materialien sind TÜV-zertifiziert, was den legalen Betrieb auf europäischen Straßen sicherstellt. Gefertigt werden die Teile direkt am Standort in Deutschland.
Der Antriebsstrang bleibt in diesem Fall unangetastet. Der 4,0-Liter-V8 und ein E-Motor erzeugen 800 PS. Auch zu Optimierungen am Fahrwerk äußert sich Larte nicht direkt. Den Bildern nach zu urteilen, liegt das Auto allerdings tiefer und auch die Räder wurden geändert.
Wer Interesse an einer solchen Individualisierung hat, bekommt laut Larte innerhalb von 24 Stunden ein fertiges Konzept inklusive Preisgestaltung. Der Umbau kann entweder direkt in Erkrath oder über ein weltweites Partnernetzwerk erfolgen. Was der Spaß genau kostet? Das bleibt – wie so oft in dieser Liga – Verhandlungssache und hängt stark von den gewählten Carbon-Strukturen und Farbkombinationen ab.