Basels Kapitänin Coumba Sow bejubelt das Tor von Sabina Jackson.
Bild: Philipp Kresnik/Freshfocus
Nach dem 2:1 nach 120 Minuten war Basel im Penaltyschiessen souverän aufgetreten. Das favorisierte Team verwertete im Viertelfinal-Rückspiel alle Elfmeter, während die St.Gallerinnen Lia Ammann sowie Franziska Gaus scheiterten.
Doch der Jubel beim FC Basel hielt sich in Grenzen: Die SRF-Kameras fingen einen nachdenklichen Trainer Omar Adlani ein sowie eine telefonierende St.Galler Co-Sportchefin Patricia Willi. Der FC Basel hatte kurz vor dem Ende der Verlängerung mit Lena Bubendorf eine Spielerin eingewechselt, die nicht auf dem Matchblatt aufgeführt war.
Welche Konsequenzen hat Basel zu befürchten?
Schnell machte die Meldung die Runde. Gut möglich, dass dieser Fauxpas ein juristische Nachspiel haben wird. St.Gallen hat jedenfalls Protest eingelegt. Willi sagte: «Es geht nicht darum, am grünen Tisch zu gewinnen, sondern dass wir als sportliche Leitung unseren Auftrag erfüllen.» Bis am späten Freitagabend war offen, welche Konsequenzen Basel zu befürchten hat.
Kapitänin Coumba Sow sagte: «Wir haben uns die Halbfinal-Qualifikation verdient. Es wäre hart, wenn uns dieser Fehler den Sieg kosten würde.»
In einer spektakulären Verlängerung – nach 90 Minuten hatten die Baslerinnen das 0:1 aus dem Hinspiel egalisiert – brachte Sina Cavelti St.Gallen mit dem 1:1 dem Halbfinal einen grossen Schritt näher. Dank Krystyna Flis‘ Treffer in der 104. Minute legte Basel aber wieder vor und erzwang damit das Penaltyschiessen.
Die St.Gallerin Chantal Wyser.
Bild: Philipp Kresnik/Freshfocus
St.Gallen hatte die Baslerinnen lange gefordert. Wie schon im Hinspiel waren die Ostschweizerinnen diesmal auch über 120 Minuten unbequeme Gegnerinnen. Bis zur 70. Minute verteidigte das Team von Trainerin Jasmin Schweer den 1:0-Vorsprung aus der ersten Partie solidarisch, machte die Räume eng und liess Basel nicht zur Entfaltung kommen. St.Gallen schien auf gutem Weg, das knappe Resultat aus dem Hinspiel zu verteidigen.
Klug macht den Fehler wieder gut
Doch dann fasste sich Sabina Jackson aus grosser Distanz ein Herz, der Ball sprang noch auf und St.Gallens Torhüterin Sandra Klug liess den Ball passieren. Der Distanzschuss schien nicht unhaltbar. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit aber machte Klug ihren Fehler wieder gut, als sie gegen die eingewechselte Una Rankic stark reagierte und ihr Team damit in die Verlängerung rettete.
Basel – St.Gallen 6:2 n.P. (0:0, 1:0, 2:1) Hinspiel: 0:1
Leichtathletikstadion St.Jakob – 2523 Zuschauende – Sr. Reichmuth.
Tore: 70. Jackson 1:0. 94. Cavelti 1:1. 104. Flis 2:1.
Basel: Leivonen; Baass, Jackson, Krstic, Christen (60. Flis); Sow; Hand (99. Rurack), Hirata (120. Kröll), Seghir (66. Rankic), Berti (123. Bubendorf); Rudelic (66. Tauriello).
St.Gallen: Klug; Wyser, Gaus, Brunner, Thüer (56. Frischknecht/91. Friedli); Eisenring, Seliner, Ammann; Ibishaj (56. Cavelti), Aeberhard (92. Nilsson), Bachmann (107. Risch).