Netto-Null 2045 | 2. Mai 2026

Zum 20-Jahr-Jubiläum der Klimaplattform der Wirtschaft wollen die Stadt Bern und die hiesigen Unternehmen ihre Aktivitäten vermehrt auf das Netto-Null-Ziel 2045 ausrichten. Eine Charta soll die gemeinsame Absicht bekräftigen und den Klimaschutz vorantreiben.

Die Berner Wirtschaft verpflichtet sich zum Jubiläum der Klimaplattform zum Netto-Null-Ziel bis 2045.

Die Berner Wirtschaft verpflichtet sich zum Jubiläum der Klimaplattform zum Netto-Null-Ziel bis 2045.Fotos: Keystone

Seit zwanzig Jahren bringt die Klimaplattform der Wirtschaft Unternehmen, Wirtschaftsverbände und die Stadt Bern zusammen, um den Klimaschutz voranzutreiben, wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt. Die Plattform helfe dabei, sich im komplexen Umfeld von Klimaschutz, Regulierung und Förderangeboten zu orientieren, voneinander zu lernen, Synergien zu nutzen und Lösungen effizient umzusetzen.

Über 1000 Projekte haben die Unternehmen seit der Gründung der Klimaplattform 2006 realisiert, mehr als 180’000 Tonnen CO2 eingespart und erneuerbare Energien massgeblich ausgebaut. Begonnen hat die städtische Klimaplattform der Wirtschaft mit 16 Partnerunternehmen, heute zählt sie über 70.

«Klimaschutz gelingt nur gemeinsam. Die Politik, die Verwaltung, die Wirtschaft und die Bevölkerung müssen zusammenarbeiten», sagt Gemeinderat Alec von Graffenried, Direktor für Sicherheit, Umwelt und Energie. «Die Klimaplattform zeigt seit 20 Jahren, wie lösungsorientiert die Kooperation zwischen öffentlicher Hand und Wirtschaft sein kann.»

Gemeinderat Alec von Graffenried an einer Medienkonferenz in Bern.

Gemeinderat Alec von Graffenried an einer Medienkonferenz in Bern.

Charta soll verbindlich wirken

Im Jubiläumsjahr entwickelt die Klimaplattform ihr Modell mit einer systematischen Ausrichtung auf das Netto-Null-Ziel 2045 der Stadt Bern weiter. Das gemeinsame Bekenntnis zur Klimaneutralität bis 2045 wird in einer Charta festgehalten.

Darin enthalten sind konkrete Ansätze wie die Erfassung der Treibhausgasemissionen als Basis für den Klimaschutz, die Verpflichtung zu Massnahmen und eine transparente Berichterstattung. Weiterhin erhalten die Unternehmen über die Klimaplattform Unterstützung, unter anderem durch die Vermittlung von Beratungsangeboten.

Wirtschaftsverbände verpflichten sich

Die Wirtschaftsverbände der Stadt Bern, namentlich die Sektion Bern des Handels- und Industrievereins des Kantons Bern, Berncity, der Gewerbeverein und KMU Stadt Bern, unterstützen als Trägerorganisationen die Weiterentwicklung der Klimaplattform. Im Herbst können die Partnerunternehmen mit der Charta ihre Bereitschaft bekräftigen.

«Für die Unternehmen ist entscheidend, dass Klimaschutz planbar und umsetzbar ist. Die Klimaplattform schafft genau diese Orientierung und hilft Unternehmen, konkrete Schritte zu machen und im besten Fall sogar Aufwand zu minimieren», sagt Philip Kohli, Geschäftsführer der Sektion Bern des Handels- und Industrievereins des Kantons Bern (HIV). Die Charta sorge für mehr Verbindlichkeit, gleichzeitig bleibe die unternehmerische Freiheit erhalten.