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Teheran – Der Iran schickt militärische Drohungen in Richtung USA: Die Mullahs haben offenbar Raketen auf die Straße von Hormus gefeuert. Das meldet eine staatliche Nachrichtenagentur. Die 55 Kilometer breite Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. Die Raketen seien im Rahmen eines Manövers vom Festland und der Küste abgefeuert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim am Dienstag. Sie hätten ihre Ziele getroffen.

Das iranische Militär hatte am Vortag eine große Übung in der Straße von Hormus, dem Persischen Golf und dem Golf von Oman gestartet. Die Handelsroute soll am Dienstag für mehrere Stunden gesperrt werden.

Militär-Übung gestern in der Straße von Hormus : Hier lässt der Iran die Muskeln spielenStraße von Hormus: Irans Revolutionsgarden feuern Raketen ab

Quelle: Reuters18.02.2026

Mullah-Führer Ali Chamenei (86) drohte den USA kurz nach Bekanntwerden des Raketenabschusses. Auf X schrieb er: „Die Amerikaner sagen ständig, sie hätten einen Flugzeugträger in Richtung Iran entsandt. Nun gut, ein Flugzeugträger ist natürlich ein gefährliches Gerät, aber gefährlicher als ein Flugzeugträger ist jene Waffe, die ihn auf den Meeresgrund schicken kann.“

Mullah-Führer Ali Chamenei (86)

Mullah-Führer Ali Chamenei (86)

Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire

Das amerikanische Militär bereitet sich derweil auf die Möglichkeit ⁠wochenlanger Einsätze ⁠gegen den Iran vor, sollte Trump einen Angriff anordnen. Zudem haben die USA einen großen Marineverband in ‌der Region zusammengezogen – darunter den Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“.

Die USA haben den Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ in die Region rund um den Iran entsandt (Archivfoto)

Die USA haben den Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ in die Region rund um den Iran entsandt (Archivfoto)

Foto: picture alliance / abaca

Verhandlungen im Atomstreit wieder aufgenommen

In Genf ist am Dienstag eine zweite Verhandlungsrunde im Atomstreit zwischen dem Iran und den USA gestartet. Das iranische Staatsfernsehen berichtete, die indirekten Gespräche hätten mit „dem Austausch von Botschaften beider Seiten“ durch Vermittler des Oman begonnen.

Die iranische Delegation wird laut staatlichen iranischen Medien von Außenminister Abbas Araghtschi geleitet. Die US-Delegation wird nach Angaben des Weißen Hauses vom US-Sondergesandten Steve Witkoff (68) und Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner (45) angeführt.

Washington und Teheran hatten ihre indirekten Gespräche am 6. Februar wieder aufgenommen. US-Präsident Trump droht Teheran mit einem Militäreinsatz, sollte es nicht zu einer Einigung im Atomstreit kommen. Teheran will nur über sein Atomprogramm und die Aussetzung von Sanktionen verhandeln, die USA und Israel pochen jedoch auch auf Verhandlungen etwa über das iranische Raketenprogramm.