Die (grosszügig gezählten) 4665 erlebten am ersten Mai-Sonntag einen sportlichen Offenbarungseid über den desolaten Zustand des Rekordmeisters: Ideenlos, harmlos und ohne Widerstand schleppen sich die Zürcher dem Saisonfinal entgegen.
GC hilft kräftig mit
Es ist nicht einmal der schlechteste Auftritt der Saison – und genau das ist fast schon die bitterste Erkenntnis dieses Abends. Gegen Servette verliert GC 0:2, wobei das Resultat noch schmeichelhaft ausfällt. Die Genfer spielen im Schongang und kommen dennoch problemlos zum Sieg.
Arigoni sieht Rot
Die Zürcher leisten dabei tatkräftige Unterstützung. Allan Arigoni fliegt nach einem harten Einsteigen gegen Bradley Mazikou mit Rot vom Platz. Maximilian Ullmann lenkt vor der Pause den Ball ins eigene Tor und lässt später Thomas Lopes gewähren, der sehenswert zum 0:2 trifft.
Offensiv ein Totalausfall
Damit ist die Geschichte dieser Partie praktisch erzählt. GC bringt keinen einzigen Schuss aufs Tor zustande – auch nicht vor dem Platzverweis. Jonathan Asp Jensen, sonst einer der wenigen Lichtblicke, verzettelt sich diesmal allein.
Am Dänen liegt die Niederlage nicht. Vielmehr ist er einer der wenigen Gründe, weshalb GC überhaupt noch auf die Barrage hoffen darf – wie schon in den vergangenen zwei Jahren.
Zeidler muss das Team wecken
Doch anders als letzte Saison fehlt diesmal jede Spannung. Rang 10 ist ausser Reichweite, Winterthur kann nicht mehr vorbeiziehen. Wochen vor dem Barrage-Hinspiel gegen wohl erneut Aarau herrscht Leere statt Kampfgeist.
Trainer Peter Zeidler muss nun dringend Leben in diese Mannschaft bringen. Denn in dieser Verfassung ist GC in der Barrage alles andere als Favorit.
Wer will GC sein?
Oder anders gefragt: Wer will derzeit überhaupt noch GC sein?