120.000 Migranten arbeiten in Almería (Spanien). Unter «sklavischen Bedingungen», wie es im Filmbeschrieb von «The Miracle of Almería» heisst. 2024 kam der Film in die Schweizer Kinos.
Insgesamt 66 Zuschauer schauten sich die Dokumentation im Kino bislang an, wie der Filmverleih-Verband Pro Cinema verzeichnet. Das Bundesamt für Kultur (BAK) subventionierte den Film mit 60.000 Franken. Vom Kanton Bern gab es nochmals 50.000 Franken. Insgesamt über 110.000 Franken für 66 Zuschauer: The miracle of Subventionitis.

Kino Uto in Zürich, das älteste Kino der Stadt (Symbolbild)
© KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER
Beim Film handelt es sich um ein «internationales Dokumentarfilmprojekt (Belgien, Schweiz, Niederlande) mit einem Schweizer Minderheitsanteil», schreibt das BAK auf Anfrage.
SRF strahlte den Streifen ebenfalls aus. Kurz vor Mitternacht.
Die langweilige Doku ist kein Einzelfall: Die Schweiz unterstützt jährlich über 200 Kinofilme.
Vorletztes Jahr erhielten ausserdem 128 Schweizer Kinos eine «Vielfaltsprämie» vom BAK. Viel Geld schüttet Bundesbern zum Beispiel für Stummfilme mit Livevertonung aus oder wenn eine pädagogische Einführung stattfindet.
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So werden die Kinos und Schweizer Filme irgendwie am Leben erhalten. Nötig haben sie es.
Zum ersten Mal fiel mit 2025 der Eintrittserlös der Schweizer Kinos nämlich unter die magische Schwelle von 10 Millionen Franken, lässt man die Corona-Jahre ausser Betracht.
Der Schweizer geht gemäss jüngster Statistik nur 1,1-mal im Jahr ins Kino, auch ein Minusrekord. Weniger als 900.000 Eintritte konnten alle CH-Filme letztes Jahr verbuchen. Oder so ausgedrückt: Der Schweizer geht einmal in zehn Jahren ins Kino, um einen Schweizer Film anzugucken.
Mit 57,2 Millionen Franken wurden die Filmschaffenden 2024 subventioniert. Schweizer Rekord. Die Museen und Sammlungen erhielten drei Mal weniger (14,3 Millionen Franken).