Er hat es schon wieder getan: Der Aargauer Nationalrat und SP-Schweiz-Co-Präsident Cédric Wermuth hat sich eine Ausnahmebewilligung geben lassen, um trotz Amtszeitbeschränkung von zwölf Jahren erneut für den Nationalrat kandidieren zu dürfen.
Wermuth ist ein Wiederholungstäter: Bereits 2023 liess er für die Fortsetzung seiner Karriere den parteiinternen Anti-Sesselkleber-Artikel aushebeln. Der Politik-Opa und ewige Jungsozialist sitzt seit 2011 im Nationalrat und hätte gemäss SP-eigenen Spielregeln Platz für neue Kräfte machen müssen.

Politik-Opa Cédric Wermuth: Er bricht für seine Karriere alle Regeln – und die Genossen jubeln ihm noch zu
Dass der Sonnenkönig der Genossen für sich in Anspruch nimmt, dass für ihn andere Regeln gelten als für das gemeine Fussvolk und den Rest der Welt, zeigte sich schon 2018/19, als der selbsterklärte Feminist Wermuth die SP-Ständeratskandidatin Yvonne Feri ausbootete – mit dem satirisch angehauchten Argument, er als Mann könne die Sache der Frau noch besser vertreten als eine Frau. An der Geschlechterdebatte, die seine Partei und er selbst unaufhörlich pushen, störe ihn, «dass nur noch die biologische Frau interessiert». Aha.
«Feminist wird zum Frauenverhinderer», titelte der Blick damals. Und der Tages-Anzeiger stellte fest: «Die SP predigt Frauen – und stellt Männer auf». Korrekt wäre: stellt Wermuth auf. Die ganze Schweiz staunt über diese machohaften Allmachtsfantasien – offensichtlich kann man so etwas heute nur noch bei den Sozialdemokraten ausleben.