Berner Fachhochschule | 5. Mai 2026

Im Geschäftsjahr 2025 erreichte die BFH Rekordzahlen in Forschung und Weiterbildung und lancierte neue Studienangebote. Das finanzielle Ergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr, schliesst aber immer noch mit einem Verlust ab.

Zwar konnte die BFH ihr finanzielles Ergebnis verbessern. Sie schliesst aber trotz mehr Studierenden noch immer mit einem Defizit ab.

Zwar konnte die BFH ihr finanzielles Ergebnis verbessern. Sie schliesst aber trotz mehr Studierenden noch immer mit einem Defizit ab.Fotos: Keystone

Auch im Jahr 2025 entschieden sich erneut mehr bildungsinteressierte junge Menschen für die BFH, schreibt die Hochschule in einer Mitteilung. Die Studierendenzahlen der BFH wachsen kontinuierlich – seit 2019 um 14 Prozent. Das sei kein Zufall: Es sei das Ergebnis einer Hochschule, die relevante Antworten auf gesellschaftliche Fragen gibt und einen gezielten Beitrag zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses leistet.

Vier neue Studiengänge – vier Antworten für die Zukunft

Die Bachelor-Studiengänge Landschaftsarchitektur und Transformation Design stärken die Entwicklung Richtung Nachhaltigkeit im Kanton und darüber hinaus. Mit den Master-Studiengängen Entrepreneurship & Business Innovation sowie Digital Government leistet die BFH einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und zur Effizienz der Verwaltung.

«Die BFH wächst – weil der Bedarf wächst. Wir bilden Fach- und Führungspersonen aus, die morgen Lösungen für Probleme entwickeln, die wir heute noch nicht kennen. Dafür braucht es Forschung auf höchstem Niveau, Lehre mit Mut zum Neuen – und eine Hochschule, die Verantwortung übernimmt», erklärt Rektor Prof. Dr. Sebastian Wörwag. Erfolgreich auch in Forschung und Weiterbildung 58,5 Millionen Franken Drittmittel in der Forschung: ein neuer Rekord, zum wiederholten Mal. Seit 2021 hat die BFH somit ihre Drittmittel um knapp 40 Prozent gesteigert. Auch in der Weiterbildung wird mit 24,6 Millionen Franken ein neuer Höchstwert erreicht. Neu ermöglichen die kompakten Short Advanced Studies (SAS) gezielten Kompetenzaufbau – schnell, modular und am Puls des Arbeitsmarkts.

Verbessertes Finanzergebnis: Der Weg stimmt

Als einmaligen Sondereffekt konnte die BFH Rückstellungen für Vorsorgeverpflichtungen in der Höhe von 22,9 Milloionen Franken auflösen, da die Bernische Pensionskasse BPK per Ende 2025 einen Deckungsgrad von über 100 Prozent erreichte. Doch auch ohne diesen Effekt erzielte die BFH bessere Zahlen als budgetiert. Um diesen Sondereffekt bereinigt beträgt der betriebliche Verlsut 2.5 Millionen Franken. Im Vergleich zum Vorjahr, dass einen Verlust von 12,4 Millionen Franken sah.

Der Regierungsrat des Kantons Bern erhöhte den Kantonsbeitrag 2025 um 9,4 Millionen Franken gegenüber Vorjahr. Davon entfallen 7,4 Millionen Franken auf die Reduktion der strukturellen Unterfinanzierung der BFH, die über Jahre durch nicht finanzierte Lohnbeschlüsse des Kantons Bern entstanden ist. Diese Massnahme führt zu einer substanziellen Entspannung der finanziellen Situation der BFH, auch wenn die strukturelle Unterfinanzierung noch nicht behoben ist. Aus diesem Grund werden auch in den Folgejahren negative Betriebsergebnisse erwartet, die zu einer weiteren Abnahme der Grundmittelreserven führen werden.

Wirkung, die über den Campus hinausgeht

Was Zahlen nicht zeigen, zeigen Geschichten: Im Geschäftsbericht 2025 erzählt die BFH, wie ihre Arbeit wirkt – von der Förderung mentaler Gesundheit im ländlichen Raum bis zum Startup im Kunstbereich. Eine Hochschule, die nicht nur ausbildet, sondern Transformation begleitet und inmitten der Gesellschaft steht.