Drei Runden sind in der laufenden Super-League-Meisterschaft noch zu spielen. Will der FC Winterthur noch eine Chance auf den Barrageplatz haben, muss er gegen Lausanne, GC und Luzern gewinnen und hoffen, dass die Grasshoppers höchstens noch einen Punkt holen. Der FCW wird am Samstag nochmals alle Kräfte für den Sieg mobilisieren, damit das Kantonsderby am darauf folgenden Dienstag im Letzigrund doch noch einmal so richtig, richtig spannend wird. Also gilt auch am Samstag: Aufgeben ist keine Option!

Sieben Punkte beträgt der Rückstand des FC Winterthur auf den zweitletzten Rang, den sogenannten Barrageplatz, der zu den zwei Entscheidungsspielen gegen den Zweitplatzierten aus der Challenge League berechtigt (Vaduz oder Aarau). Bei nur noch drei ausstehenden Spielen heisst das für den FCW: Drei Siege müssen her. Alles andere ist Abstieg.

Keine leichte Aufgabe für eine Mannschaft, die in der ganzen Saison erst viermal gewonnen hat – erst recht, wenn man bedenkt, dass der entscheidende Gegner, der Grasshopper Club Zürich mit Sitz in Niederhasli und Klubbesitzer in den USA, maximal noch einen Punkt holen darf. Schafft GC mehr, nützen dem FCW auch drei heldenhafte Siege nichts – egal wie spektakulär oder hoch sie zustande gekommen sind.

Eine Mission impossible also? Sicher nicht! Solange rechnerisch die Möglichkeit zum Klassenerhalt besteht, ist Aufgeben für das Team von Cheftrainer Patrick Rahmen keine Option!

Das Schicksal des FCW liegt also nicht nur in den Füssen der Winterthurer Spieler, sondern ist auch unweigerlich gekoppelt an die Leistungen von GC. So sieht das Restprogramm der beiden Tabellenletzten aus:

Samstag, 8, Mai, 18.00h: FCW vs. Lausanne-Sport.

Samstag, 8, Mai, 18.00h: FCZ vs. GC

Dienstag, 12. Mai, 20.30h: GC vs. FCW

Samstag, 16. Mai, 18.00h: FCW vs. FC Luzern

Samstag, 16. Mai, 18.00h: Lausanne-Sport vs. GC

Der nächste Gegner des FCW ist eine Wundertüte: Die Lausanner Mannschaft besteht aus brillanten Technikern, die auch physisch auf der Höhe sind und mit viel Tempo agieren. Doch die Leistungen sind durchzogen und reichten bis jetzt von top bis flop. So richtig zufrieden dürften die Klubbesitzer vom potenten Ineos-Konzern nicht sein, das Verpassen der Meisterrunde ist nach dem Erfolg in der letzten Saison und dem grossen finanziellen Engagement des Konzerns sicher eine Enttäuschung.

Der FCW hat in der laufenden Saison auf dem Lausanner Kunstrasen zweimal knapp verloren (2:3 und 1:2) und zuhause mit einer guten Leistung 2:1 gewonnen. Mit einem engagierten und disziplinierten Auftritt liegt auch am Samstag ein Sieg drin. Ein Dreier bei gleichzeitiger Niederlage von GC brächte nochmals richtig Feuer in den Abstiegskampf. Vorwärts Winterthur, alle auf die Schützi!