Im Cupfianle werden der FC St.Gallen und der FC Stade-Lausanne-Ouchy nicht nur den Gewinn der begehrten Trophäe unter sich ausmachen, es wird auch ein Spiel um einen internationalen Startplatz. Dieser könnte sich in den nächsten Wochen gar noch verbessern.

Der FC St.Gallen strebt im Cupfinal den ersten Titelgewinn seit der Saison 1999/2000 an.
Philipp Kresnik/freshfocus
Der Super League und damit der Schweiz stehen gemäss der UEFA-Fünfjahreswertung nur noch vier internationale Startplätze zur Verfügung. Als einziges Team wird der Schweizer Meister FC Thun in der nächsten Saison um den Einzug in die Champions League kämpfen dürfen. Die Berner Oberländer werden in der zweiten Qualifikationsrunde der Königsklasse einsteigen.
Während über die Meisterschaft zwei Startplätze in der zweiten Runde der Qualifikation zur UEFA Conference League vergeben werden, wird der zweitbeste Schweizer Startplatz an den Cupsieger gehen. Der FC St.Gallen und der FC Stade-Lausanne-Ouchy werden demnach unter sich ausmachen, wer im Sommer um den Einzug in die Europa League spielen darf. Derzeit ist es geplant, dass der Schweizer Cupsieger in der ersten Qualifikationsrunde der Europa League einsteigen müsste. Diese Ausgangslage könnte sich aber noch verbessern.
Die laufende Europa League sowie die Resultate in der Premier League könnten für den FC St.Gallen oder den FC Stade-Lausanne-Ouchy einen ansprechenden Effekt haben, wie Football Meets Data ausführt. Konkret geht es um Aston Villa. Die Mannschaft von Unai Emery hat das Halbfinal-Hinspiel der Europa League letzte Woche mit 0:1 verloren. Sollten die Villans dennoch die Europa League gewinnen, würden sie einen Startplatz für die Champions League erhalten. Sollte das Team aus Birmingham sich zeitgleich über die Premier League als Fünfter oder als Sechster, sollte Manchester City den FA Cup gewinnen, für die Europa League qualifizieren, würde der Schweizer Cupsieger profitieren. Zumindest in der Premier League ist das Team als Fünfter auf Kurs.
In diesem Szenario würde Aston Villa auf den Startplatz in der Europa League verzichten und diverse Teams würden in der Qualifikation aufrücken. Der Schweizer Cupsieger würde zu einem Quartett gehören, das in die zweite Qualifikationsrunde nachrücken würde. Der Weg in eine Ligaphase würde damit auf drei Runden verkürzt werden. Vor allem müsste der Schweizer Vertreter dann nicht bereits am 9. Juli und damit mitten während der Weltmeisterschaft, sondern erst am 23. Juli und damit unmittelbar vor dem Ligaauftakt ins internationale Geschäft einsteigen.