Co-Präsidium | 6. Mai 2026
An der Mitgliederversammlung im Bernischen Historischen Museum hat die Mitte Stadt Bern den Vorstand erneuert und ein Co-Präsidium gewählt. Laura Curau und Daniel Lerch führen die Stadtpartei künftig gemeinsam, zudem beschlossen die Mitglieder die Parolen für die Abstimmungen im Juni.

Laura Curau (links) und Daniel Lerch führen die Mitte Stadt Bern neu als Co-Präsidium.Fotos: zvg
Die Mitte Stadt Bern gewinnt weiter an Dynamik: Bei den letzten Stadtrats- und Grossratswahlen war sie die einzige bürgerliche Partei, die in der Stadt Bern ihren Wähleranteil steigern konnte. Zudem verbucht die Partei 2025 den grössten Mitgliederzuwachs ihrer Geschichte. Um dem wachsenden Vertrauen der Stadtberner Bevölkerung gerecht zu werden, haben die Mitglieder an der Versammlung erstmals ein Co-Präsidium gewählt. Dies teilt die Partei mit.
Die bisherige Parteipräsidentin und Stadträtin Laura Curau führt die Partei neu gemeinsam mit Daniel Lerch. Curau bringt langjährige politische Erfahrung mit, Lerch seine breite Vernetzung in der Berner Wirtschaft – unter anderem in den Bereichen Telekommunikation und Energie.
Mit ihren unterschiedlichen Wohnquartieren – Laura Curau im Weissenbühl, Daniel Lerch in Oberbottigen – vereinen die beiden Co-Präsidenten «verschiedene Facetten des Stadtlebens und können so die Anliegen der Bevölkerung breit abbilden», schreibt es die Partei weiter.
Verdankung und Erneuerung im Vorstand
Trotz eines starken Wahlkampfs mit engagierten Kandidierenden sowie des resultierenden Wählerzuwachs war es der Mitte leider nicht gelungen, Ende März ihre zwei Grossratssitze zu verteidigen. Grosser Dank ging an den langjährigen Vizepräsidenten und Grossrat Philip Kohli, der die Mitte geprägt und geformt hat.

Laura Curau aus dem Berner Weissenbühl führt die Mitte Stadt Bern neu gemeinsam im Co-Präsidium und bringt ihre politische Erfahrung in die Parteispitze ein.
Er wurde zusammen mit Hélène von Aesch, Nicolas Verbicaro und Béatrice Wertli als langjährige Vorstandsmitglieder verabschiedet und für ihr grosses Engagement herzlich verdankt. Neu in den Vorstand gewählt wurden Sascha Baumann, Janine Miesch, Florian Meier und Sébastien Mégevand. Als neuer Fraktionspräsident ist Nicolas Lutz neu im Vorstand, Milena Daphinoff nimmt als Grossrätin Einsitz.
Fünf mal Ja und ein Nein am 14. Juni
Die Mitglieder fassten die Parolen für drei städtische Vorlagen vom 14. Juni 2026. Die Gesamtsanierung des Bernischen Historischen Museums wurde passend zum Veranstaltungsort gleich vor Ort thematisiert: Museumsdirektor Dr. Thomas Pauli-Gabi führte die Mitglieder vor der Versammlung persönlich durch die aktuelle Ausstellung und stellte die Sanierungspläne vor.

Daniel Lerch aus Oberbottigen übernimmt neu Verantwortung im Co-Präsidium der Mitte Stadt Bern und bringt seine breite Vernetzung in die Parteiführung ein.
Der städtische Beitrag an den Kredit fand bei den Mitgliedern breite Unterstützung. Eine knappe Ja-Parole mit 13 Ja zu 10 Nein bei 5 Enthaltungen fassten die Mitglieder zum Baukredit für die Quartierküche für die städtische Tagesbetreuung im alten Tiefenauspital. Ein knappes Nein mit 13 Nein zu 12 Ja bei 3 Enthaltungen resultierte zur Vorlage zum Erwerb des Monbijou-Areals von Energie Wasser Bern.
Der Vorstand hatte bereits die Ja-Parolen zur Änderung des Zonenplans für den Tierpark Dählhölzli, zur Überbauungsordnung Stöckackerstrasse sowie zum Schulraumprovisorium für die Volksschule Steigerhubel gefasst.