Das kumulative Windows-11-Update KB5083769 vom April 2026 sorgt dafür, dass Backup-Anwendungen von Drittanbietern auf Systemen mit 24H2 und 25H2 nicht mehr funktionieren, Microsoft hat den Grund inzwischen bestätigt. Das Update ergänzt bekannte anfällige Kernel-Treiber in Microsofts Sperrliste für anfällige Treiber, und einer der betroffenen Treiber steckt in Macrium Reflect, Acronis Cyber Protect Cloud, NinjaOne Backup und UrBackup Server.
Der konkrete Treiber im Zentrum des Problems ist psmounterex.sys, den Macrium Reflect und mehrere andere Backup-Tools verwenden, um Backup-Images als virtuelle Laufwerke einzubinden. Sobald die Code-Integritätsprüfung von Windows das Laden des Treibers blockiert, kann die Backup-Anwendung Images nicht mehr einbinden oder durchsuchen, zudem schlägt die Erstellung von Snapshots fehl. Die Fehlermeldung, die Nutzer sehen, lautet: «The backup has failed because Microsoft VSS has timed out during the snapshot creation» oder «VSS_E_BAD_STATE». Beide Fehler weisen auf dieselbe Ursache hin: Windows blockiert den Treiber, bevor das Backup abgeschlossen werden kann.
Warum Microsoft den Treiber blockiert
Microsoft stellt die Änderung in seiner offiziellen Stellungnahme als gezielte Sicherheitsmaßnahme dar, nicht als Fehler. Nach Angaben des Unternehmens enthält psmounterex.sys bekannte Schwachstellen, die genutzt werden könnten, um einen schädlichen Kernel-Treiber auf einem ansonsten geschützten System zu laden. Durch die Aufnahme in die Sperrliste wird dieser Weg geschlossen. Das praktische Problem besteht darin, dass die Änderung über ein reguläres Patch-Tuesday-Update ohne vorherige Warnung an Backup-Anbieter ausgeliefert worden ist. Kunden haben den Ausfall dadurch erst bemerkt, nachdem ein Backup-Job ohne klare Vorwarnung nicht mehr abgeschlossen worden ist.
Acronis hat bestätigt, dass Cyber Protect Cloud betroffen ist, und beschreibt Fehler, bei denen «the affected machine may also lose connectivity with the cloud console and appear offline». Dieselbe Treiberblockade gilt auch für KB5083631, das optionale Vorschau-Update vom 1. Mai, ein Update auf den neueren Build löst das Problem also nicht.
Was jetzt zu tun ist
Als Workaround nennen BleepingComputer und betroffene Anbieter die Deinstallation von KB5083769 über Einstellungen, Windows Update, Updateverlauf und Updates deinstallieren. Anschließend sollten Windows-Updates pausiert und das System neu gestartet werden. Dadurch funktioniert das Backup wieder, allerdings werden damit auch die Sicherheitsupdates vom April 2026 entfernt, einschließlich der Korrektur für die aktiv ausgenutzte Windows-Shell-Zero-Day-Schwachstelle CVE-2026-32202, über die Notebookcheck vergangene Woche berichtet hat. Wer sich für die Deinstallation entscheidet, sollte diesen Kompromiss berücksichtigen.
Die dauerhafte Lösung erfordert aktualisierte Kernel-Treiber der Backup-Anbieter. Macrium hat angegeben, dass ein Update in Entwicklung ist. Microsoft hat bisher keinen Zeitplan für ein außerplanmäßiges Update bestätigt. Bis ein Anbieter-Update verfügbar ist, sollten betroffene Nutzer die Backup-Historie auf Jobs prüfen, die nach dem 14. April ausgeführt worden sind, und verifizieren, dass das letzte erfolgreiche Image vor der Installation von KB5083769 abgeschlossen worden ist.
Dies ist ein weiteres erhebliches Problem im Zusammenhang mit KB5083769. Notebookcheck hat zuvor bereits über das Bootloop-Problem bei HP- und Dell-Rechnern sowie über Microsofts gleichzeitigen Vorstoß berichtet, Nutzer von Windows 11 24H2 zwangsweise auf 25H2 zu aktualisieren.
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