Kid Cudi reist im Zuge seiner «Rebel Ragers»-Tour zurzeit quer durch die USA und Kanada. Bislang wurde er dabei von M.I.A. als Support Act unterstützt. Inmitten seiner Tournee beendet Cudi nun die Zusammenarbeit mit der britischen Musikerin. Grund dafür sind kontroverse Aussagen der 50-Jährigen.

Kid Cudi entfernt M.I.A. von seiner Tour – die reagiert bissig 

Bei einem Tourstopp in Dallas hielt M.I.A. vor wenigen Tagen einen Monolog, der beim Publikum nicht allzu gut ankam. Ausschnitte ihrer Ansprache kursieren zurzeit durch die sozialen Medien. Die durchaus umstrittene Künstlerin gab zunächst zu verstehen, dass sie in ihrer Karriere bereits mehrfach gecancelt worden sei. Niemals jedoch hätte sie gedacht, dass ihre politische Zuordnung zum republikanischen Lager ein Grund dafür sein könnte.

Anschließend sagt sie, dass sie ihren 2010 erschienenen Song «Illygirl» wohl nicht spielen könne, obwohl einige aus dem Publikum wahrscheinlich genau das seien: «illegale» Einwanderer. Dieser Ausdruck gilt als problematisch: Der Begriff erwecke laut dem Online-Magazin des Goethe-Instituts den Eindruck, dass es sich hierbei um «rechtswidrige Menschen» handele. Auf «Illygirl» verarbeitete M.I.A. seinerzeit ihre eigene Migrationsgeschichte.

Den vereinzelten Buh-Rufen aus der Crowd entgegnete sie, dass sie selbst ja auch illegal ins Land gekommen sei. De facto sei ihr halbes Team nicht einmal anwesend gewesen, da sie allesamt kein Visum erhalten hätten.

In einer Instagram-Story gibt Kid Cudi in der Folge bekannt, dass M.I.A. ihn ab sofort nicht mehr auf der Tour begleiten werde. Schon im Vorfeld habe er über sein Management kommuniziert, dass er bei seinen Shows «nichts Beleidigendes» hören wolle. Nachdem ihn jetzt allerdings eine Vielzahl an Nachrichten von enttäuschten Fans erreicht hätten, zieht er nun die Reißleine und beendet die Zusammenarbeit.