Die Preisverleihung fand gestern, am 6. Mai 2026, im Rahmen der Learning and Teaching Fair im Hauptgebäude der ETH statt. Die Messe bringt Dozierende und Projektteams aus der ganzen Hochschule zusammen, die ihre aktuellen Lehrformate in einer Ausstellung präsentieren.
ETH-Rektor Günther Dissertori eröffnete die Verleihung feierlich. In seiner Ansprache betonte er, wie wichtig es sei, die Lehre an der ETH kontinuierlich weiterzuentwickeln und immer wieder neu zu denken.
Die diesjährige Ausgabe markierte ein Jubiläum: Der KITE Award wurde zum zehnten Mal vergeben. Seit der ersten Verleihung 2016 hat sich die Auszeichnung zu einem wichtigen Anlass für innovative Lehre an der ETH entwickelt.
Anschliessend stellte Mirko Meboldt, Professor am Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik, die eingereichten Projekte vor. Insgesamt wurden dieses Jahr 30 Projekte eingereicht. 133 Lehrende beteiligten sich an der Auswahl der Nominierten. In mehreren Auswahlrunden reduzierte die Jury die Projekte zunächst auf sieben Beiträge, danach auf drei Finalisten und schliesslich auf das Siegerprojekt.
Drei nominierte Projekte
Für den diesjährigen KITE Award waren drei Lehrveranstaltungen nominiert, die unterschiedliche Wege zeigen, wie sich Lernen aktiver gestalten lässt:
Vom Abbruchmaterial zum neuen Bauprojekt
Im Kurs «Digital Creativity for Circular Construction» von Catherine De Wolf, Professorin am Departement Bau, Umwelt und Geomatik, arbeiten Studierende mit realen Materialien aus bestehenden Gebäuden. Sie demontieren Bauteile, erfassen sie digital und entwickeln daraus neue Konstruktionen. Dabei verbinden sie Architektur, Ingenieurwissenschaften und Informatik und arbeiten mit digitalen Werkzeugen wie Laserscanning, 3D-Modellierung und künstlicher Intelligenz.