
Stand: 07.05.2026 11:38 Uhr
Sängerin LEA erhält heute den Musikpreis der Stadt Goslar. Dieser trägt mittlerweile den Namen «Der Goldene Ton». Nach der Preisverleihung gibt sie zudem ein exklusives Benefizkonzert.
Die Pop-Künstlerin LEA wird den bundesweit renommierten Musikpreis am Nachmittag im Kurhaus Hahnenklee entgegennehmen. Das teilte die Stadt Goslar mit. Am Abend sei dann das Benefizkonzert in der Kaiserpfalz geplant. Vor dem Konzert soll sich die Sängerin außerdem in das goldene Buch der Stadt eintragen.
Tickets für Konzert begrenzt – Bitte um Spende
Die rund 400 Tickets für das Benefizkonzert sind nach Angaben der Stadt kostenfrei ausgegeben worden. Wie eine Sprecherin dem NDR Niedersachsen sagte, waren sie in weniger als zehn Minuten vergriffen. Im Gegenzug wurde um eine Spende für den Verein «BühnenReif Goslar» gebeten. Dass die Erlöse an diesen Verein gehen, sei in Abstimmung mit LEA entschieden worden. Der Verein setzt laut Stadt Theater- und Musicalproduktionen mit jungen Menschen aus Goslar und Umgebung um.
«Leise Töne mit großer emotionaler Tiefe»
Dass LEA die Auszeichnung erhält, hatte die Stadt bereits Anfang des Jahres mitgeteilt. Die Alben der Sängerin haben mehrfach hohe Chartplatzierungen erreicht. Zahlreiche Titel wurden bereits mit Gold und Platin geehrt. «Mit LEA zeichnen wir eine Künstlerin aus, die für moderne, deutschsprachige Popmusik steht, die leise Töne mit großer emotionaler Tiefe verbindet», begründete Goslars Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner (SPD) die Entscheidung. LEA gelinge es, persönliche Erfahrungen in Musik zu übersetzen, die viele Menschen erreiche, ohne sich anzubiedern, so die Politikerin. Die Sängerin und Songwriterin heißt mit bürgerlichem Namen Lea-Marie Becker und wurde 1992 in Kassel geboren.
Preis aufgrund von NS-Vergangenheit ausgesetzt
Der Musikpreis der Stadt Goslar wird seit 1955 vergeben. Der Preisträger erhält eine Trophäe in Form eines Rings. Bekannte Preisträgerinnen und Preisträger sind unter anderem Udo Jürgens, Peter Maffay, Udo Lindenberg, Max Raabe und Ina Müller. Den neuen Namen hat die Auszeichnung seit dem vergangenen Jahr – zuvor hieß sie «Paul-Lincke-Ring». Nachdem bekannt geworden war, dass Lincke seit 1933 dem Vorstand der von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels gegründeten «Kameradschaft der Deutschen Künstler» angehörte, wurde die Verleihung 2024 ausgesetzt und der Name und das Design verändert. Erster Preisträger des «Goldenen Tons» war 2025 der Musiker, Schriftsteller und Drehbuchautor Sven Regener.

Erstmals ist der Preis unter seinem neuen Namen verliehen worden. Wegen NS-Verstrickungen seines Namensgebers wurde der Paul-Lincke-Ring umbenannt.

Er habe die Jury mit einer authentischen Performance überzeugt, hieß es. Im Februar soll der Preis überreicht werden.