Oliver Pocher schickte seine Zwillingssöhne 2025 in ein spanisches Internat. Jetzt spricht der Comedian über seinen Erziehungsstil und den damaligen Entscheid.

Oliver PocherOliver Pocher redet in Sachen Erziehung Klartext. – keystone

Das Wichtigste in Kürze

Oliver Pocher schickte seine Zwillingssöhne Anfang 2025 in ein Internat in Marbella.

Grund dafür waren offenbar mangelnde schulische Ambitionen.

Er könne nicht jeden Tag «irgendwelche Hausaufgaben» durchgehen, so der Comedian jetzt.

Als Familienvater wird man vor die ein oder andere Herausforderung gestellt. Das weiss auch Oliver Pocher (48). Normalerweise knöpft sich der Comedian andere Menschen vor, deren Leben er in der breiten Öffentlichkeit schonungslos beurteilt. Jetzt aber sind es seine eigenen Kinder, die ins Licht rücken.

Pocher ist zu Gast im Podcast «Tommy Unlocks». Im Zentrum des Geschehens? Seine Zwillingssöhne Emanuel und Elian (14), die Anfang 2025 auf ein Golf-Internat im spanischen Marbella geschickt wurden. Diese Konsequenz sei damals notwendig gewesen, meint der Comedian jetzt.

«Kann nicht jeden Tag irgendwelche Hausaufgaben durchgehen»

Zur Erinnerung: Ende 2024 zog seine Ex-Frau Sandy Meyer-Wölden (43) mit den drei gemeinsamen Kindern, zu denen auch Tochter Nayla (16) gehört, von Florida zurück nach Deutschland. Fortan wohnten sie mit Pocher unter einem Dach und meisterten ihren Alltag als Patchwork-Familie.

Oliver PocherOliver Pocher mit seinen Söhnen Emanuel und Elian sowie Tochter Nayla mit Ex-Frau Sandy Meyer-Wölden. Rechts gesellt sich Pochers letzte Ex-Frau Amira Aly dazu. Mit ihr hat der Comedian zwei weitere Söhne. – Instagram / @sandymeyerwoelden

Doch nach dem Umzug verlief nicht alles reibungslos: Aufgrund voller Schulklassen mussten die Zwillingssöhne an ihrem neuen Wohnort Köln notgedrungen eine Klasse überspringen. Der Lernstoff der achten Klasse bereitete den Pocher-Kids allerdings Schwierigkeiten.

Fehlendes Pflichtbewusstsein für den Schulunterricht sorgte zusätzlich für Spannungen. Pocher erkannte schnell, dass es so nicht weitergehen kann. Seinen Söhnen sei zwar die Chance eingeräumt worden, weiterhin zuhause in Köln zu bleiben. Bedingung: Schulische Arbeiten ernst nehmen und Fleiss zeigen.

Den Teenager-Jungs setzte Oliver Pocher offenbar ein klares Ultimatum: «Wenn es nicht funktioniert, dann müssen wir auch Konsequenzen ziehen», meint er im Podcast.

Der Grund? «Ich setze mich mit euch nicht hin und kann hier jeden Tag irgendwelche Hausaufgaben durchgehen oder irgendwas anderes. Ihr seid ja nicht doof, ihr seid ja faul oder irgendwas anderes.»

Job wichtiger als Kinder?

Auch bei anderen Haushaltsarbeiten zieht der fünffache Familienvater klare Grenzen. Kochen, Wäschewaschen und andere Routinen überlässt er weitgehend einer Nanny.

Knallhart meint er: «Ich würde nie meinen Job hintenanstellen, um nur für die Kinder da zu sein. Das funktioniert halt nicht.»

Oliver PocherDer Comedian hält sich bewusst von bestimmten Haushaltsarbeiten fern. Offenbar auch, wenn es um die Hausaufgaben seiner Kinder geht. – getty images

Was seinen Erziehungsstil betrifft, hat Oliver Pocher also klare Vorstellungen. So griff er auch konsequent durch, als es um die mangelnden schulischen Ambitionen seiner Kinder ging. Gemeinsam mit Ex Sandy zog er Konsequenzen und schickte die beiden Söhne im Januar 2025 nach Spanien. Offenbar der einzige Ausweg.

«Wir wollen das Schuljahr retten, damit sie es nicht wiederholen müssen», erklärte Meyer-Wölden damals. Das spanische Internat sollte ihnen helfen, das Schuljahr erfolgreich abzuschliessen und gleichzeitig ihre Leidenschaft für den Golfsport zu fördern.

Oliver Pocher: Zwillinge wurden selbständiger

Damals hiess es auch, Emanuel und Elian würden nach den Sommerferien nach Köln zurückkehren. Angesichts Pochers aktuellen Schilderungen wird klar, dass die 14-jährigen Zwillingssöhne derzeit noch immer in Spanien leben.

Oliver PocherOliver Pocher und Ex-Frau Sandy Meyer-Wölden heirateten 2010, im April 2013 trennte sich das Paar. Heute pflegen die beiden eine freundschaftliche Beziehung. – keystone

Anfangs hätten die Söhne ihren neuen Alltag «beschissen» gefunden, erzählt Pocher im Podcast «Tommy Unlocks». Mittlerweile aber hätte sich die Situation positiv entwickelt. Seine Jungs hätten durch die Umstellung viel an Selbständigkeit dazugewonnen.

Ausserdem können sie eigenständig nach Hause fliegen – etwa zu Geburtstagen oder in den Ferien. Mitleid hält Oliver jedenfalls keines bereit: «Ist ja nicht so, dass sie jetzt in den Gulag gekommen sind oder irgendwie nach Sibirien mussten.»