Im Kanton Bern sind zwei Jugendliche bei Würgespielen verletzt worden. Die Polizei warnt Eltern vor gefährlichen Social-Media-Challenges.

mann polizeiWürge-Challenges verbreiten sich über Social Media. Die Kantonspolizei Bern warnt Eltern und Schulen nun eindringlich – KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Das Wichtigste in Kürze

Ein Jugendlicher wurde bei einer Würge-Challenge schwer verletzt.

Ein weiterer Jugendlicher erlitt leichte Verletzungen.

Die Jugendanwaltschaft führt in beiden Fällen Ermittlungen.

Die Polizei ruft Eltern und Schulen zur Vorsicht auf.

Ein gefährlicher Social-Media-Trend beschäftigt derzeit die Berner Behörden. Im Kanton Bern wurden zwei Jugendliche bei sogenannten Würgespielen verletzt.

Wie die Kantonspolizei Bern mitteilt, erlitt ein Jugendlicher schwere Verletzungen. Ein weiterer Jugendlicher wurde leicht verletzt.

Challenge kursiert wieder online

Die Vorfälle ereigneten sich in den vergangenen Wochen. Laut Polizei stehen sie im Zusammenhang mit Challenges, die unter Namen wie «Pilotentest», «Choking Challenge» oder «Blackout Challenge» bekannt sind.

TiktokDie Kantonspolizei Bern warnt vor Würge-Challenges, die auf Social Media kursieren. Zwei Jugendliche wurden verletzt. (Symbolbild) – Pexels

Dabei handelt es sich um Würgespiele, die teils bis zur Bewusstlosigkeit durchgeführt werden. Die Polizei warnt, dass solche Mutproben lebensbedrohlich sein können.

In beiden Fällen laufen Ermittlungen unter der Leitung der kantonalen Jugendanwaltschaft.

Polizei warnt Eltern und Schulen

Die Kantonspolizei Bern richtet sich mit ihrer Warnung ausdrücklich an Eltern, Lehrpersonen, Schulsozialarbeitende und andere Vertrauenspersonen.

Sie sollen mit Kindern und Jugendlichen regelmässig über Trends im Internet sprechen. Dabei solle man Challenges nicht pauschal verurteilen, sondern Interesse zeigen und Risiken frühzeitig thematisieren.

Kinder und Jugendliche seien sich der tödlichen Gefahren von Würgespielen oft nicht bewusst, schreibt die Polizei. Viele wüssten nicht, dass sie dabei ihr Leben riskieren.

Kinder sollen Grenzen setzen können

Die Polizei empfiehlt zudem, mit Kindern über Drucksituationen zu sprechen. Sie sollen wissen, wie sie aus gefährlichen Challenges aussteigen können.

Auch eigene Grenzen und die Grenzen anderer müssten respektiert werden. Wer ähnliche Übergriffe erlebt, etwa in der Schule oder bei Freizeitangeboten, soll Betreuungspersonen informieren und die Polizei einschalten.