Vier junge Schauspieler in schwarz gekleidet sind der Cast für die neue Beatles-Serie "Hamburg Days"

AUDIO: «Hamburg Days»: Neue Beatles-Serie mit norddeutscher Beteiligung (3 Min)

Stand: 08.05.2026 15:54 Uhr

Die Dreharbeiten zur deutsch-britische Serie «Hamburg Days» haben begonnen. Die Serie erzählt von den Anfangstagen der Beatles auf dem Hamburger Kiez. Christian Schwochow («The Crown») leitet die mit einer Rekordsumme geförderte Produktion.

Die Beatles in Hamburg, auf St. Pauli, in den Kneipen und Kellerlokalen: Die Serie wird in den kommenden Wochen an Originalschauplätzen in Hamburg für ZDF, BBC und AGC Television gedreht. Neben der Hansestadt wird auch in München und Liverpool gefilmt. Die Filmförderung Moin unterstützt das Serienprojekt mit 1,3 Millionen Euro.

Serie beruht auf Sachbuch von Beatles-Freund Klaus Voorman

Der Stoff beruht auf dem Buch «Warum spielst Du ‚Imagine‘ nicht auf dem weißen Klavier, John?» von Beatles-Freund und Grafiker Klaus Voormann. Die Serie spielt Anfang der 1960er-Jahre auf St. Pauli – in einer Zeit, in der sich rund um die berühmt-berüchtigte Reeperbahn eine neue Musik-Szene entwickelt.

Die Episode der Beatles in Hamburg war nicht nur eine turbulente Zeit voller Anekdoten – in der Phase sind auch einige wichtige Weichen für die Band gestellt worden. Es war eine prägende Zeit für die Band.

Eine Statue der Beatles an der Hafenpromenade von Liverpool von dem Künstler Andy Edwards.

Der NDR Kultur Podcast «Becoming The Beatles – Die Hamburger Jahre» zeichnet die Geschichte der Band in Hamburg nach.

Seit 1960 mit den Beatles befreundet

«Hier fanden die ersten professionellen Plattenaufnahmen statt, hier wurden sie Nacht für Nacht trainiert und wurden erst zu einer guten Band, hier haben sie einen Look entwickelt», so Ocke Bandixen, Macher des NDR Beatles-Podcasts «Becoming The Beatles».

Voormann wird auch als Berater für die Serie genannt. Dieser sei eine tolle Quelle für die Geschichte, so Bandixen. Er habe ihn selbst lange für seinen Podcast befragt. Voormann sei immer noch mit den noch lebenden Beatles befreundet – und das seit 1960.

Beatles als schwarzweißes Cut-out vor psychedelischen blauen Wolken, darüber ein gelbes U-Boot.

Vier Jungs aus Liverpool sprengen die Grenzen der Popmusik. Mehrmals. „Being The Beatles“ erzählt ihre Geschichte.

Rhys Mannion und Ellis Murphy als Lennon und McCartney

Rhys Mannion («It Is In Us All», «Freud’s Last Session») wird als John Lennon zu sehen sein, der Liverpooler Singer-Songwriter Ellis Murphy als Paul McCartney, Harvey Brett als George Harrison, Louis Landau («Rivals», «Kennedy») als Stu Sutcliffe, Patrick Gilmore als Pete Best, Casper von Bülow («Druck», «Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war») als Klaus Voormann sowie Luna Jordan («Wild Republic», «Sleeping Dog») als Astrid Kirchherr.

In weiteren Rollen spielen Laura Tonke («Amrum», «22 Bahnen») Trystan Pütter («Ku’damm 56-63») sowie Max von der Groeben («Fack Ju Göhte»).

Star-Besetzung hinter den Kulissen

Auf deutscher Seite wird die Serie von W&B Television produziert – den Produzent*innen hinter Serien wie «Dark», «4 Blocks» oder «Crooks». Der deutsche Filmemacher Christian Schwochow, der unter anderem die «Deutschstunde» nach Siegfried Lenz oder die Serie «Bad Banks» oder Folgen für «The Crown» gedreht hat, übernimmt die Leitung der Produktion.

Die Idee zur sechsteiligen Serie stammt von Benjamin Benedict, die Drehbücher verantwortet Jamie Carragher als Headautor, der auch an der Serie «Succession» mitgearbeitet hat. Mat Whitecross («Oasis: Supersonic») übernimmt die Regie.

Für die musikalische Gestaltung sorgt der Produzent und BAFTA-Preisträger David Holmes («Killing Eve», die «Oceans»-Reihe).

Das Bild zeigt die Beatles vor rotem Hintergrund mit St. Pauli-Motiven und den Titel: "Becoming the Beatles".

«We grew up in Hamburg», hat John Lennon gesagt. Was ist da also auf dem Hamburger Kiez zwischen 1960 und 1962 passiert? Der Doku-Podcast begibt sich auf Spurensuche.

Die Beatles bei einem ihrer ersten Auftritte im Nachtclub "Indra" in den 1960er-Jahren

Am 17. August 1960 stehen die Beatles erstmals auf einer Hamburger Bühne – im Indra. Die Liverpooler entwickeln sich auf dem Kiez zu Weltstars.

Die Beatles Paul McCartney, John Lennon, Ringo Starr und George Harrison (v.l.n.r.) 1963.

Die Karriere der Beatles startete in Hamburg: Die Reeperbahn prägte den typischen Sound der Band aus Liverpool und auch die charakteristischen Pilzköpfe bekamen sie hier verpasst.

"The Beatles" in der Ernst-Merck-Halle im Zuge ihrer Bravo-Beatles-Blitz-Tournee

Am 26. Juni 1966 gaben die Beatles zwei Blitzkonzerte in Hamburg. In der Stadt war bei den letzten Auftritten der «Pilzköpfe» die Hölle los.

Host des NDR Podcasts "Becoming the Beatles" steht vor der "Großen Freiheit 36"

Im 6-teiligen Podcast «Becoming The Beatles. Die Hamburger Jahre» erzählt Ocke Bandixen von den wichtigen Jahren der Band auf dem Hamburger Kiez. Die Resonanz darauf ist groß.