FussballGrande Zigi! St.Gallens Keeper hält dem FCSG den Sieg in der Nachspielzeit fest

Der FC St.Gallen hat in Lugano den möglicherweise entscheidenden Schritt zur Sicherung von Tabellenplatz 2 gemacht. Nach schwachem Start und einem verdienten 0:1-Rückstand schlägt Grünweiss aus dem Nichts zurück. Dank Lawrence Ati Zigi lassen sich die Espen den Sieg auch nach einem späten Elfmeterpfiff für die Tessiner nicht mehr nehmen.
St.Gallens Lawrence Ati Zigi und seine Mitspieler jubeln nach dem Elfmeter, den der Espen-Keeper in der Nachspielzeit abgewehrt hat.
Bild: Freshfocus
FC St.Gallen 2, Lugano 1: Wer nach der ersten Halbzeit und insbesondere nach rund einer Stunde auf diesen Ausgang der Partie gewettet hätte, dem wäre von Experten wohl kein grosser Fussball-Sachverstand zugebilligt worden. Zu dominant war Lugano nach Ablauf der ersten rund 25, 30 Minuten aufgetreten, zu viele Grosschancen der Tessiner hatten die Gäste zugelassen. Und zu harmlos hatten die Espen selber in der Offensive agiert.
Lugano versiebt Grosschancen – Okoroji klärt mit Glück
Besser ins Spiel kam zwar zuerst der Gast aus der Ostschweiz. Ein Kopfball von Jozo Stanic sowie ein Abschluss von Aliou Baldé waren aber viel zu harmlos, um Lugano-Keeper David von Ballmoos auch nur halbwegs beunruhigen zu können. Weitaus gefährlicher war hingegen ein Distanzversuch von Lukas Dascher, der vom Tessiner Torhüter herrlich zum Corner geklärt wurde.
In der Folge waren es dann aber die Tessiner, die sich immer wieder gefährlich vors Tor der St.Galler kombinierten. Die grösste Chance vergab Papadopoulos, der es völlig freistehend schaffte, das Tor aus kürzester Distanz nicht zu treffen. Zwei Tore der Luganesi wurden in Halbzeit eins zudem wegen Offsides annulliert, und Chima Okoroji musste bei einer Klärungsaktion sehr viel Glück beanspruchen, dass der Ball nicht ins Tor, sondern an die Latte ging.
Stevanovic bringt die Espen zurück ins Spiel
Die zweite Halbzeit begann für St.Gallen denkbar schlecht: Hadj Mahmoud traf nach 54 Minuten per Innenpfosten von der Strafraumgrenze aus zur Führung für die Tessiner. Auch danach war von der St.Galler Offensive wenig bis nichts zu sehen. Und trotzdem kamen die Espen ins Spiel zurück, als Mihailo Stevanovic einen Abpraller nach rund 70 Minuten über die Linie drückte.
VAR-Drama in der Nachspielzeit
In der Folge schaltete sich der VAR zwei Mal mit dem Resultat ein, dass Referee Alessandro Dudic auf beiden Seiten je einen Elfmeter pfiff. Nach 74 Minuten verwandelte Lukas Görtler einen sehr streng geahndeten Handselfmeter zur Führung für sein Team:
St.Galler Jubel nach dem 2:1 durch Lukas Görtler.
Bild: Keystone
Und tief in der Nachspielzeit erhielt Luganos Alioski die Möglichkeit, seinem Team nach einem St.Galler Foul vom Punkt aus wenigstens noch ein Remis zu sichern. Doch dann kam der grosse Auftritt von Lawrence Ati Zigi: St.Gallens Torhüter bewahrte sein Team mit dem abgewehrten Elfmeter vor dem späten doppelten Punktverlust und sicherte den Espen den 2:1 Sieg im Duell mit dem ärgsten Konkurrenten um den Vizemeistertitel.
Geschmälert wurde die Freude der St.Galler über ihren Sieg von der Verletzung Nino Weibels: Der Espen-Youngster humpelte in der ersten Halbzeit von zwei Pflegern gestützt in Richtung Kabine. Er dürfte für einige Zeit ausfallen.
Für Nino Weibel ging es bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Partie nicht mehr weiter.
Bild: Freshfocus
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