Die Schauspieler Ben Affleck und Matt Damon sind wegen angeblicher Parallelen zwischen zwei Polizisten und fiktiven Filmfiguren verklagt worden. Die Beamten aus Florida werfen ihnen vor, in dem Netflix-Actionthriller „The Rip“ zu viele reale Details verwendet zu haben. Dadurch sei ihr Ruf geschädigt worden, heißt es in einer Verleumdungsklage. Die Klage wurde bereits Anfang Mai vor einem Bundesgericht in Miami gegen Artists Equity eingereicht, die Produktionsfirma von Affleck und Damon.
Laut Klageschrift verlangen die Beamten Schadenersatz, Strafschadenersatz und die Übernahme der Anwaltskosten sowie eine öffentliche Richtigstellung und Entschuldigung. Aus den Gerichtsunterlagen geht nicht hervor, wie hoch die geforderte Summe ist.
In „The Rip“ spielen Affleck und Damon Polizisten aus Südflorida. Teile des Films wurden von einem realen Fall aus dem Jahr 2016 inspiriert, bei dem Polizisten in einem Haus in Miami Lakes mehr als 21 Millionen Dollar fanden, die mutmaßlich mit einem Marihuana-Schmuggler in Verbindung standen.
Affleck und Damon erklärten bei der Bewerbung des Films, die Geschichte basiere lose auf Berichten des Polizeihauptmanns Chris Casiano, der als technischer Berater mitwirkte. Damon sagte der AP im Januar, er und Affleck hätten sich zur Vorbereitung mit Casiano und anderen Drogenfahndern getroffen.
Eine Anwältin von Artists Equity wollte sich auf Anfrage der AP am Montag nicht äußern. In einem Schreiben vom 19. März an die Kläger erklärte die Juristin Leita Walker jedoch, der Film erhebe keinen Anspruch darauf, die wahre Geschichte des Vorfalls zu erzählen oder reale Personen darzustellen; darauf werde auch im Abspann hingewiesen.
In der Klage heißt es, durch die Verwendung realer Details entstehe der Eindruck, die Filmfiguren basierten auf den Klägern. Dadurch hätten Freunde, Familienmitglieder und Kollegen den Eindruck gewonnen, die Beamten hätten die im Film dargestellten Straftaten begangen, darunter die Verschwörung zum Diebstahl beschlagnahmten Drogengeldes, den Mord an einem Vorgesetzten sowie Kontakte zu Kartellmitgliedern.